Hans Jaich ist nicht nur passionierter Segler, auch der wirtschaftliche Erfolg der Familie ist stark mit dem Wassersport verbunden.

Segler sollen seltene Schweinswale suchen

Die Segler Silja Schröder und Jan Singer auf dem Segelboot © DMM Fotograf: Johann Subklew / DMM Detailansicht des Bildes Segeln für den Tierschutz: Silja Schröder und Jan Singer (beide 38) wollen auf einer Rundtour an der Ostsee-Küste auf die Bedrohung für Schweinswale aufmerksam machen. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat Ostsee-Segler am Dienstag dazu aufgerufen, Sichtungen von Schweinswalen zu melden. Experten erhoffen sich durch die Unterstützung der Seefahrer mehr Daten über die Anzahl der Tiere in der Ostsee. Seit 40 Jahren nimmt die Zahl der Schweinswale nach Einschätzung der Wissenschaftler im Meer östlich von Rügen ab. Den Bestand dort schätzen sie auf nur noch wenige Hundert Exemplare.

Forscher fragen Sportler um Hilfe

Mit der Aktion "Wassersportler sichten Schweinswale" startet das Meeresmuseum zum zweiten Mal ein Sichtungsprojekt. Am Dienstag begrüßten die Meereswissenschaftler ein Segler-Paar. Silja Schröder und Jan Singer wollen mit einer Ostsee-Rundtour für den Schutz der Tiere werben. Von den Daten der Segler erhoffen sich die Forscher neben ihren eigenen Untersuchungen mit akustischen Messinstrumenten zusätzliche Informationen über die Populationsdichte der Tiere sowie mögliche Geburts- und Aufzuchtgebiete in der Ostsee.
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Die Segler Silja Schröder und Jan Singer mit dem Maskottchen des Deutschen Meeresmuseum © DMM Fotograf: Johann Subklew / DMM
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Segeln für den Ostsee-Schweinswal

Zwei Segler durchqueren seit Anfnag April die Ostsee um auf das Projekt "Wassersportler sichten Schweinswale" des Deutschen Meeresmuseums aufmerksam zu machen. Bildergalerie starten

Zahl der Sichtungen nimmt deutlich ab

Im vergangenen Jahr hatten Wassersportler vor der deutschen und dänischen Ostseeküste rund 770 Mal Schweinswale gesehen und gemeldet - rund 230 Sichtungen weniger als im Vorjahr. Der Rückgang sei vor allem auf das schlechte Sommerwetter zurückzuführen, bei dem weniger Segler unterwegs gewesen seien, sagte der Schweinswalexperte Jens Koblitz vom Deutschen Meeresmuseum.

Forscher hoffen auf SAMBAH

Ein Schweinswal schwimmt dem Sonnenuntergang entgegen. © NDR Fotograf: Christian Pauer aus Rostock Detailansicht des Bildes Wer Schweinswal-Sichtungen in der Ostsee meldet, kann helfen, die Tiere in Zukunft besser zu schützen. "Sichtungsmeldungen östlich von Rügen sind für uns besonders wertvoll, denn wir wissen, dass es auch dort Schweinswale gibt. Aber die Datenlage ist momentan einfach noch zu dünn", so Koblitz weiter. Wissenschaftler setzen vor allem auf das EU-Projekt SAMBAH (Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour porpoise), an dem alle europäischen Ostseeanrainer mitwirken. 300 in der Ostsee ausgebrachte PODs (Porpoise Detectors) registrieren noch bis Ende 2012 flächendeckend die Klicklaute von Schweinswalen. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse wollen Wissenschaftler konkrete Schutzmaßnahmen für den Ostseeschweinswal vorschlagen.
Ein Schweinswal in der Nordsee vor Sylt. Auch diese Spezies gehört zu den aussterbenden Arten.  Fotograf: Wolfgang Runge dpa/lmv/lno

Schweinswale in der Ostsee sterben langsam aus

Die Zahl der Schweinswale in der Ostsee sinkt stetig. Ursachen für den Rückgang seien der Beifang, aber auch die Meeresverschmutzung und der zunehmende Schiffsverkehr. mehr
Das ist seine Welt: Hans Jaich ist nicht nur passionierter Segler, auch der wirtschaftliche Erfolg der Familie ist stark mit dem Wassersport verbunden.
Foto: Dewanger Norddeutsche Rundschau
Visionäre für Urlaub auf dem Wasser
Familienunternehmen betreibt Yachthäfen zwischen Flensburg, Rügen und Bremerhaven – und auch schwimmende Ferienhäuser
Arnis
Hans Jaich sieht aus dem Fenster. Der Himmel ist bedeckt an diesem Morgen. Sein Blick ruht auf dem Bootssteg in Arnis. Von seinem Elternhaus hat man eine gute Sicht auf die Schlei. Die ersten Yachten und Boote liegen bereits im Wasser. Schaukeln sanft auf und ab. „Hier hat alles angefangen“, sagt Hans Jaich. Dass es hier für ihn persönlich auch weitergehen sollte, das war für ihn allerdings nicht immer so klar, wie heute. Arnis, das ist die Heimat seiner Familie. In Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands, hat sie ihren wirtschaftlichen Erfolg begründet und von dort aus ihre Unternehmen aufgebaut. Die Ostseedienst GmbH gehört dazu, ein Wasserbauunternehmen, das sein Cousin leitet. Und die Firmengruppe „Im Jaich – Wasserwelten“ gehört dazu. Sie hat in den vergangenen Jahren stark expandiert, betreibt inzwischen nicht nur neun Yachthäfen in Norddeutschland, sondern auch Hotels, Ferienwohnungen, Gastronomie, eine Segelschule. Neben Standorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehört auch die Marina an den Havenwelten in Bremerhaven dazu. Die Unternehmensteile in Westdeutschland leitet Hans Jaich, die Unternehmensteile in Ostdeutschland sein Bruder Till. Die Firmengruppe „Im Jaich – Wasserwelten“ beschäftigt insgesamt rund 70 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt zwischen fünf und sechs Millionen Euro im Jahr.
Vom Kapitän, zum Unternehmer
Das Fundament für all das hatte der inzwischen verstorbene Vater Ingo bereits Ende der 60er Jahre geschaffen. Der gebürtige Arnisser hatte mit 14 Jahren die Schule geschmissen und war zur See gefahren. Mit 21 hatte er sein Kapitänspatent – aber auch genug von der großen weiten Welt – und wurde Fährmann in seiner Heimatgemeinde. Nebenbei kaufte und verkaufte er Schiffe, schaffte erste Maschinen für sein Wasserbauunternehmen an. Die Dinge nahmen ihren Lauf. „Mein Vater war Unternehmer durch und durch“, sagt Jaich, „er wollte was schaffen“. Und der Sohn? Der studierte in Hamburg und Schweden, wurde Diplom-Sozialökonom. Dann setzte er noch einen Master in Europawissenschaften drauf, mit längeren Aufenthalten in Liverpool und Wien. „Ich bin überzeugter Europäer, wollte einen kleinen Beitrag leisten, dass Europa noch stärker zusammenwächst“, sagt Jaich. Doch während eines Praktikums bei der Uno kommt die Ernüchterung. „Für mich war das nicht der richtige Ort.“ Das Gefühl, schnell etwas bewegen zu können, hat er dort nicht. Ganz anders, als zuhause. Zudem, so Jaich, habe er von seinem Vater gelernt, dass es beim Unternehmersein nicht darum gehe, „krampfhaft zu versuchen, aus Geld noch mehr Geld zu machen“. Klar müsse man die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten, aber es gehe eben auch darum, eigene Visionen umzusetzen. Das haben die Jaichs in den vergangenen Jahren unter anderem in Bremerhaven gemacht. Nachdem Werften und Fischereiwirtschaft dort keine große Zukunft mehr hatten, setzte die Stadt zunehmend auf Touristen, baute die touristische Struktur aus. Heute besitzt und betreibt die Familie dort nicht nur den Yachthafen, sondern auch eine Mietwohnanlage. Ein Hotel wird gerade gebaut. Und das ist noch nicht alles: In Lauterbach auf Rügen schuf Till Jaich eine „Wasserferienwelt“, zu der unter anderem schwimmende Ferienhäuser und Suiten auf Pfahlbauten gehören.
Neues Hotel in Bremerhaven im Bau
„Es erhöht die Lebensqualität, ein Stück weit selbstbestimmt Projekte umsetzen zu dürfen“, sagt Jaich. Auch wenn das natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden sei. Andererseits: „Eine Absicherung jeglichen Risikos gibt es ohnehin nicht. Nichts ist von Dauer. Nur eines ist sicher, der konstante Wandel.“ Auch wenn das an diesem Morgen beim Blick auf den Bootssteg in Arnis an der Schlei gar nicht so scheinen mag. Tanja Nissen
 
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne