Sturmflut-Ausstellung soll Küstenbewohner informieren

Sturmflut-Ausstellung soll Küstenbewohner informieren brunsbüttel Wie entsteht eigentlich eine Sturmflut? Wer kümmert sich um die Sicherheit hinter den Deichen? Und wie läuft eine Evakuierung im Falle einer Flutkatastrophe ab? Diesen und anderen Fragen geht eine neue Wanderaustellung des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) und des Landesbetriebs für Küstenschutz (LKN) im Brunsbütteler Atrium auf den Grund. Unter dem Motto „Sturmflut – wat geiht mi dat an?!“ soll die Austellung Besucher über die Hintergründe und Zusammenhänge von Sturmfluten informieren. „Das Projekt soll dazu beitragen, dass die Bewohner von Küstengebieten für dieses Thema sensibilisiert werden und sich ein besseres Bild über mögliche Gefahren und Gegenmaßnahmen machen können“, fasste Peter Beismann vom LKN in seiner Eröffnungsrede zusammen. Denn: Viele Küstenbewohner seien sich der Bedrohung durch die Wassermassen gar nicht mehr bewusst, betonte Beismann: „Es hat sich zwar schon viel in Sachen Küstenschutz getan, aber man darf nie vergessen, dass immer ein Restrisiko bleibt, und darf die Gefahr nie aus den Augen verlieren.“ Das konnte auch WSA-Leiterin Gesa Völkl bestätigen, die gleich mehrere Gründe nannte, warum die Ausstellung auch für sie persönlich von Interesse sei: „Zum einen hatte ich 2002 eine Begegnung mit einer Binnenflut und zum anderen sind mein zweiter Wohnsitz und mein Herz auf Pellworm, wo man auch keine Lust auf eine Sturmflut hat.“ Seit drei Jahren wandert die Strumflutausstellung nun schon durch Schleswig-Holstein, hat dabei an mehr als 40 Orten Station gemacht und mehr als 25 000 Besucher angelockt. Ein Ende ist jedoch noch nicht in Sicht: „Die Ausstellung stößt auf so viel Interesse, dass sie sogar für das nächste Jahr schon ausgebucht ist“, verriet Peter Beismann. Gerichtet ist die Sturmflut-Schau aber nicht nur an Erwachsene – auch Kinder werden altersgerecht an die Thematik herangeführt. Während die obere Hälfte der Stellwände sich an die großen Besucher richtet, ist der untere Teil für die kleinsten Gäste interessant. Interaktive Stationen wie Memory oder Deich-Quiz bringen dem Nachwuchs die komplexen Inhalte des Küstenschutzes auf spielerische Art näher. „Eine Ausstellung soll es ja auch den Kindern gut vermitteln können – und das ist hier sehr gut gelungen“, freute sich Ursula Sick vom Atrium. dao > Die Austellung ist noch bis zum 30. April im Atrium täglich von 10.30 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet 2 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro. Informationen und Anmeldung für Schulklassen unter 04852/885213. Norddeutsche Rundschau

Ilse Aigner in Brunsbüttel                            Wahlkampf SH

"Der Küstenschutz ist eine Daueraufgabe"

16. April 2012 | 13:55 Uhr | Von dpa

Die für den Deichschutz zuständige schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU,l) mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in Brundsbüttel auf dem Deich. Foto: dpa

Um die Folgen des globalen Klimawandels abzuwehren, wird Küstenschutz immer wichtiger. Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner besuchte nun die derzeit größte Deichbaustelle an der Westküste.

Brunsbüttel. Deutschland hat nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an den Küsten einen hohen Schutzstandard erreicht. "Wir haben enorme Anstrengungen unternommen zur Sicherung unserer Städte und Gemeinden an Nord- und Ostsee", sagte sie am Montag in Brunsbüttel. Die CSU-Politikerin besuchte gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) die derzeit größte Deichbaustelle an der Westküste Schleswig-Holsteins.

An der Unterelbe wird dort für 21 Millionen Euro der Landesschutzdeich auf einer Länge von drei Kilometern modernisiert."Es ist gut eingesetztes Geld", sagte Aigner am Ende der Besichtigung."Der Küstenschutz ist vorsorgende Katastrophenabwehr und damit eine Daueraufgabe." Die Bedrohung durch das Meer nehme nicht ab, sondern weiter zu, erklärte Aigner: Als Folge des globalen Klimawandels sei mit einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels und einer Häufung von Stürmen zu rechnen.

"41 Millionen Euro sind für Investitionen"

Die derzeitige Küstenschutzplanung berücksichtige einen Meeresspiegelanstieg von bis zu 50 Zentimeter. "Deshalb müssen Bund und Länder den Schutz der Küsten weiter vorantreiben", erklärte die Bundesministerin. Landesministerin Rumpf betonte, dass Schleswig-Holstein auch in finanziell schwierigen Zeiten einen "deutlichen Schwerpunkt" beim Küstenschutz setze. "In diesem Jahr investieren wir in den Küstenschutz insgesamt rund 59 Millionen Euro", sagte sie. Von den Landesmitteln würden 18 Millionen Euro in den Unterhalt der Küstenschutzanlagen fließen. "41 Millionen Euro sind für Investitionen", erläuterte sie.

Intensiver Küstenschutz ist die Voraussetzung für den Erhalt und die Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes in den Niederungsgebieten an Nord und Ostsee. Knapp ein Viertel Schleswig-Holsteins könne bei extremem Hochwasser überflutet werden.Dabei gilt die Nordseeküste wegen der vorherrschenden Westwinde und der geringen Wassertiefe des Wattenmeeres als besonders gefährdet: Rund 3400 Quadratkilometer Marschgebiete liegen weniger als fünf Meter über dem Meeresspiegel und könnten ohne den Schutz der Deiche überflutet werden. Die Überflutungsräume sind nahezu identisch mit den Gebieten mit den höchsten Einwohnerzahlen und Sachwerten.

     
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne