Bundesregierung will Investitionsrisiken bei Offshore-Anlagen über höhere Energie-Umlage senken

Der Staat ist mit der Energiewende völlig überfordert

BTdirekt-März2012                                                     SPD Bundestagsfraktion Standpunkte Die neue „Umlage", die der Verbraucher für den Offshore-Netzanschluss zu entrichten hat, ist die weitere Konsequenz einer Ursünde. Die Betreiber von Offshore-Windparks und Atomkraftwerken haben eines gemeinsam: Sie beide produzieren Strom in Anlagen mit einem solchen Schadenspotenzial, dass sie als „nicht versicherbar“ gelten – freilich aus unterschiedlichen Gründen. Dass selbst die Ökostrom-Technologie Windkraft unter diesem wirtschaftlichen Manko leidet, wird angesichts der Dimensionen verständlich.

Unterstützung für Offshore-Wind-Industrie

Bund will Haftungsfragen klären

Samstag, 24. März 2012 Um den Ausbau der Offshore-Windenergie voranzutreiben, will die Bundesregierung noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf zur Klärung von Haftungsfragen vorlegen. Das sagten Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) jetzt nach einem Treffen mit Vertretern von Politik und Energiewirtschaft in Berlin. Die ungeklärten Haftungsfragen seien derzeit die Hauptschwierigkeit bei der weiteren Planung von Windparks vor der Küste, erklärte Rösler. Nach Röttgens Darstellung geht es unter anderem um Fragen der Kostenübernahme, wenn etwa ein defektes Kabel einen Stromausfall verursacht. Die Windenergie-Agentur WAB begrüßte die Ankündigung einer gesetzlichen Regelung. Konkret warb der Branchenverband dafür, dass mögliche Schäden, die nicht wirtschaftlich versicherbar sind, durch den Bund übernommen werden. "Die Risikoübernahme durch den Bund muss unverzüglich umgesetzt werden", forderte WAB-Geschäftsführer Ronny Meyer. "Das wäre das Signal, auf das wir so lange warten." Zum konkreten Inhalt des geplanten Gesetzentwurfs äußerten sich die Minister allerdings nicht. Rösler sagte lediglich, es müsse eine Balance zwischen den Interessen von Windpark-Betreibern, Netzbetreibern und Verbrauchern gefunden werden. Röttgen sprach von einer fairen Risikoverteilung ohne "Vollkaskomentalität". Bis zum Jahr 2020 sollen riesige Windräder in Nord- und Ostsee eine Leistung von rund 10 000 Megawatt erzeugen. Zuletzt war der Ausbau der Offshore-Windparks jedoch ins Stocken geraten.

WAB: Keine Minute beim Offshore-Netzanschluss verlieren

Keine Minute beim Offshore-Netzanschluss verlieren Der Offshore-Branchenverband WAB begrüßt die  in Berlin vorgelegten Ergebnisse der Arbeitsgruppe zum beschleunigten Netzausbau für Offshore-Windenergie und drängt auf deren unmittelbare Umsetzung. Der Verband fordert insbesondere die Hilfe des Bundes bei Haftungs- und Finanzierungsfragen.Wenn sich der Netzausbau noch weiter verzögert, werden die politischen Ziele für Offshore-Wind weit verfehlt. Das wäre katastrophal für die deutsche Offshore-Windindustrie.“, so Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB. Nach Angaben von Experten werden unter den gegenwärtigen Bedingungen nur rund 5 Gigawatt bis 2020 in deutschen Gewässern installiert werden. Das politische Ziel liegt mit 10 Gigawatt doppelt so hoch. Die stark mittelständisch geprägte Industrie hat in den letzten Jahren im Vertrauen auf dieses Ziel dreistellige Millionenbeträge in Technik, Produktionskapazitäten und Infrastruktur investiert. Hinzu kommen Millioneninvestitionen der Länder in diesem Bereich. “Die Investitionen und die Arbeitsplätze dürfen nicht gefährdet werden.”, so Meyer. Jede weitere Minute Verzögerung koste den Unternehmen bares Geld und zukunftsträchtige Arbeitsplätze unterstreicht Meyer. Derzeit arbeiten rund 6.000 Beschäftigte in der deutschen Offshore-Industrie. Bis 2021 erwarteten Experten bisher einen Anstieg auf bis zu 33.000 Beschäftigte. Diese Arbeitsplätze finden sich bereits heute im gesamten Bundesgebiet. Derzeit verhindern im Wesentlichen ungeklärte Haftungsrisiken weitere Investitionen in die seeseitigen Netzanschlüsse. Die WAB fordert daher, dass mögliche Schäden, die trotz technischer und organisatorischer Vorkehrungen nicht wirtschaftlich versicherbar sind, durch den Bund übernommen werden. Dieser Ansatz der Risikoübernahme durch den Bund ist auch aus anderen Industrien bekannt. “Die Risikoübernahme durch den Bund muss unverzüglich umgesetzt werden.”, fordert Meyer, “das wäre das Signal auf das wir so lange warten“, so Meyer weiter. Seit Ende Januar haben Vertreter des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWI) und des Bundesumweltministeriums (BMU), des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Länder- und Industrievertretern, Vorschläge zur Beschleunigung der Netzanbindung der Offshore-Windparks erarbeitet. Die Arbeitsgruppe wurde von der Kommunikationsplattform “Stiftung der deutschen Wirtschaft zur Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See” moderiert. Die Windenergie-Agentur WAB ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören mehr als 350 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergieindustrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.
Offshore-Windpark – Rückenwind für Bremerhaven
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Strompreise für Verbraucher steigen
Mehr als 2000 Windkraftanlagen, jede so hoch wie der Kölner Dom, sollen bis 2020 in der Nordsee stehen und eine elektrische Leistung bereitstellen, die der von zehn Atomkraftwerken entspricht. In Wassertiefen von bis zu 40 Metern sollen sie im Sturm 20 Meter hohen Wellen trotzen können und trotzdem verlässlich Strom liefern. Offshore-Windkraft in der deutschen Nordsee ist eine Pionier- und Risiko-Technologie, die unter so harten Bedingungen bislang noch nirgendwo in der Welt zum Einsatz kam.  

Die weitere Konsequenz einer Ursünde

An einer einzigen Kabeltrasse soll nun aber ein ganzer „Cluster“ aus mehreren Windparks mit Hunderten von Anlagen hängen, deren gesamte elektrische Leistung die eines Atomkraftwerks übertrifft. Ein Produktionsausfall wegen eines Kabelschadens kann da leicht Hunderttausende Euro Kosten pro Tag bedeuten – wobei es Monate dauern kann, bis die Wetterbedingungen eine Reparatur zulassen. Dass ein eher mittelständisches Unternehmen wie der Netzbetreiber Tennet dafür nicht aufkommen kann, ist verständlich. Unverständlich ist, warum er von der Politik überhaupt dazu gesetzlich verpflichtet wurde. Dass nun der Steuerzahler und Verbraucher für die Risiken einspringen soll, ist wohl unvermeidlich, solange die Bundesregierung nicht bereit ist, von ihren maritimen Ökostrom-Plänen abzulassen. Die neue „Umlage“, die der Verbraucher für den Offshore-Netzanschluss zu entrichten hat, ist eine weitere Konsequenz der Ursünde, den Energiemarkt erst zu liberalisieren, um ihm dann planwirtschaftliche Ziele vorzugeben.

Genehmigung für Windenergieanlagen mit Schwerkraftfundamenten erteilt

23.03.2012
Animation einer Offshore-Windkraftanlage mit Strabag-Schwerkraftfundament als schallarmer Gründungsvariante Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat den Einsatz so genannter Schwerkraftfundamente für die Installation der Anlagen des Offshore-Windparks „Albatros 1“ genehmigt. Der Errichter des Offshore-Windparks, die Windkraft FiT GmbH, wird dabei die vom europäischen Baukonzern Strabag entwickelten Flachgründungs-Elemente einsetzen.
Das Projekt Albatros 1 befindet sich in der deutschen Außenwirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee im Offshore-Vorranggebiet „Nördlich Austerngrund“. In einer ersten Phase sollen dort zehn Windenergieanlagen auf Schwerkraftfundamenten installiert werden. Die Fundamente, die nicht durch tiefe Bohrungen im Boden verankert werden müssen, zeichnen sich Herstellerangaben zufolge durch die kostengünstige Herstellung, schnelle Errichtung, hohe Lebensdauer und geringe Lärmemission bei der Offshore-Installation aus. Die Systeme können in Wassertiefen bis ca. 45 m zum Einsatz kommen. In einem umfangreichen Begleitforschungspaket, das von Forschungsinstituten begleitet wird, sollen technische Fragestellungen und Umweltaspekte umfassend untersucht werden. Die Produktion der Fundamente wird in Cuxhaven erfolgen, wo Strabag in Folge auch die Errichtung einer Produktionsstätte für die serielle Fertigung von Schwerkraftfundamenten plant. Als nächsten Schritt zur Umsetzung hat die Windkraft FiT GmbH Ende Februar termingerecht alle Unterlagen zum Erhalt der unbedingten Netzzusage bei TenneT, dem für die deutsche Nordsee zuständigen Netzbetreiber, eingereicht.
Warum die Energiewende so teuer wird Stromkunden sollen für Windparks zahlen Stromkunden sollen für Windparks zahlen Bundesregierung will Investitionsrisiken bei Offshore-Anlagen über höhere Energie-Umlage senken Berlin Für einen schnelleren Anschluss von Meereswindparks sollen künftig die Stromkunden in Deutschland zahlen. Das geht aus den Vorschlägen einer Arbeitsgruppe zur Beschleunigung der Netzanbindung vor, die Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eingesetzt haben. In dem Gremium sitzen Vertreter beider Ressorts, der Offshore-Branche, der Küstenländer und der Bundesnetzagentur. Die Vorschläge liegen unserer Zeitung vor. Wesentlicher Grund für den schleppenden Ausbau der Offshore-Windkraft sind Verzögerungen bei den geplanten Netzanschlüssen, die nicht nur laufende Projekte bremsen, sondern auch abschreckend auf künftige Windpark-Investoren wirken. Deutlich wird das Problem gerade bei der Anlage „Global Tech I“, die vor Niedersachsens Küste entstehen soll: Trotz einer Anschlusszusage für Oktober dieses Jahres hat Netzbetreiber Tennet den Investoren vergangene Woche mitgeteilt, dass sich die Anbindung bis August 2013 verschiebt. Dadurch droht dem Windpark ein Schaden von 67 Millionen Euro. Auch für Anschlüsse vor Schleswig-Holsteins Küste hat Tennet kürzlich Verzögerungen eingeräumt. Wer in diesen Fällen haftet, ist bisher unklar. Nun wollen Röttgen und Rösler den Windpark-Betreibern jedoch einen „umfassenden Ersatzanspruch gegenüber den Netzgesellschaften“ einräumen, wie es in dem Vorschlag ihrer Arbeitsgruppe heißt. Der Anspruch soll 95 Prozent der entgangenen Einnahmen decken und unabhängig vom Verschulden gelten, damit keine langwierigen Rechtsstreitigkeiten drohen. Die Netzbetreiber sollen sich die daraus entstehenden Haftungskosten wiederum vom Verbraucher zurückholen dürfen – entweder direkt über die Umlage für erneuerbare Energien, die die Stromkunden mit ihrer Rechnung zahlen, oder indirekt über das Netzentgelt, das die Stromlieferanten zahlen, aber in der Regel auch an die Kunden überwälzen. Zudem sollen die Netzbetreiber künftig noch weitere Kosten zusätzlich in ihre Entgelte einbeziehen dürfen. „Nur so wird die in Aussicht gestellte Eigenkapitalrendite für die gesuchten Investoren und Finanzgeber attraktiv“, heißt es in dem Papier. An diesem Donnerstag wollen Röttgen und Rösler auf Grundlage der Arbeitsgruppenvorschläge ihr gemeinsames Konzept beschließen. Auf einer Fachtagung von CDU und CSU gestern in Berlin mochten Vertreter beider Ressorts sich gestern zwar noch nicht abschließend auf Einzelheiten festlegen, zeigten sich aber zuversichtlich, zu einer Lösung zu kommen. „Wir sind auf einem guten Weg, die Netzanschlüsse schneller als bisher zu realisieren“, sagte Röttgens Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche. Röslers Energie-Abteilungsleiter Detlef Dauke sagte ebenfalls: „Wir sind auf sehr, sehr gutem Wege.“ Henning Baethge Norddeutsche Rundschau   Warum die Energiewende so teuer wird Bonn Stromverbraucher müssen sich wegen der Energiewende auf spürbare Preiserhöhungen einstellen. Hochrechnungen der Bundesnetzagentur ergeben, dass sich Haushaltsstrom in den kommenden Jahren allein durch höhere Netzentgelte um fünf bis sieben Prozent verteuern wird. Hintergrund ist der durch mehr alternative Energien notwendige Ausbau der Stromnetze. Das Netzentgelt macht etwa ein Viertel des Strompreises aus. In einem Bericht der Netzagentur für ihren politischen Beirat, der gestern in Berlin tagte, wird eine Steigerung um 16 bis 24 Prozent unterstellt. Für Industriestrom ist sogar eine Erhöhung der Netzentgelte um bis zu 54 Prozent und eine Strompreissteigerung von bis zu acht Prozent absehbar. Nicht berücksichtigt werden in dem Papier andere Kostenfaktoren der Energiewende wie höhere Strombeschaffungspreise durch den Bau neuer Kraftwerke oder eine steigende Umlage für erneuerbare Energien. Die angenommene Investitionsspanne für den Netzausbau reicht von knapp 30 bis zu 47,5 Milliarden Euro.Nach einer Auswertung des Verbraucherportals „www. preisvergleich.de“ erreicht der Strompreis in diesem Frühjahr einen neuen Höchststand. 126 Stromanbieter erhöhten die Tarife für Privatkunden zum 1. April beziehungsweise 1. Mai um durchschnittlich 3,7 Prozent. Eine dreiköpfige Familie mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden muss mit Mehrkosten von rund 35 Euro im Jahr rechnen. sh:z Norddeutsche Rundschau

Workshop „Sicherheit in der Deutschen Bucht - Offshore Anwendungen“

22.03.2012
Am 29.03.2012 findet im t.i.m.e. Port II+III in Bremerhaven der MARISSA-Workshop „Sicherheit in der Deutschen Bucht - Offshore Anwendungen“ statt. Der Workshop wird im Rahmen des Anwendungsfeldes „Maritime Verkehrsleit- und Sicherheitstechnik“ des „Nationalen Masterplans Maritime Technologien (NMMT)“ veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeschluss ist bereits am 23.03.2012.
MARISSA (Maritime Safety and Security Applications) ist ein branchenübergreifendes Netzwerk führender Industrieunternehmen im Bereich der maritimen Verkehrsleit- und Sicherheitstechnik, welches u.a. das Leuchtturmprojekt „Sicherheit in der Deutschen Bucht“ in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden GMT, VDMA, VSM und Stiftung Offshore Wind innerhalb des NMMT gestaltet und koordiniert. Der MARISSA-Workshop „Offshore-Anwendungen“ ist die Fortsetzung einer erfolgreich gestarteten Reihe von Veranstaltungen zur Implementierung und aktiven Umsetzung des NMMT Anwendungsfeldes „Maritime Verkehrsleit- und Sicherheitstechnik“. Die MARISSA Demonstrator-Workshops bieten Anwendern, Institutionen, Wissenschaft und Technologieentwicklern ein Forum zum fortlaufenden Austausch und Präsentation innovativer Lösungen. Das Ziel ist, den Dialog zwischen Anbietern und Nutzern zu unterstützen, den Technologietransfer zu fördern und die Entwicklung neuer Produkte für die internationalen Märkte der maritimen Wirtschaft zu initiieren. Die Teilnahme ist kostenlos und kann formlos per e-Mail an sekretariat@marissa.nmmt.de erfolgen. Anmeldeschluss ist der 23.03.2012. Weitere Informationen unter www.marissa-bremen.de
   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne