Gemeinsames Schulprojekt der fünf Küstenländer: Wirtschaft im Hafen

Am „Tag der Logistik“ kann man einmal im Jahr einen Blick hinter die Kulissen von Seegüterumschlag und Transport werfen. Auch 2012 beteiligt sich bremenports an der bundesweiten Aktion. Am Donnerstag, 19. April, bietet die Hafengesellschaft drei Veranstaltungen an. Beim „Klassiker“, einer Terminal-Tour im Überseehafen Bremerhaven, können sich die Teilnehmer vor Ort einen Eindruck vom pulsierenden Container- und Autoumschlag machen. Um 10.00 Uhr startet der Hafenbus unter fachkundiger Führung zu einer zweistündigen Fahrt (in Zusammenarbeit mit der BLG Logistics Group). Am gleichen Tag geht es um 14.00 Uhr mit dem Hafenbus zu den Ausgleichsflächen auf der Luneplate. Dort lässt bremenports die Eingriffe in die Natur kompensieren, die mit dem Bau von Hafenanlagen wie Container-Terminal 4 verbunden waren. Zahllose Gänse, Enten und Watvögel nutzen das Gebiet zur Rast. Auch diese Tour wird fachkundig begleitet. Die dritte Veranstaltung findet – ebenfalls am Donnerstag – um 10.00 Uhr in Bremen statt: eine Führung über die Oslebshauser Schleuse vor dem Industriehafen, bei der man eine Schleusung miterleben kann. Ein bremenports-Mitarbeiter gibt die notwendigen Erläuterungen.

Gemeinsames Schulprojekt der fünf Küstenländer: Wirtschaft im Hafen

In den Köpfen vieler Menschen umfasst der Begriff Globalisierung kaum das wahre Ausmaß der heutigen Weltwirtschaft mit ihrer ständig fortschreitenden internationalen Arbeitsteilung. Gerade Deutschland als eines der exportstärksten Länder der Welt und mit der Kaufkraft von über 80 Millionen Konsumenten auch einer der größten Kunden auf dem Weltmarkt profitiert ganz erheblich von der Globalsierung. Die Transport- und Logistikbranche hat sich hierzulande inzwischen mit fast drei Millionen Beschäftigten zu einer neuen Schlüsselindustrie entwickelt. “Der Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Schulen hat methodisches Verbesserungspotenzial“, betont denn auch Professor Hans Kaminski, Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Universität Oldenburg und verweist auf die besonderen Leistungen des Instituts für den Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Schulen. Im neuen Arbeitsheft “Wirtschaft im Hafen” für 8. und 9. Klassen werden Schülerinnen und Schülern die Welt der Wirtschaft und das Thema Globalisierung anschaulich anhand der für Norddeutschland so wichtigen Branche Hafenwirtschaft und Logistik nahe gebracht. Jugendliche an allen allgemeinbildenden Schulen sollen mit engem Bezug auf ihre Region die eng vernetzte Weltwirtschaft verstehen und dabei auch die vielfältigen Ausbildungs-, Studien- und Beschäftigungsmöglichkeiten in dieser Branche kennenlernen. Das neue Schülerarbeitsheft “Wirtschaft im Hafen” ist bereits in der dritten Auflage erschienen. Es umfasst im Gegensatz zu vorherigen Auflagen mit dem Schwerpunkt Nordwestregion erstmals ganz Norddeutschland. Um die inhaltliche Ausweitung zu realisieren, haben sich dem Projekt neben den Initiatoren aus Bremen (BLG Logistics Group, bremenports, Landesinstitut für Schule) und Niedersachsen auch Verbände aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Verband Deutscher Reeder (VDR) angeschlossen. So wird das Projekt jetzt von allen fünf Küstenländern und dem VDR getragen. Das ist bislang einzigartig. Das 2007 angelaufene Projekt hat sich sehr erfolgreich etabliert. Schon über 400 Schulklassen haben sich inzwischen im Unterricht eingehend mit der Thematik befasst. Die anschauliche Darstellung des Themas beginnt mit der 15jährigen Lisa, die erstaunt ist, dass auf dem Karton mit den neuen Turnschuhen ihres Freundes Kerim “Made in China” steht. Nach und nach erläutert das Schülerarbeitsheft dann die Welt der Globalisierung, die zentrale Rolle der Seehäfen und der Logistik als Steuerungsinstrument der weltweiten Waren- und Materialflüsse.  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne