Die Hamburger Sietas Werft hat mit dem Bau eines Offshore-Windanlagen-Erichtershiffes begonnen. Auftraggeber ist das niederländische Wasserbauunternehmen Van Oord

Baustart bei Sietas in Neuenfelde

05.04.2012
Die ersten Sektionen des neuen Spezialschiffes entstehen
Die Hamburger Sietas Werft hat mit dem Bau eines Offshore-Windanlagen-Erichtershiffes begonnen. Auftraggeber ist das niederländische Wasserbauunternehmen Van Oord, Rotterdam, das noch eine Option auf ein zweites und baugleiches Schiff hält.
Der Neubau vom Typ 187 ist 139 m lang, 38 m breit und hat einen Tiefgang von 5,70 m. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 12 kn. Ausgerüstet wird das Spezialschiff unter anderem mit einem Spezialkran, der bei einer Auslage von 30 m bis zu 900 t Last heben und bis zu einer Höhe von ca. 120 m über der Wasseroberfläche arbeiten kann. Das maximale Ladevolumen des Neubaus beträgt 6500 t. An Bord des Errichterschiffes finden bis zu 74 Personen Platz. Die Fertigstellung des speziell für tiefe Gewässer entwickelten Neubaus, der Arbeiten in bis zu 45 m Wassertiefe ermöglicht, ist für das Frühjahr 2013 geplant. Die Sietas Werft und der Auftraggeber werden über die gesamte Bauphase hinweg eng zusammen arbeiten. Aus diesem Grund soll durchgehend ein Team von Projektleitern, Ingenieuren und Elektrikern von Van Oord auf der Werft vor Ort sein. „Wir freuen uns, mit dem Bau dieses Schiffes zu beginnen, das für uns das erste einer neuen Generation ist“, sagte Peter de Ridder, Vorstandsmitglied von Van Oord.
 

Angebote bis Mai konkretisieren und bestätigen

Interessenten für Sietas

Montag, 02. April 2012 Der Verkauf der insolventen Sietas Werft rückt näher. Es gebe mehrere Interessenten, mit denen er nun in vertiefte Verhandlungen eintreten werde, sagte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann am Freitag in Hamburg. Teilweise richte sich das Interesse auf die gesamte Gruppe, teilweise auf einzelne Unternehmen. Zu Sietas gehören auch die Norderwerft und die Neuenfelder Maschinenfabrik, die von der Insolvenz nicht betroffen sind. Bei den Interessenten handele es sich um Investoren der Schiffbaubranche aus Deutschland, Europa und Übersee. Er hoffe, die Verhandlungen in etwa sechs Wochen zu Ende zu führen und dann einen zügigen Verkaufsprozess einleiten zu können. Sietas hatte Mitte November Insolvenz angemeldet. Brinkmann hatte daraufhin gemeinsam mit der Geschäftsführung und Vertretern der Arbeitnehmer eine Sanierung auf den Weg gebracht, die unter anderem den Abbau von 350 Arbeitsplätzen vorsah. Sietas soll sich auf den Bau von Spezialschiffen für die Offshore-Windenergie spezialisieren. Die Werft hat als erstes deutsches Schiffbauunternehmen bereits mit dem Bau eines Errichterschiffes für das niederländische Wasserbau-Unternehmen Van Oord begonnen. Das innovative Spezialschiff, das die Werft in einem Jahr entwickelt hat, ist 139 Meter lang und 38 Meter breit. Es kann 900 Tonnen Last heben und bis zu einer Höhe von 120 Metern über Wasser arbeiten. Die Auslieferung ist im Frühjahr 2013 geplant. will der niederländische Konzern Van Oord ein Spezialschiff zum Bau von Offshore-Windanlagen bestellen

Großauftrag für insolvente Sietas-Werft

Berthold Brinkmann, der Insolvenzverwalter der Sietas-Werft, Peter Bunschoten, der Flottenchef des Unternehmens Van Oord, Frank Horch (parteilos), Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und Rüdiger Fuchs, der Bevollmächtigte des Insolvenzverwalters, stehen in Hamburg hinter dem Modell eines Offshore-Windkraft-Transport- und Installationsschiffes (v.l.). © dpa Fotograf: Daniel Bockwoldt Detailansicht des Bildes Präsentation des geplanten Spezialschiffes bei der Sietas-Werft. Hamburg. Die insolvente Sietas-Werft wird als erste in Deutschland ein Installationsschiff für Offshore-Windanlagen bauen. Der Auftrag kommt - wie berichtet - von der niederländischen Van-Oord-Gruppe. Sie hat sich zu dem mehr als 100 Millionen Euro teuren Neubau eine Option für ein weiteres Schiff gesichert. Für Sietas bedeute der Auftrag neben dem Bau eines Schwimmbaggers und einer Fähre eine Auslastung bis zum Jahresende. +++ Sietas-Werft streicht jede dritte Stelle +++ Der 2010 erteilte Auftrag von Van Oord konnte im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht abgewickelt werden. Jetzt sei der Preis etwas höher als zuvor, hieß es. "Der Auftrag bildet eine Brücke in eine neue Zukunft", sagte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann. Van Oord übernimmt die Finanzierung des Auftrags bis März 2013. Sietas wird bei einer früheren Ablieferung einen Bonus erhalten, sagte Peter Bunschoten, der Flotten-Direktor von Van Oord. Bei einer späteren Ablieferung sinke der Preis aber nicht. Mit dem Neubau sei ein "großer Sprung in Richtung Zukunft" gelungen, so Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Die Belegschaft kann nun etwas länger beschäftigt werden als geplant. 350 Stellen fallen weg, sodass die Sietas-Gruppe zur Jahresmitte 600 Mitarbeiter hat. (rz)   Hoffnungsschimmer für die die insolvente Hamburger Sietas-Werft: Der Auftrag des niederländischen Wasserbau-Unternehmens Van Oord aus dem Jahr 2010 sei erneuert worden, teilte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann am Donnerstag in Hamburg-Neuenfelde mit. Dabei geht es um ein Transport- und Installationsschiff für Offshore-Windenergieanlagen. Die Auslieferung des Spezialschiffs sei für das Frühjahr 2013 geplant. Brinkmann: "Dieser Auftrag bildet die Brücke in eine neue Zukunft der Sietas-Werft."

Verbliebene Jobs bis Ende des Jahres sicher

Van Oord habe außerdem eine Option auf ein zweites Schiff desselben Typs platziert. Damit ist die Beschäftigung der Werft zunächst bis Ende des Jahres gesichert. Das Schiff werde 139 Meter lang und 38 Meter breit sein und mit einem Spezialkran ausgestattet, der bis zu einer Höhe von 120 Metern über Wasser arbeiten kann. Es hält auch bei schwerer See seine stabile Position und bietet Unterkunft für 74 Mann Besatzung.

Gelingt mit Spezialschiff der Durchbruch?

Das geplante Schiff könnte der Durchbruch für die Werft werden, denn bisher hat noch kein deutscher Schiffbaubetrieb ein derartiges Spezialschiff abgeliefert. "Wir haben ein Jahr lang hart dafür gearbeitet, als erste deutsche Werft dieses Schiff zu entwickeln", sagte Rüdiger Fuchs, der Bevollmächtigte des Insolvenzverwalters und operative Chef von Sietas.

Maritimer Koordinator: Sietas-Werft von nationaler Bedeutung

Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sagte, der Senat sei nach wie vor von der Zukunftsfähigkeit der Sietas-Werft überzeugt. Hoffnung machte der Werft bereits am Mittwoch auch der Maritime Koordinator der Bundesregierung. "Es geht nicht nur darum, dass Sietas die traditionsreichste und älteste Werft Deutschlands ist. Auch ist Sietas eine Werft von nationaler Bedeutung", sagte Hans-Joachim Otto. Dem Unternehmen sei es gelungen, im Zukunftsmarkt Offshore den ersten Auftrag zu landen. "Und es ist uns wahnsinnig wichtig, dass Deutschland in diesen Zukunftsmarkt hineinkommt", sagte Otto. Der Bund unterstütze die insolvente Werft: "Wir sind mit Bürgschaften dabei, die im Moment verhandelt werden."

Im November Insolvenz beantragt

Im Januar war bekannt geworden, dass die insolvente Werft bis Mai insgesamt 250 von knapp 700 Arbeitsplätzen im Neubaubereich streichen wird. Bei der nicht insolventen Tochtergesellschaft Neuenfelder Maschinenfabrik (NMF), die Schiffskräne herstellt, soll die Belegschaft um 100 auf 127 Mitarbeiter zurückgehen. Damit werde die NMF auf den Stand von 2007 zurückgeführt. Die Hamburger Traditionswerft musste im November des vergangenen Jahres Insolvenz beantragen. Die 1635 gegründete Werft war schon vor Jahren in Schwierigkeiten gekommen. Hamburg hatte der Werft im Jahr 2009 mit einer Bürgschaft von 34 Millionen Euro unter die Arme gegriffen. Im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms wurde knapp ein Drittel der Stellen abgebaut. Die Sietas-Werft hatte früher kleinere Containerschiffe gebaut, zuletzt konzentrierte sie sich auf Spezialbauten wie Schwergutschiffe, Saugbagger, Fähren und Spezialschiffe für die Offshore-Windindustrie. Insolvente Sietas-Werft steht vor Großauftrag Im November hatte die Sietas-Werft Insolvenz angemeldet. Der insolvente Sietas Werft in Neuenfelde steht offenbar kurz vor dem Abschluss eines neuen Großauftrags. Wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete, will der niederländische Konzern Van Oord ein bestellen. Der Auftrag könnte die verbliebenen rund 450 Arbeitsplätze auf der Werft bis Anfang 2013 sichern. Gerungen wird aber noch um den Preis für das neue Spezialschiff. Den Informationen zufolge hatte Van Oord den Auftrag schon vor zwei Jahren erteilt, mit der Sietas-Insolvenz platze der Vertrag aber. Nun wird neu verhandelt. Einzelheiten zu dem Großauftrag und zur bevorstehenden Eröffnung des Insolvenzverfahrens will Sietas am Donnerstag auf einer Pressekonferenz erläutern. Hunderte Jobs werden gestrichen Im Januar war bekannt geworden, dass die insolvente Werft bis Mai insgesamt 250 von knapp 700 Arbeitsplätzen im Neubaubereich streichen wird. Damit passe Sietas die Kapazität an die Auftragslage an, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann. Bei der nicht insolventen Tochtergesellschaft Neuenfelder Maschinenfabrik (NMF), die Schiffskräne herstellt, soll die Belegschaft um 100 auf 127 Mitarbeiter zurückgehen. Damit werde die NMF auf den Stand von 2007 zurückgeführt. Die betroffenen Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft übernommen werden. Gleichzeitig gehen die Verhandlungen um einen Sozialplan bei Sietas weiter. Im November Insolvenz beantragt Die Hamburger Traditionswerft musste im November des vergangenen Jahres Insolvenz beantragen. Geschäftsführer Rüdiger Fuchs erklärte, das Unternehmen sei mit der reduzierten Zahl an Arbeitern nun bis Mai ausgelastet. Spätestens dann brauche Sietas neue Aufträge oder einen neuen Investor. Die 1635 gegründete Werft war schon vor Jahren in Schwierigkeiten gekommen. Hamburg hatte der Werft im Jahr 2009 mit einer Bürgschaft von 34 Millionen Euro unter die Arme gegriffen. Im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms wurde knapp ein Drittel der Stellen abgebaut. Die Sietas- Werft hatte früher kleinere Containerschiffe gebaut, zuletzt konzentrierte sie sich auf Spezialbauten wie Schwergutschiffe, Saugbagger, Fähren und Spezialschiffe für die Offshore-Windindustrie.   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne