Costa Concordia Schwesterschiff kurzzeitig beschlagnahmt

Costa Concordia

Schwesterschiff kurzzeitig beschlagnahmt

Costa Concordia: Das havarierte Kreuzfahrtschiff beschäftigt nun die Juristen
DPA

Schadensersatzforderung eines deutschen Klägers

Carnival muss Schiff in Texas auslösen

Dienstag, 03. April 2012 Wegen Schadensersatzansprüchen aus der Havarie des Kreuzliners "Costa Concordia" ist am Wochenende ein Schiff des Costa-Mutterkonzerns Carnival kurzzeitig festgehalten worden. Die "Carnival Triumph" wurde vorübergehend im US-Hafen Galveston beschlag-nahmt, um mögliche Schadensersatzleistungen an einen deutschen Kläger abzusichern, dessen Mutter bei dem Unglück ums Leben gekommen war, teilte der Anwalt John Eaves mit. Nachdem Carnival eine angeblich millionen-schwere Sicherheit hinterlegte, konnte das Schiff schließlich weiterfahren. Eaves reicht die Zivilklage nach eigener Aussage nicht allein wegen der Entschädigung ein, sondern auch, um Kreuzfahrten sicherer zu machen. Daher sei speziell die "Carnival Triumph" in die Kette gelegt worden. Deren Besatzung sei nach denselben Standards geschult worden wie die der "Costa Concordia". Vor diesem Hintergrund sei die Pfand-Forderung ein Signal, so Eaves. Costa Concordia: Das havarierte Kreuzfahrtschiff beschäftigt nun die Juristen

Das Kreuzfahrtschiff Carvinal Triumph ist kurzzeitig in Galveston als Pfand beschlagnahmt worden, weil Ansprüche gegen die Reederei Carnival erhoben wurden. Seinen Fahrplan konnte das Schiff allerdings dennoch einhalten.   

Dallas - Ein Schwesterschiff der verunglückten "Costa Concordia" ist nach Angaben eines US-Anwalts vorübergehend beschlagnahmt worden, um mögliche Schadenersatzleistungen an einen deutschen Kläger abzusichern. Das Schiff konnte dann doch noch planmäßig im texanischen Heimathafen Galveston zu einer Kreuzfahrt aufbrechen, nachdem eine Übereinkunft mit der Gesellschaft Carnival Cruise Lines erzielt worden sei, wie der Jurist John Eaves der Nachrichtenagentur dpa sagte. Eaves vertritt vor einem Gericht in Galveston die Rechte des Sohnes einer beim "Concordia"-Unfall getöteten deutschen Touristin.
Dem Anwalt zufolge hatte ein Richter am Freitag auf seinen Antrag hin verfügt, dass das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" im Rahmen einer Zivilklage seines Mandanten im Hafen festgehalten werde - als Pfand für etwaige Entschädigungsleistungen. Nach Angaben des Anwalts wurde eine Freigabe an die Bedingung geknüpft, dass Carnival 10 Millionen Dollar (etwa 7,5 Millionen Euro) als Sicherheit hinterlege. Ob sich beide Seiten tatsächlich auf diese Summe verständigten, teilte Eaves unter Hinweis auf vereinbarte Vertraulichkeit nicht mit. Carnival ist der Mutterkonzern der Reederei Costa Crociere, der Betreiberin der "Costa Concordia". Der Konzern war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die "Costa Concordia" war im Januar vor der italienischen Küste auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. 32 Menschen kamen ums Leben. Dem Kapitän des Schiffes werden schwere Sicherheitsverstöße vorgeworfen. Eaves vertritt nach eigenen Angaben mehr als 20 überlebende deutsche Passagiere und Angehörige von Todesopfern. Er betonte, es komme ihm nicht nur auf Entschädigungen für seine Mandanten an, sondern auch darauf, dass Kreuzfahrten sicherer würden. Nach seinen Angaben wurde die Zivilklage des deutschen Opfer-Angehörigen in Galveston eingereicht, um die "Carnival Triumph" ins Visier zu nehmen. Deren Kapitän und Crew seien nach denselben Standards geschult worden wie die Besatzung der "Costa Concordia", sagte Eaves. Vor diesem Hintergrund sei die Forderung nach einem Pfand auch ein Signal, dass sich die Standards bessern müssten. got/dapd/dpa Bruessel «Wir können nicht sagen, dass die Größe als solche ein Argument [für die Sicherheit] ist», sagte Kallas am Dienstag in Brüssel. Entscheidend seien die Ausbildung der Besatzung und gute Evakuierungspläne. Die EU werde möglicherweise bei der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMO Vorschläge für höhere Sicherheitsstandards machen. Die Brüsseler Behörde arbeite derzeit an Regeln für die Registrierung und Evakuierung Reisender. «Wir sind sehr traurig, dass bis zu 30 Menschen ihr Leben verloren haben könnten, aber 4000 Menschen sind evakuiert worden. Das sollten wir nicht vergessen», betonte der EU-Verkehrskommissar. Entscheidend für die Aufklärung des Unglücks im Mittelmeer sei die Frage, ob die Besatzung bestehende Regeln befolgt habe. Zwar habe der Kapitän offenbar eine ungewöhnliche Route gewählt - zu klären sei aber, ob er dafür gute Gründe gehabt habe oder nicht. Kallas nahm an einer Debatte des Verkehrsausschusses im Europaparlament zum «Costa-Concordia»-Unglück teil.  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne