Die Elbe soll tiefer werden, noch größeren Schiffen Platz bieten – nun können die Baggerarbeiten bald beginnen.

Erlaubnis für Elbvertiefung

  http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1612066/Anrainer-Laender-stimmen-Elbvertiefung-zu#/beitrag/video/1612066/Anrainer-Laender-stimmen-Elbvertiefung-zu

Fahrrinnenanpassung: Weitere Hürde genommen

Weitere Hürde genommen Mit dem heutigen Beschluss des niedersächsischen Kabinetts liegen nunmehr die Zustimmungen aller drei Länder zur Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe vor. Die Planfeststellungsbehörden erwarten in den nächsten Tagen die schriftliche Einvernehmenserklärung aus Niedersachsen. Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Es war richtig, sich die Zeit für einen fairen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen zu nehmen. Die heutige Entscheidung des niedersächsischen Kabinetts zeigt nicht nur, dass eine Fahrrinnenanpassung eine ganze Reihe von Vorteilen für Niederachsen mit sich bringt, sondern sie zeigt auch, dass im Hinblick auf befürchtete Nachteile ein guter Kompromiss gefunden wurde. Mit diesem guten Ergebnis kann jetzt das behördliche Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden.” Die Planfeststellungsbehörden der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und der Freien und Hansestadt Hamburg werden nun die Ergebnisse aus den Einvernehmensgesprächen in den bisher nur im Entwurf vorliegenden Planfeststellungsbeschluss einarbeiten und danach den endgültigen Planfeststellungsbeschluss ausfertigen. Das weitere Verfahren sieht vor, dass der Planfeststellungsbeschluss zusammen mit den planfestgestellten Unterlagen nach einer entsprechenden öffentlichen Ankündigung dann in den betroffenen Gemeinden zu jedermanns Einsicht ausgelegt wird. Nach Ablauf der Auslegung kann der Planfeststellungsbeschluss innerhalb der Rechtsbehelfsfrist gerichtlich angefochten werden. Für eventuelle Klagen ist wegen der Bedeutung des Fahrrinnenausbaus unmittelbar in erster und letzter Instanz das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zuständig.

Anmerk. Verf.HP: Verrückt ohne stichhaltige Grundlagen, Vertiefung muss für Hamburg kommen.

Umweltschützer wollen gegen Projekt vorgehen

Elbvertiefung: Senator Horch glaubt nicht an Erfolg von Klagen

Mittwoch, 04. April 2012

Niedersachsen hatte am Dienstag den Weg für die umstrittene Elbvertiefung frei gemacht. Foto: HHM/Lindner
Niedersachsen hatte am Dienstag den Weg für die umstrittene Elbvertiefung frei gemacht. Foto: HHM/Lindner
Im Streit um die Elbvertiefung glaubt Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch nicht, dass Klagen von Umweltverbände erfolgreich sein werden. Horch sagte im Hamburg Journal des NDR Fernsehen, er sei da ganz ruhig. Hamburg habe sehr viel getan, es gebe die Zustimmung des Bundes und der EU gerade zu Umweltmaßnahmen, das Einvernehmen mit den Ländern. "Da eigentlich keine Frage mehr offen geblieben ist, glaube ich auch, dass die Klagen nicht mehr in der Form erfolgreich sein werden", sagte der Wirtschaftssenator. Niedersachsen hatte am Dienstag den Weg für die umstrittene Elbvertiefung frei gemacht und dem von Umweltverbänden kritisierten Projekt zugestimmt. Der von Hamburg angestrebte Baubeginn in diesem Jahr könnte sich allerdings durch Klagen von Umweltschützern verzögern. Die Vertiefung der Elbe soll dazu beitragen, dass auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den größten deutschen Seehafen anlaufen können.

Naturschützer laufen Sturm Enormer Widerstand gegen Ausbaggern der Elbe

Mittwoch, 04.04.2012, 11:54
dpa Die Tieferlegung der Elbe ist beschlossene Sache. Umweltverbände haben Proteste angekündigt.
Der Plan, die Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven zu vertiefen, empört Umweltschützer und Bauern. Der Eingriff hat weitreichende Folgen für Umwelt und Natur. Sie kündigen Proteste und Klagen gegen die Elbvertiefung an.
Die umstrittene Elbvertiefung hat eine wichtige Hürde genommen. Die niedersächsische Regierung beschloss, das Projekt Hamburgs und des Bundes zu unterstützen. Zuvor war eine vertragliche Einigung über Ausgleichszahlungen und Schutzauflagen für die Obstbauern im Alten Land erzielt worden. Die Landwirte hatten eine Ausweitung der Brackwasserzone flussaufwärts und damit Auswirkungen auf ihre Bewässerungssysteme befürchtet. Mitte März hatte bereits Schleswig-Holstein seine Zustimmung erklärt.Die Elbe soll auf rund 130 Kilometern zwischen Cuxhaven und Hamburg so ausgebaggert werden, dass Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,50 Meter den Hafen der Hansestadt anlaufen können. Es wäre mittlerweile die sechste Fahrrinnenanpassung des Stroms. Die Kosten für die neuen Baumaßnahmen werden auf mindestens 400 Millionen Euro geschätzt, Kritiker gehen von einem deutlich höheren Betrag aus.

Proteste angekündigt

Der Ausbau der Fahrrinne sorgt nicht nur in der Bevölkerung für Unmut. Umweltschützer befürchten massive Einwirkungen auf Tiere und Pflanzen in der Flusslandschaft. Mehrere Verbände und Anwohner haben Klagen gegen die erneute Vertiefung angekündigt. Gerd Huber, Bürgermeister der Gemeinde Jork, zeigte sich in der Onlineausgabe des „Hamburger Abendblatt“ ernüchtert: „Wir sind geschockt, enttäuscht, frustriert.“ Er habe das Gefühl, dass sehr schnell über die Interessen der Gemeinde hinweg entschieden wurde. Auch Hans Jarck, Verwaltungschef der benachbarten Samtgemeinde Lühe, äußerte seinen Unmut: „Glücklich ist hier niemand über die Entscheidung.“ Anmerk. Verf.HP.: Ausser den Leuten die darauf angewiesen sind und im Hamburger Hafen Ihren Arbeitsplatz haben. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch schreibt, gibt es massiven Widerstand beim Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND. Das Blatt schreibt über vermutlich anstehende Klagen gegen das Projekt vor dem Bundesverwaltungsgericht. Mit einem Eilantrag solle der baldige Baubeginn verhindert werden. „Es gibt genügend Hinweise, dass hier auf unverantwortlich Weise in die Natur eingegriffen wird“, sagte der Sprecher des BUND Hamburg, Paul Schmid, der „Süddeutschen“. Weiterer Vorwurf: Die Bedenken der Bürger seien nicht hinreichend berücksichtigt worden. Auch der Vorsitzende des Naturschutzbundes NABU in Hamburg, Alexander Porschke, sieht das Vorhaben als „nicht genehmungsfähig“ an.

Vertiefung für Riesen-Containerschiffe

Eigentlich hätten die Bagger bereits Ende vergangenen Jahres mit der Arbeit beginnen sollen. Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA hatte vergangene Woche die Verzögerungen bei der Elbvertiefungen kritisiert und diese als einen Grund für seine vorsichtige Geschäftsprognose genannt.
Wegen des größeren Tiefgangs der riesigen Containerschiffe, die die Reedereien auf der wichtigen Route zwischen Asien und Europa einsetzen, werden nach HHLA-Angaben die Zeitfenster immer kürzer, in denen die Schiffe während der Flut die Elbe hinauf in den Hafen fahren können. Damit müssten die Schiffe mit Stellplätzen von teilweise über 10 000 Standardcontainern schneller be- und entladen werden, wodurch die Kosten stiegen.
... Naturschützer laufen Sturm: Enormer Widerstand gegen Ausbaggern der Elbe - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/niedersachsens-grossprojekt-enormer-widerstand-gegen-tieferlegung-der-elbe_aid_732687.html

Niedersachsen erteilt die Lizenz zum Baggern

Kiel, den 3. April 2012 – Der heutige positive niedersächsische Kabinettsbeschluss ist ein entscheidender Meilenstein für die Realisierung der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe. Das Einvernehmen Niedersachsens ist Voraussetzung dafür, dass die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss für den Fahrrinnenausbau von Unter- und Außenelbe vom Hamburger Hafen bis zur Nordsee erlassen kann.Diese Entwicklung begrüßt die IHK Nord. Klaus-Hinrich Vater, Vorsitzender der IHK Nord und Präsident der IHK zu Kiel, erklärt: „Norddeutschlands Wirtschaft profitiert von einer positiven Entwicklung des Hamburger Hafens, für den unbestritten die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe die wichtigste Infrastrukturmaßnahme darstellt. Die logistische Drehscheibe Hamburger Hafen und die Hinterlandanbindung des Hafens bilden ein starkes Netz im Norden Deutschlands, denn Übersee- und Anschlussverkehre bedingen sich gegenseitig. Nur im leistungsfähigen Zusammenspiel kann diese Verbindung auch in Zukunft bestehen.“ Mit der Fahrrinnenanpassung wird zudem ein Projekt der Ahrensburger Liste vorangetrieben, dazu Vater: „Die Norddeutschen Industrie- und Handelskammern setzen sich kontinuierlich für die prioritäre Unterstützung aller norddeutschen Projekte der Ahrensburger Liste ein. Es ist erfreulich, mit der finalen politischen Zustim- mung zur Fahrrinnenanpassung einen Erfolg im Sinne der Abarbeitung dieser Liste zu verzeichnen.“
TBF am 4. April 2012, 10:41 Uhr

Niedersachsen stimmt Ausbau zu

Die Elbvertiefung kommt

Mittwoch, 04. April 2012

Niedersachsen hat den Weg für die umstrittene Elbvertiefung frei gemacht. Die Landesregierung stimmte am Dienstag dem von Umweltverbänden kritisierten Projekt zu. Die Vertiefung der Elbe soll dazu beitragen, dass auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den größten deutschen Seehafen anlaufen können. Zu den Kosten des Projekts der Stadt Hamburg und des Bundes gibt es im Moment keine offiziellen Angaben. Klar ist, dass die vor etwa fünf Jahren genannten 385 Millionen Euro nicht mehr ausreichen werden. Der von Hamburg angestrebte Baubeginn in diesem Jahr könnte sich durch Klagen von Umweltschützern verzögern. Erleichterung und Freude machten sich vor allem in Hamburg breit. "Endlich!" schrieb der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) als knappe Überschrift über seine Mitteilung. Einhellig begrüßten Verbände, Unternehmen und die Parteien SPD, CDU und FDP den "entscheidenden Meilenstein" (Handelskammer) für die Elbvertiefung. Aus Sicht der Befürworter müssen nun noch ein paar juristische Klippen umschifft und die Klagen der Umweltverbände abgewettert werden, dann können die Schwimmbagger kommen. Von dem Projekt profitiere nicht nur die Hansestadt, sondern der ganze Wirtschaftsraum Unterelbe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, betonte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch in Hannover. Dem pflichtete Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) bei: "Der Hamburger Hafen hat auch für Niedersachsen eine wirtschaftliche Bedeutung." Voraussetzung für die Zustimmung Niedersachsens war eine Vereinbarung zwischen den Obstbauern und Landwirten im Alten Land, Hamburg und der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord als Vertreterin des Bundes. Die Bauern befürchten genauso wie Umweltverbände negative ökologische Folgen der Elbvertiefung. Der Fluss, aus dem Vieh getränkt und Obstbäume beregnet werden, könnte versalzen, ist eine Angst. "Wir haben ein Ergebnis, das für die Obstbauern und Landwirte eine gute Perspektive bietet", sagte Agrarminister Gert Lindemann nach Unterzeichnung der Vereinbarung. Sie sieht unter anderem ein Paket von Sofortmaßnahmen vor. Die Kosten von etwa 20 Millionen Euro unter anderem für Wasserspeicherbecken und eine Stichleitung zur Viehtränke werden von Hamburg und vom Bund getragen. Kritik gab es von der Opposition im niedersächsischen Landtag. Der Fraktions-vorsitzende der Grünen, Stefan Wenzel, bezeichnete die Zustimmung der Landesregierung zur Elbvertiefung als eine "Entscheidung gegen alle ökologische und wirtschaftliche Vernunft". Ministerpräsident David McAllister (CDU) stelle die wirtschaftlichen Interessen der Reeder vor die Deichsicherheit. Die SPD warf McAllister vor, sich wegzuducken. "Ministerpräsident David McAllister hat sich lange als Kritiker der Elbvertiefung gegeben. Heute sehen wir, dass seine Worte nichts wert waren", sagte Victor Perli, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion. Gegen die Elbvertiefung gibt es auch wirtschaftspolitische Bedenken. So soll in Wilhelmshaven in diesem Sommer der JadeWeserPort als erster deutscher Tiefwasserhafen in Betrieb gehen. Die Grünen und der Naturschutzbund NABU plädieren statt weiterer Eingriffe in die Natur zugunsten des Hamburger Hafens für einen Verbund der Häfen im Norden. Hamburgs Wirtschaftssenator Horch sprach sich am Dienstag für Kooperationen mit Wilhelmshaven und Bremerhaven aus, schloss eine Beteiligung Hamburgs am JadeWeserPort aber aus. Die Elbe wurde bereits sechsmal den Anforderungen der Schifffahrt angepasst, zuletzt 1999. Seit Jahren wird die neue Elbvertiefung vorbereitet. Schon 2009 wurden Verträge zur Deichsicherheit und Uferunterhaltung zwischen dem Bund, dem Land Niedersachsen und den betroffenen Deichverbänden geschlossen. Die Bauarbeiten etwa im Bereich des Altenbrucher Bogens im Landkreis Cuxhaven laufen bereits. "Es wird mit Sicherheit die letzte Fahrrinnenanpassung sein", sagte Senator Horch.

DPA

Containerschiff auf der Elbe: Mehr Tiefgang - größere Schiffe Elbvertiefung: Entscheiden wird am Ende ein Gericht Niedersachsen gibt nach langem Zögern sein Einverständnis / Aufatmen in Hamburg Hamburg Erleichterung und Freude machten sich in Hamburg breit, nachdem das niedersächsische Kabinett gestern nach langem Zögern sein Einverständnis zur Elbvertiefung erteilt hatte. „Endlich!“ schrieb der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) als knappe Überschrift über seine Mitteilung. „Der Norden ist wieder einen großen Schritt vorangekommen!“ zog Nord-Unternehmerpräsident Uli Wachholtz ein erstes Fazit. Einhellig begrüßten Verbände, Unternehmen und die Parteien SPD, CDU und FDP den „entscheidenden Meilenstein“ (Handelskammer) für die Elbvertiefung. Aus Sicht der Befürworter müssen nun noch ein paar juristische Klippen umschifft und die Klagen der Umweltverbände abgeschmettert werden, dann können die Schwimmbagger kommen. Für die Hafenwirtschaft kommt die Elbvertiefung spät, fast schon zu spät. Richtig wirksam für den Schiffsverkehr wird sie frühestens 2015. Doch schon heute kämpft der Hafen mit Problemen, wenn große Schiffe die Elbe heraufkommen. „Die Zeitfenster werden immer kürzer, das kostet uns nennenswert viel Geld“, sagte vor wenigen Tagen der Chef des größten Hamburger Umschlagbetriebs HHLA, Klaus-Dieter Peters. Die großen Schiffe müssen auf dem Scheitelpunkt der Tide in den Hafen fahren und mit der Ebbe wieder heraus. Das hektische Löschen und Laden beansprucht Material und Menschen; wenn es zu eng wird, bleiben auch schon mal Container auf den Terminals stehen. Im Februar verschärfte sich die Situation noch bei Eisgang und steifem Ostwind. Manche Reeder kamen nicht mehr nach Hamburg oder ließen gleich Hunderte von Containern in Konkurrenzhäfen wie Antwerpen löschen. „Ohne die letzte Elbvertiefung von 1999 würden heute nicht einmal mehr Schiffe mit 7000 Standardcontainern (TEU) voll beladen den Hamburger Hafen erreichen“, sagt Gunther Bonz, der Präsident des Unternehmensverbandes. Der Containerverkehr werde aber zunehmend von Schiffen mit 10 000 TEU und mehr bestimmt. Über 100 Schiffe dieser Größenklasse sind bereits im Einsatz, weitere 150 werden in den nächsten Monaten in Dienst gestellt. Schon zeichnen sich Schiffsgrößen von 16 000 oder gar 18 000 TEU Tragfähigkeit ab, gewaltige Transportmaschinen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Die Hamburger Hafenterminals können das bewältigen, wenn die Schiffe sie denn erreichen. Nur so werde der Hafen auch Schritt halten können mit Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven und dem neuen Tiefwasser-Terminal in Wilhelmshaven, glauben die Verantwortlichen. Sonst müssten viele Güter für die Hamburger Industrie und mehrere Millionen Verbraucher im Großraum Hamburg mit Bahn, Binnenschiff und Lkw erreichen. Die Elbvertiefung ist der entscheidende Baustein für die gesamte ehrgeizige Zukunftsplanung des Hafens. Nord-Unternehmerpräsident Wachholtz ist sich sicher: „Der Hamburger Hafen ist und bleibt der größte Arbeitgeber für Hamburg, Schleswig-Holstein und – nach VW – auch für Niedersachsen.“ Bis 2025 soll sich der Containerumschlag fast verdreifachen, von heute 9 auf 25 Millionen TEU. Dieses Potenzial haben zumindest Fachleute theoretisch errechnet; ob es praktisch erreicht werden kann, ist eher fraglich. Zu kurz scheint die Zeitspanne, zu überlastet die Infrastruktur aus Schienen, Straßen und Wasserstraßen rund um den Hafen und ins Hinterland, um solche Containermengen zu bewältigen. Wenn überhaupt Welthandel, Konjunktur und Globalisierung in den nächsten 13 Jahren so dynamisch zunehmen wie in der Vergangenheit. Nicht alle Hamburger waren glücklich über die Nachricht aus Hannover. „Damit ist der Club der Elbzerstörer nun komplett“, sagte Alexander Porschke, Chef des Naturschutzbundes Nabu. Die Umweltverbände werden höchstwahrscheinlich gegen die Elbvertiefung klagen.Eckart Gienke Norddeutsche Rundschau   Das Warten beginnt Nach Niedersachsens Zustimmung rückt die Elbvertiefung näher / Den Startschuss muss aber Justitia geben Wolfgang Buhmann Die letzte und höchste politische Hürde hat die Elbvertiefung mit der Einvernehmenserklärung aus Niedersachsen gestern genommen. Nun steht ihr der juristische Weg bevor. Nach menschlichem Ermessen kann er dieses für die deutsche Exportwirtschaft wohl wichtigste Infrastrukturvorhaben nicht mehr aufhalten, schlimmstenfalls aber noch über einen längeren Zeitraum verzögern. Wie lange, das wird an dem überarbeiteten Planfeststellungsbeschluss liegen, den die Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel als verantwortliche Behörde nun vorzulegen hat. Dass die Gegner des Vorhabens dieses ungeachtet der rechtlichen Würdigung beklagen würden, haben sie bereits weit im Vorfeld unmissverständlich deutlich gemacht. Wegen seiner Dringlichkeit ist das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die erste und letzte Instanz zugleich. Seine Aufgabe wird nicht sein, das Projekt auf seine politische oder wirtschaftliche Sinnhaftigkeit zu untersuchen, sondern lediglich die formal korrekte Planung zu überprüfen. Das kann, wie die lückenhafte Planung der Wakenitz-Querung im Verlauf der A 20 im ersten Anlauf beweist, schmerzhafte Zeitverzögerungen mit sich bringen. Unabhängig von dem Einzelprojekt „Fahrrinnenanpassung“ hat das gestrige Ja aus Hannover aber noch eine andere, viel weiter reichende Qualität: Es ist das gegen eine Riesenmenge von lokalen Bedenken und Widerständen durchgesetzte Bekenntnis zu einer gemeinsamen norddeutschen Verkehrspolitik. In deren Zentrum stehen gleichermaßen die Vollendung der A 20 und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals. In allen Fällen geht es jetzt darum, die Finanzierung aus Berlin für den Zeitpunkt zu sichern, wenn sie gebraucht wird. Norddeutsche Rundschau Die Elbe soll tiefer werden, noch größeren Schiffen Platz bieten - nun können die Baggerarbeiten bald beginnen. Als letzter Anrainer hat auch Niedersachsen dem gigantischen Bauprojekt zugestimmt. Bauern hatten bis zuletzt Bedenken gemeldet, Umweltschützer wollen sogar klagen. Hannover - Es war wohl die letzte politische Hürde für die umstrittene Elbvertiefung. Nachdem Hamburg und Schleswig-Holstein dem Projekt bereits zugestimmt hatten, gab nun mit Niedersachsen auch der letzte Anrainer grünes Licht für das Vorhaben. Das Kabinett habe am Dienstag das Einvernehmen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz zur Kenntnis genommen, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. Das Projekt sieht vor, die Fahrrinne der Unter- und Außenelbe vom Hamburger Hafen bis zur Nordsee für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,5 Meter zu vertiefen und verbreitern. Bislang können Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 13,5 Metern den Fluss befahren. Dazu muss auf dem 120 Kilometer langen Abschnitt an vielen Stellen gebaggert werden.Nun soll rasch eine Vereinbarung zwischen den Obstbauern im Alten Land, der Hansestadt Hamburg sowie der Kieler Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) unterzeichnet werden. Die Landwirte hatten eine Ausweitung der Brackwasserzone flussaufwärts und damit Auswirkungen auf ihre Bewässerungssysteme befürchtet. Das Papier soll den Angaben zufolge die Ausgleichsvorsorgemaßnahmen und Schutzauflagen für den Obstbau regeln. Niedersachsen hatte die am Samstag ausgelaufene Frist für die Zustimmung zur Elbvertiefung zunächst verstreichen lassen. Es wäre mittlerweile die sechste Fahrrinnenanpassung des Flusses. Die Kosten für die neuen Baumaßnahmen werden auf mindestens 400 Millionen Euro geschätzt, Kritiker gehen von einem deutlich höheren Betrag aus.Ende 2011 hatte sich die EU-Kommission für das Projekt ausgesprochen. Und auch der Bund betrachtet den Ausbau der Zufahrten zur Nordsee als Aufgabe von nationaler Bedeutung. Mit dem Beschluss des niedersächsischen Kabinetts liegt nun die Zustimmung aller drei Länder zur Fahrrinnenanpassung vor. Planungen sollen vorangehen - Naturschützer wollen klagen "Es war richtig, sich die Zeit für einen fairen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen zu nehmen", sagte der parteilose Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch. Die Entscheidung des niedersächsischen Kabinetts zeige, dass im Hinblick auf befürchtete Nachteile ein guter Kompromiss gefunden worden sei. "Mit diesem guten Ergebnis kann jetzt das behördliche Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden", sagte Horch. Die Behörden der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und der Hansestadt werden nun die Ergebnisse aus den Gesprächen in den bisher nur im Entwurf vorliegenden Planfeststellungsbeschluss einarbeiten. Dann soll der endgültige Planfeststellungsbeschluss ergehen. Für diesen Fall hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angekündigt, eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht prüfen zu lassen. jok/dapd/Reuters/dpa

Giganten für den Jade-Weser-Port

(Kommen auch nach Hamburg Elbvertiefung Anm.Verf.HP)

Schiffbau Maersk ordert zehn Rekord-Containerschiffe in Südkorea – 18 000 TEU

  Die neue ?Triple-E?-Klasse von Maersk: Mit Platz für 18 000 Standardcontainern, 400 Meter Länge und 59 Meter Breite baut die Daewoo-Werft in Südkorea die größten Containerschiffe der Welt für die dänische Reederei. BILD: Maersk Die Schiffe der Triple-E-Klasse sollen je 400 Meter lang und 59 Meter breit sein. Damit sind sie wie gemacht für den Jade-Weser-Port. DPA Wilhelmshaven - Der dänische Reedereikonzern Maersk lässt in Südkorea zehn Riesenschiffe bauen, deren Tragfähigkeit alle Rekorde brechen soll. Mit dem milliardenschweren Geschäft werde eine neue Dimension von 18 000 Containereinheiten (TEU/20-Fuß-Standardcontainer) je Schiff erreicht, teilte die größte Container-Reederei der Welt mit. Dies Volumen sei in der weltweiten Handelsschifffahrt unerreicht. Eigenen Angaben zufolge wird der Branchenriese seine Containerfracht mit den neuen Schiffen deutlich günstiger als bisher transportieren. Die bei der südkoreanischen Daewoo-Werft in Auftrag gegebenen Schiffe sollen jeweils 400 Meter lang und 59 Meter breit sein. Bisher befördern die ebenfalls unter Maersk-Flagge fahrenden größten Containerschiffe der Welt, die 396 Meter lange E-Klasse – bis zu 15 550 TEU – 16 Prozent weniger als die neu bestellten Giganten. Langsamere Rekordschiffe Die neuen Frachter sind mit einer Spitzengeschwindigkeit von 23 Knoten jedoch etwas langsamer als die bisherigen Rekordschiffe und benötigen daher für Frachtrouten zwischen Europa und Asien jeweils drei Tage mehr. Maersk-Spartenchef Eivind Kolding sagte in London, dass ausreichend viele Häfen auf beiden Kontinenten Schiffe der neuen Größenordnung effizient be- und entladen könnten. Nordamerikanische Häfen könne man dagegen bis auf weiteres mit der neu bestellten Klasse nicht anlaufen. Der Jade-Weser-Port bietet ab August 2012 als einziger deutscher Tiefwasser-Containerhafen optimale Voraussetzungen für die Schiffe der neuen „Triple-E-Klasse“ der Reederei Maersk. Diese ist über das Unternehmen APM Terminals Partner von Eurogate als Betreiber des Containerterminals in Wilhelmshaven. Über die Meldung der zehn von Maersk georderten Weltrekordschiffe äußert sich der Geschäftsführer des Eurogate Containerterminals Wilhelmshaven, Marcel Egger, zufrieden: „Wilhelmshaven bietet für diese Schiffe beste nautische Voraussetzungen. Und wir sind gut aufgestellt mit unserem topmodernen Ausrüstung. Mit der verbindlichen Bestellung der weltgrößten Containerbrücken, die bis zu 25 Reihen an Deck bedienen können, haben wir alles richtig gemacht.“ Zufrieden ist auch der Präsidenten der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, John H. Niemann: „Diese Schiffe sind genau das, was wir immer erhofft haben. Für die Zukunft des JadeWeserPorts sind Containerschiffe dieser Dimension außerordentlich wichtig, da sie nur wenige Häfen anlaufen können. Das ist wichtig für künftige Arbeitsplätze vor Ort.“ Giganten sparen Energie Die neuen Weltrekordschiffe der „Triple-E-Klasse“ sind fast so lang wie vier Fußballfelder. Sie können 23 Container nebeneinander an Deck stellen – 22 sind es bei der „E-Klasse“. Zwei Antriebsmotoren werden die Kraft auf zwei Wellen übertragen. Der Stückpreis der Maersk-Neubauten beträgt 190 Millionen Dollar (140 Mio. Euro).          
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne