Tarifrunde 2012 Öffentlicher Dienst: Nach 40 Verhandlungsstunden können sich die rund 2 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst freuen.

Öffentlicher Dienst

Verdi erkämpft kräftige Lohnerhöhung

Streik abgewendet: Verdi-Chef Frank Bsirske (r) und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
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Streik abgewendet: Verdi-Chef Frank Bsirske (r) und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich

"Das war kein Marathon, sondern ein Ironman" - nach 50 Stunden Verhandlungen kann Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern verkünden: Innerhalb von zwei Jahren erhalten die Beschäftigten von Bund und Ländern 6,3 Prozent mehr Lohn. 

Potsdam - Die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen erhalten innerhalb von zwei Jahren und in mehreren Stufen 6,3 Prozent mehr Lohn. Darauf verständigen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in der dritten Gesprächsrunde nach rund 50 Verhandlungsstunden, wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich am Samstagmorgen in Potsdam mitteilte. "Das war kein Marathon, sondern ein Ironman", fügte der CSU-Politiker hinzu. Der von den Gewerkschaften angedrohte Streik bleibt damit aus. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach von einem beachtlichen Ergebnis.
Rückwirkend zum 1. März steigen die Entgelte um 3,5 Prozent. Zum Januar und August 2013 werden sie noch einmal um jeweils 1,4 Prozent erhöht. Die relativ schnelle Anhebung wertete Bsirske als Erfolg. Der Arbeitnehmervertreter räumte aber ein, dass er sich mit der Forderung nach einer sozialen Komponente nicht durchsetzen konnte. Verdi hatte eine Mindestanhebung von monatlich 200 Euro gefordert und wollte damit Bezieher relativ geringer Einkommen wie Straßenbahnfahrer besserstellen. Dafür erhalten Beschäftigte an Flughäfen mit mindestens fünf Millionen Passagieren in diesem Jahr eine Sonderzahlung von 600 Euro.Zähe Verhandlungen Friedrich erklärte, er werde sich für eine Übertragung des Ergebnisses auf die Beamten einsetzen. Den Bundeshaushalt wird der Abschluss nach seinen Worten mit rund 550 Millionen Euro belasten. Die Kommunen kostet die Einigung den Arbeitgebern zufolge in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro und rund 4,3 Milliarden Euro 2013. Vor allem in strukturschwachen Regionen kämpfen zahlreiche Städte mit hohen Schulden und Sozialausgaben. Durch höhere Steuereinnahmen verbessern sich die Finanzen aber allmählich. Nach einem Defizit von knapp 2,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sagt der Deutsche Städte- und Gemeindebund nun einen leichten Überschuss voraus. Die Tarifparteien einigten sich nach äußerst zähen Verhandlungen. Die ursprünglich bis Donnerstag angesetzten Gespräche zogen sich bis zum Samstagmorgen hin. Die große Tarifkommission von Verdi benötigte mehrere Stunden für eine Zustimmung. Den Verdi-Delegierten war vor allem die fehlende soziale Komponente ein Dorn im Auge. Die Gewerkschaften hatten ihrer ursprünglichen Forderung nach 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr Geld über mehrere Wochen mit Warnstreiks Nachdruck verliehen. mh/reuters
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Warnstreik im oeffentlichen Dienst

Durchbruch für Ver.di: 6,3 Prozent mehr für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst

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Von Redaktion Verbraucherpapst | 31. März 2012 | Kategorie: Aktuell, Geld, Recht | Keine Kommentare »

 

Tarifrunde 2012 Öffentlicher Dienst: Nach 40 Verhandlungsstunden können sich die rund 2 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst freuen. Die Gewerkschaft Verdi trägt einen Sieg in den Tarifverhandlungen davon. Streiks wird es wohl so schnell nicht mehr geben. 6,3% mehr Geld auf zwei Jahre ist das Ergebnis des Verhandlungsmarathons. Damit entspricht das Ergebnis zwar nicht ganz den Forderungen der Gewerkschaften, die 6,5 Prozent pro Jahr gefordert hatten, allerdings liegt der Abschluss deutlich höher als in der Vergangenheit. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaften haben dem Angebot dem ausgehandelten kompromiss bereits zugestimmt. Die erste Erhöhung von 3,5 Prozent soll rückwirkend zum 1. März 2012 gezahlt werden. Weitere 1,4 Prozent folgen im Januar 2013 und dann noch einmal 1,4 Prozent im August 2013. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate. Im Durchschnitt auf das Jahr gerechnet ergibt sich ein Gehalts-Plus von gut 3 Prozent.

Gewerkschaft Ver.di erkämpft sensationelle 6,3 Prozent mehr Geld für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst

Sensation bei den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst! Die Verhandlungsführer der Gewerkschaften Ver.di und vdbb-Tarifunion des Beamtenbundes sowie der staatlichen Arbeitgeber haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund zwei Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst geeinigt. Die Beschäftigten der Kommunen, Länder und beim Bund dürfen sich danach über insgesamt 6,3 Prozent mehr Geld freuen. Dies allerdings nicht sofort und auf einmal. Das bereits von beiden Seiten bestätigte Angebot sieht eine stufenweise Anhebung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten vor.

Bei der Laufzeit von 24 Monaten entspricht das einer Steigerung von 3 Prozent pro Jahr. Das Ergebnis entspricht zwar nicht der Einstiegsforderung der Gewerkschaften. Diese wollten ursprünglich 6,5 Prozent mehr Lohn pro Jahr. Dennoch können die Gewerkschaften zufrieden sein. Nach Jahren der äußerst moderaten Tarifergebnisse, wo der Öffentliche Dienst deutlich unter dem Durchschnitt der anderen Branchen abgeschlossen hat, ist jetzt ein Ergebnis erzielt worden, wie es derzeit auch in anderen Branchen verhandelt wird. Ein höherer Abschluss als in den vergangenen Jahren war erwartet worden. Wie aus Gewerkschaftskreisen verlautete wären nach Jahren der friedlichen Verhandlungen in diesem Jahr bundesweite und lange Streiks definitiv durchgeführt worden. Das war auch der Arbeitgeberseite klar. Das bleibt nun Deutschland erspart.

Löhne und Gehälter werden in drei Stufen über zwei Jahre erhöht – 29 Tage Jahresurlaub

Im ersten Schritt sollen die Löhne und Gehälter um 3,5 Prozent erhöht werden. Erfreulich für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst: Dies soll rückwirkend zum 1. März 2012 geschehen. Ein weiteres Plus soll es im kommenden Januar geben. Zum 1.1.2013 gibt es weitere 1,4 Prozent mehr Geld. Die dritte Steigerung gibt es am 1.8.2013: Dann dürfen sich die Beschäftigten des Bundes, der Länder und Kommunen über weitere 1,4 Prozent mehr Geld freuen.

Der Tarifvertrag umfassst auch weitere Punkte. So sieht er unter anderem auch eine neue Urlaubsregelung vor. Künftig sollen alle Neueingestellten einen Urlaubsanspruch von 29 Tagen erhalten. Für bereits Beschäftigte wurde eine Besitzstandsklausel vereinbart. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte kürzlich die Lebensalter-Staffeln beim Urlaubsanspruch für nichtig erklärt, verbraucher-papst berichtete. Die neue Urlaubsregelung sieht nun vor, dass von 2013 an alle Beschäftigten 29 Tage Urlaub erhalten, über 55-Jährige jedoch noch zusätzlich einen Tag. Wem bisher mehr Urlaub zustand als 29 Tage, für diejenigen wurde eine Besitzstandsklausel ausgehandelt.

Auch Auszubildende dürfen sich freuen: Es gibt mehr Geld ung Job-Garantien

Auszubildende bekommen rückwirkend zum 1. März 2012 einen Socklbetrag von 50 Euro mehr, sowie eine weitere Erhöhung zum 1. August 2013 von weiteren 40 Euro. Eine prozentuale Erhöhung wie bei den übrigen Beschöftigten im Öffentlichen Dienst erschien den Gewerkschaften aufgrund des geringen Grundgehalts der Auszubildenden als zu wenig. Azubis sollen außerdem sollen diejenigen Azubis, die die Prüfung bestehen, nach einer Probezeit im ersten Jahr unbefristet übernommen werden. Zusätzlich zahlen die Arbeitgeber künftig die Fahrtkosten zu auswärtigen Berufsschulen allerdings nur wenn ein bestimmter  Eigenanteil an selbst zu tragenden Kosten überschrittenwird.

Gehaltssteigerungen kosten die öffentliche Hand Milliarden Euro

Die Gehaltssteigerungen im Öffentlichen Dienst schlagen beim Bund ersten Schätzungen zufolge mit rund 550 Millionen Euro zu Buche. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte bereits zu den nun ausgehandelten Vertrag auch auf Bundesbeamte, Soldaten und Versorgungsempfänger übertragen zu wollen.

Bei den Kommunen ist die Schmerzgrenze nach eigener Aussage nun erreicht. Der Tarifabschluss schlägt dort in diesem Jahr mit rund 2,2 Milliarden Euro ins Kontor. 2013 kommen nach Schätzungen dann noch einmal 4,3 Milliarden dazu . Beide Seiten zeigten sich aber dennoch zufrieden mit dem neuen Tarifvertrag

 

Kräftiges Gehaltsplus im öffentlichen Dienst

Potsdam / dpa Doch noch Einigung: Nach einem mehr als 40-stündigen Verhandlungsmarathon haben sich die Verhandlungsführer von Arbeitgeber und Gewerkschaften am späten Abend auf einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verständigt. Die Gehälter der Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sollen danach in den nächsten zwei Jahren stufenweise um 6,3 Prozent angehoben werden. Die Gewerkschaften - Verdi und die dbb-Tarifunion des Beamtenbundes - hatten 6,5 Prozent mehr Geld verlangt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.(Erschienen: 31.03.2012 00:02)

Tarifeinigung bei Bund und Kommunen erneut gefährdet

30.03.2012 - 19:43 Uhr    
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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