Lüneburger Hansetag ohne Schiffe

Lüneburger Hansetag ohne Schiffe                                                                                 Resultat Privatisierungswahn FDP    BMVBS Anm.HP Btr.

von Karsten Schulz, NDR 1
Lüneburg © picture alliance / Klaus Rose Fotograf: Klaus Rose Detailansicht des Bildes Lüneburg verdankte seinen Reichtum einst dem Salz-Handel. Historische Handelsschiffe werden auf dem Hansetag wohl fehlen. (Archivbild) Signal auf Rot an der Ilmenau-Schleuse Wittorf im Landkreis Lüneburg: Das Bauwerk ist in die Jahre gekommen und hat den Betrieb in der Saison, die am 1. April begonnen hat, gar nicht erst aufgenommen. In einer schifffahrtspolizeilichen Anordnung des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts Lauenburg liest sich das so: "Aufgrund von Bauwerkssicherungen wird die Schleuse Wittorf voraussichtlich bis Ende 2012 für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt." Eine Sperrung mit besonderer Tragweite: Denn Ende Juni ist Lüneburg Gastgeber des Hansetags. Vertreter von Hunderten Hansestädten aus Deutschland und Europa haben sich angekündigt und wollen ein tolles Fest feiern. Fehlen werden dann aber wohl die historischen Handelsschiffe.

Reparatur der maroden Schleuse zu kostspielig

Nach Worten von Behörden-Sprecherin Bettina Kalytta könnten beim Schleusen-Betrieb gepflasterte Wege unterspült werden. Pflastersteine drohten dann abzurutschen und könnten auf Schiffe und Menschen fallen. Außerdem seien Holzspundwände an der Schleuse marode. Eine schnelle Reparatur steht aus finanziellen Gründen nicht in Aussicht. Es wäre eine Investition im Millionenbereich nötig. Gedankenspiele für eine Ausnahmeregelung und Öffnung der Schleuse während des Hansetags hat das Wasser- und Schifffahrtsamt wieder verworfen. Dort warten sie jetzt auf Ergebnisse einer Machbarkeits-Studie zur Zukunft des Wasserwegs Ilmenau. Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. Der Hansetag aber wird dann ohne eine seiner Haupt-Attraktionen - die historischen Schiffe - stattfinden müssen.    

Es fehlt an Geld und Planungskapazität

Schiffshebewerk Scharnebeck wird nicht ausgebaut

Mittwoch, 28. März 2012
Am Schiffshebewerk werden 38 Höhenmeter überwunden. Foto: Arndt
Am Schiffshebewerk werden 38 Höhenmeter überwunden. Foto: Arnd
tAnm.V.HP.: Aber die WSV WSA WSD sollen alle abgebaut werden, damit der Bund noch weniger Planungskapazitäten hat, es gibt keine privaten Firmen, die diese Lücke schliessen können. Das ist die bittere Wahrheit von verfehlter Politik suedeutscher Verkehrsminister, die im Norden nur mit massivem Druck investieren und die Gelder im Sueden halten. Dies ist Politik und zwar CSU Politik.Bitter für den Norden Deutschlands.
Zugebenermassen ist aber die meistbefahrene Wasserstrasse der Welt mit 100 Mio. to wichtiger.NOK.
Das Schiffshebewerk in Scharnebeck bei Lüneburg soll in absehbarer Zeit nicht ausgebaut werden. Für das auf rund 240 Millionen Euro geschätzte Projekt fehlten derzeit Geld und Planungskapazitäten, hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in einem Brief an Ministerpräsident David McAllister (CDU) geschrieben.
Die Staatskanzlei in Hannover und das Bundesverkehrsministerium bestätigten einen entsprechenden Bericht der Lüneburger "Landeszeitung". Danach seien die laufenden Renovierungsarbeiten ausreichend, "die prognostizierten Verkehre in den nächsten Jahrzehnten aufzunehmen". Nach Abschluss der im Frühjahr 2014 beginnenden Arbeiten am defekten Westtrog seien damit für die nächsten 30 Jahre die Voraussetzungen geschaffen, den Überseehafen Hamburg mit den niedersächsischen Industriegebieten zuverlässig und mit ausreichender Kapazität zu verbinden. Der Westtrog ist einer von zwei Hebetrögen, doch wird der andere derzeit generalüberholt und steht deshalb nicht als Reserve zur Verfügung. 2011 war es deshalb mehrfach zu Vollsperrungen der Anlage gekommen. Am Schiffshebewerk wurden im vergangenen Jahr trotz der Arbeiten mehr als acht Millionen Tonnen Güter gezählt. Vor allem die Containerschifffahrt hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Mit dem 1974 errichteten Bau überwinden Schiffe einen Höhenunterschied von 38 Metern. Insgesamt muss der 1976 eröffnete Elbe-Seitenkanal 61 Meter Höhenunterschied zwischen Elbe und Mittellandkanal ausgleichen.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne