Offshore-Standort Helgoland nimmt weiter Gestalt an Mehr Winterschiffe für Helgoland

 

Mehr Winterschiffe für Helgoland

Blick über die Dächer von Helgoland aufs leuchtend blaue Wasser. Fotograf: Brigitte Rauch, Helgoland © Brigitte Rauch, Helgoland Fotograf: Brigitte Rauch, Helgoland Detailansicht des Bildes Helgoland soll auch im Winter mehrmals täglich angelaufen werden. Festlandbesuche sind für die Helgoländer im Winter immer mit einer Übernachtung verbunden. Denn im Winterfahrplan wird die Hochseeinsel in der Nordsee nur einmal täglich vom niedersächsischen Cuxhaven aus angefahren. Seit Jahren bemüht sich die Insel vergeblich, das zu ändern. Jetzt wurde offenbar eine Lösung gefunden: Das Inselparlament hat die europaweite Ausschreibung einer festen Fährlinie von Helgoland zum Festland beschlossen. Dazu gehört auch der Bau eines eigenen Schiffes. Ab 2014 soll der Fährverkehr laufen. Im Gespräch ist laut Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) auch eine tägliche Anbindung.

Millionenschwere Anschubfinanzierung

"Damit das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann, soll es mit einem kleineren einstelligen Millionenbetrag gefördert werden", sagte. Das Geld ist unter anderem für den Bau eines Mehrzweckschiffes für 400 Passagiere gedacht. Es soll auch bei starkem Sturm noch fahren und Container transportieren können. Ziel sei eine höhere Verlässlichkeit in der Anbindung, erklärte Singer. Nicht nur für die Helgoländer, sondern auch für die Touristen.

Zuschuss für laufenden Betrieb

Audiobeiträge

"Verlässlichkeit für Helgoländer und Touristen"

NDR 1 Welle Nord
Helgolands Bürgermeister Singer zu den Plänen für einen eigenen Insel-Fährdienst. Die Helgoländer erhoffen sich unter anderem positive Auswirkungen auf den Tourismus. Audiobeitrag starten (00:23 min)
Bislang erhält die Reederei Cassens Eils jährlich 150.000 Euro für ihren Winterdienst. Ein täglicher Fährdienst würde deutlich teurer. Helgoland ist bereit, den laufenden Betrieb mit mehreren hunderttausend Euro pro Jahr zu bezuschussen. Bereits in diesem Monat soll die europaweite Ausschreibung auf den Weg gebracht werden. Bürgermeister Singer hofft, dass das Schiff ab 2014 zum Einsatz kommen kann. Er sieht darin eine Chance für den wachsenden Wintertourismus auf Helgoland - und eine Beförderungsmöglichkeit für künftige Service-Mitarbeiter von Offshore-Windparks.
Weitere Informationen
Luftaufnahme der Nordseeinseln Helgoland (rechts) und Düne. © dpa Fotograf:  Rainer Jensen

Helgoland will Offshore-Hafen werden

Helgoland will zum Stützpunkt für Windparkbetreiber in der Nordsee werden. Bürgermeister Jörg Singer hat Donnerstagabend die Pläne für den Ausbau des Südhafens vorgestellt. mehr
Der bereits in Betrieb befindliche RWE Innogy Windpark vor der Küste von Nordwales (Illustration von 2008). © dpa Fotograf: RWE

Wind bringt Tausende Arbeitsplätze

Vor Helgoland entsteht Schleswig-Holsteins erster Offshore-Windpark, sieben weitere sollen folgen. Die Wirtschaft erhofft sich von den Projekten Tausende neue Arbeitsplätze. mehr

Offshore-Standort Helgoland nimmt weiter Gestalt an

 

Der Offshore-Standort Helgoland nimmt weiter Gestalt an. Die seit Beginn des Jahres 2011 auf Helgoland vertretene SCHRAMM group, ein maritimer Dienstleister mit Hauptsitz in Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen, baut für den Windpark Nordsee Ost zwei neue Gebäude mit Unterkunft für insgesamt 30 Monteure. Für Wartung und Betrieb der Anlagen im Windpark wird zukünftig permanent Personal und Material benötigt, das auf kurzem Wege in den Park transportiert werden kann. In diesem Schnittpunkt liegt die Insel Helgoland und ist somit bald Dreh- und Angelpunkt des Windparks. Eine wesentliche Voraussetzung zur Nutzung der Insel als Servicestützpunkt ist die Unterbringung von Monteuren. Dafür, wurde nun die Errichtung von zwei modernen Gebäuden vereinbart. . Ende Februar unterzeichnete die SCHRAMM group einen Vertrag mit dem Windparkbetreiber RWE Innogy GmbH mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Auch mit dem Zulieferer für den Windpark Nordsee Ost, REpower Systems SE, konnte ein Vertrag über eine Laufzeit von 5 Jahren geschlossen werden. Die SCHRAMM group übernahm im Vorfeld die betreffenden Grundstücke gegenüber der Nordseeklinik von der Gemeinde über eine Erbbaupacht. Auf dem Grundstück werden nun das sogenannte „Haus 1“ und „Haus 2“ abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. Bei der Entwicklung der Gebäude achtete die SCHRAMM group auf die Einhaltung der einheitlichen Bauvorgaben für die Insel, damit die neuen Gebäude sich gut in das Landschaftsbild von Helgoland eingliedern. Im Bereich der Baustofflogistik wird die SCHRAMM group ihre Kernkompetenzen als maritimer Dienstleister einbringen und die Materialien in eigener Regie transportieren und über den Elbehafen in Brunsbüttel verschiffen. Auch im Bereich der Hotelbetreibung hat die Firma bereits Erfahrung – das Hotel „Kleiner Yachthafen“ in Brunsbüttel wurde von der Familie Schramm 2009 komplett renoviert und wird seitdem sehr erfolgreich betrieben. Frank Botter, ehemaliger Helgoländer Bürgermeister, steht als Vertreter der SCHRAMM group auf der Insel für alle Fragen zum Projekt zur Verfügung.

Haus der Technik e.V.: Gesunkene Anlagenpreise steigern Wirtschaftlichkeit von Windparks

Probleme bei Finanzierung der Netzanbindungen

Nord-Länder drücken bei Netzanbindung von Windanlagen aufs Tempo

Montag, 02. April 2012
In der Ostsee läuft seit Mai 2011 der Windpark "Baltic 1". Foto: EnBWIn der Ostsee läuft seit Mai 2011 der Windpark "Baltic 1". Foto: EnBW
Für die fehlende Finanzierung der Netzanbindung von Offshore-Windparks soll schnell eine Lösung gesucht werden. Das verabredeten die Regierungschefs der fünf norddeutschen Bundesländer, Vertreter der Bundesregierung und des Netzbetreibers Tennet am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin, wie Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) der Nachrichtenagentur dpa sagte. "Die Energiewende ist für alle Beteiligten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine große Herausforderung", erklärte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Tennet räumte nach Angaben von Böhrnsen ein, vom Eigenkapital her überfordert zu sein, die Anbindung so vorzunehmen, wie es nötig wäre, um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, bis 2020 Windenergieparks im Meer mit 10.000 Megawatt Leistung aufzubauen. Dazu wären Investitionen beim Netzausbau von 15 bis 20 Milliarden Euro erforderlich. "Sie haben bisher Investitionszusagen von 5,5 Milliarden Euro gegeben, sie sind nicht in der Lage, das weiter zu leisten", sagte Böhrnsen. "Wir haben deswegen mit dem Unternehmen und der Bundesregierung erörtert, dass es einen Weg geben muss, um dieses Kapital breiter darzustellen. Es müssen weitere Unternehmen gefunden werden, um es nicht scheitern zu lassen." Tennet sei bereit, sich an Gesprächen zur Suche nach solchen Unternehmen zu beteiligen. "Da ist heute etwas angeschoben worden", sagte der Bürgermeister. Carstensen drückt aufs Tempo. "Auch wenn die Energiewende ein Generationsprojekt ist, dessen Umsetzung sich bis Mitte des Jahrhunderts hinziehen wird, dürfen wir uns keine Verzögerung erlauben." Bei dem Treffen ging es außerdem um Haftungsfragen bei möglichen Netzausfällen und um Engpässe bei der Produktion wichtiger Materialien für den Ausbau der zur Offshore-Windenergie gehörenden Netze. Bis 2030 sollen in Nord- und Ostsee Windparks mit einer Leistung von 25.000 Megawatt entstehen und so 15 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken. Schon bis 2013 soll die Leistung auf knapp 2000 Megawatt steigen. Inzwischen sind 28 Projekte mit mehr als 2000 Einzelanlagen genehmigt worden. Bislang gibt es aber nur wenige Windräder vor den deutschen Küsten. Das Pilotprojekt "Alpha Ventus", 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum, ging im April 2010 als weltweit erster Hochsee-Windpark mit zwölf Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse offiziell in Betrieb. Ihre Gesamtleistung beträgt 60 Megawatt. Der zweite Windpark in der Nordsee "Bard Offshore 1" steht rund 90 Kilometer nordwestlich von Borkum. Bis Ende 2012 sollen 80 Windräder installiert sein - mit einer Gesamtleistung von dann 400 Megawatt. In der Ostsee läuft seit Mai 2011 vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst der Windpark "Baltic 1". Die 21 Windräder haben eine Leistung von 50 Megawatt. Vor Rügen entsteht der Park "Baltic 2". Nach einer Analyse von Bloomberg New Energy Finance haben die durchschnittlichen Preise für Windenergieanlagen im Jahr 2011 einen neuen Tiefststand erreicht. Zudem seien moderne Windenergieanlagen der Analyse zufolge deutlich effizienter. Neueste Windparks könnten bei den Erzeugungskosten bereits mit Kohlekraftwerken konkurrieren, so die Einschätzung von Bloomberg. Grundlage der Wirtschaftlichkeit eines Windparks ist dabei der Energieertrag, der ins Netz eingespeist und vergütet wird. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung werden dazu die Faktoren Investitions- und Betriebskosten sowie Erlöse eingehend betrachtet. Der Bedarf an Know-how ist in diesem Bereich weiterhin groß, zumal die Berechnung für alle Beteiligten von großer Bedeutung ist. Das Haus der Technik bietet gemeinsam mit der ForWind-Academy eine aktuelle Veranstaltung “Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Windparks – Methoden, Finanzmodelle und Umsetzung” am 17.-18.4.2012 in Essen an. Ziel des Seminars ist es, an einem exemplarischen Finanzmodell die wichtigsten Ertrags- und Kostenpositionen für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung von Windparks aufzuzeigen und diese in ein Finanzmodell zu integrieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern lernen mit den relevanten Kennzahlen eigene Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu erstellen und zu bewerten. Modellbeispiele aus der Praxis bieten anwendungsnahe Werte und ermöglichen den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander. Die Seminare der ForWind-Academy und des Haus der Technik greifen die aktuellen Themen der On- und Offshore-Windenergie auf und verknüpfen Fragestellungen der beruflichen Praxis mit neuen Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung. Unsere Referenten verfügen über ausgewiesene Expertisen. Teilnehmer können deren Know-how im Rahmen der Seminare mit Windenergie-Themen aus Planung, Management und Technik sowie darüber hinaus durch den persönlichen Kontakt zum Experten-Netzwerk nutzen. ForWind-Academy Die ForWind-Academy ist ein Gemeinschaftsprojekt von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, sowie der Overspeed GmbH & Co. KG.    

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne