Einsetzen kann Rolldock diese neuen Schiffe höchst flexibel: Ob herkömmliches Transportgeschäft oder Offshore-Bereich – alles ist dank ihrer Vielseitigkeit möglich. Innovative Lösungen belegen auch bei diesem Entwurf den hochwertigen Ansatz der FSG.

FSG erhält Auftrag für multifunktionale Schwergut FSG erhält Auftrag für multifunktionale Schwergut-Transportschiffe Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) freut sich über einen neuen Auftrag aus den Niederlanden: Das Unternehmen Rolldock hat zwei baugleiche Schiffe für den flexiblen Transport anspruchsvoller Projektladung bestellt. Das Konzept ermöglicht die Beladung der Schiffe auf drei verschiedenen Wegen – Voraussetzung für höchste Anpassungsfähigkeit und Zukunftssicherheit im anspruchsvollen weltweiten Transportgeschäft. Mit dem Bau der beiden jeweils 151,50 Meter langen Schiffe wird im Februar 2013 begonnen, die Ablieferung ist für das erste Halbjahr 2014 vorgesehen. Somit ist bis dahin für die Beschäftigung der 700 Flensburger Schiffbauer gesorgt; darüber hinaus gibt es die Option, dass Rolldock weitere Schiffe dieses Typs beauftragt. Für die FSG, die sich in den vergangenen 15 Jahren als Weltmarktführer im Bau von RoRo- und RoPax-Schiffen einen Namen gemacht hat, ist dies der erste erfolgreiche Schritt im Zuge der Erweiterung ihrer Produktpalette. Geschäftsführer Peter Sierk: „Wir arbeiten erst seit dem Sommer vergangenen Jahres ernsthaft im Offshore-Bereich und können schon wenige Monate später den ersten Auftrag verzeichnen – das stimmt uns sehr positiv und bestätigt uns darin, dass unsere strategische Ausrichtung richtig ist.“ Diese besagt, dass die Zukunft der Werft in ihrer Vielseitigkeit liegt. „Natürlich“, so Sierk, „wollen wir die Nummer eins auf dem RoRo-Markt bleiben.“ Aber da die klassischen Werftmärkte zurückgegangen sind, ist es für das Überleben einer modernen Werft heutzutage zwingend erforderlich, neue Ideen anzubieten. „Und da können wir mit unserer starken Forschungs- und Entwicklungsabteilung naturgemäß punkten.“ „Mit Rolldock haben wir seit Dezember 2011 vertrauensvolle Gespräche geführt“, berichtet Peter Sierk. Überzeugt habe man die Niederländer mit einem gelungenen und vielseitigen Entwurf, schnellem Handeln, Flexibilität sowie der nachweisbaren Liefertreue der vergangenen 20 Jahre. Sierk: „Wir haben seit 1990 jedes Schiff zum vereinbarten Termin (oder früher) und natürlich auch im Budget abgeliefert, und das ist für Rolldock von enormer Bedeutung gewesen bei ihrer Entscheidung.“ Obwohl die FSG im Wettbewerb mit günstigeren Werften gestanden habe, so Sierk, unterschrieb Rolldock schließlich in Flensburg. „Das zeigt, dass zuverlässige und technisch führendeProdukte aus Nordeuropa sich dank ihrer Qualität den entscheidenden Marktvorteil gegenüber Angeboten aus Asien und anderen Teilen der Erde verschaffen können, die eben nur auf den ersten Blick günstiger sind.“ Bei den beiden jetzt beauftragten Schiffen handelt es sich um innovative und höchst flexibel einsetzbare Schiffe für verschiedenste Projektladung. Die Lade- und Löschvorgänge stellen die größte Herausforderung bei diesem Schiffstyp dar, wobei die Schiffe gleich auf drei verschiedenen Wegen beladen werden können. Zwei Schwerlastkräne bewegen Güter von bis zu 700 Tonnen Gewicht. Zudem verfügen die Schiffe über eine höhenverfahrbare Heckrampe und Lukendeckel, um sich an verschiedene Pierhöhen in Häfen anzupassen, so dass eine Be- und Entladung von bis zu 3000 Tonnen schweren Einzellasten auf dem klassischen RoRo-Weg möglich ist. Weiterhin lassen sich die Schiffe um mehr als zwölf Meter absenken, so dass Ladung auch schwimmend nach dem Float-in-Float-out-Prinzip aufgenommen werden kann. Die Tragfähigkeit jedes Schiffes beträgt 8000 Tonnen. Einsetzen kann Rolldock diese neuen Schiffe höchst flexibel: Ob herkömmliches Transportgeschäft oder Offshore-Bereich – alles ist dank ihrer Vielseitigkeit möglich. Innovative Lösungen belegen auch bei diesem Entwurf den hochwertigen Ansatz der FSG. So ist zum Beispiel das Ballastwassersystem inklusive automatisierten Abläufen und Protokollfunktionen komplett in verstärktem Kunststoff ausgeführt. Außerdem wird eine integrierte Lösung für die Brückeneinrichtung zur Überwachung und Steuerung aller relevanten Abläufe verbaut. In der Einrichtung des Schiffes gibt es Platz für bis zu 32 Personen, so dass neben der Besatzung auch Begleitpersonal für die zum Teil hochkomplexe und sensible Projektladung mitgenommen werden kann. Die Schiffe verfügen über eine Geschwindigkeit von 16 Knoten in voll beladenem Zustand und werden von zwei Dieselmotoren über eine Doppelwellenanlage angetrieben. Sie berücksichtigen durch die Integration einer Ballastwasserbehandlungsanlage und Anwendung höchster Beschichtungsstandards in den Tanks bereits jetzt zukünftige Umweltschutzbestimmungen. Wie bei allen anderen FSG-Neubauten, so zeichnen sich auch diese Schiffe durch höchste Effizienz sowie niedrigste Emissionen und niedrigsten Kraftstoffverbrauch aus. Der neue Auftrag für Rolldock sichert den Auftragsbestand der FSG bis Mitte 2014. Bis dahin stehen weiterhin zwei RoRo-Frachtfähren für Seatruck Ferries (England), drei RoRo-Frachtfähren für Ulusoy Sealines (Türkei) und ein ConRo-Schiff für Oceanex (Kanada) im Orderbuch. Neue vielversprechende Projekte, die die Beschäftigung der mehr als 700 Schiffbauer am Standort Flensburg auch über 2014 hinaus gewährleisten sollen, werden intensiv bearbeitet Als wichtiger Engineeringpartner der Allseas Gruppe hat Bosch Rexroth Komponenten der Antriebs- und Steuerungslösung der weltweit größten mobilen Hebeeinrichtung für Offshore Installationen entwickelt und konstruiert.   Das mit diesem Topside Lifting System (TLS) ausgerüstete Spezialschiff „Pieter Schelte“ kann die oberen Aufbauten von Offshore-Plattformen mit einem Gewicht von bis zu 48.000 Tonnen in einem Stück anheben und transportieren. Damit senkt Allseas die Kosten und Risiken für die Montage und Demontage von Offshore-Plattformen deutlich. Pieter Schelte wird derzeit in Südkorea gebaut und soll bereits Anfang 2014 einsatzbereit sein. Für die Demontage der oberen Aufbauten von Offshore-Plattformen müssen bislang Arbeiter auf hoher See die Konstruktion manuell in transportfähige Einzelteile zerlegen. Diese Arbeit ist zeitintensiv und risikoreich. Das neue Spezialschiff der Allseas Gruppe wird in Zukunft die Plattformen komplett von den Stelzen abheben und an Land transportieren. Dort erfolgt die Demontage deutlich sicherer und kostengünstiger. Die Voraussetzung für diese entscheidende Vereinfachung ist ein Topside Lifting System (TLS), für das es in dieser Dimension kein Vorbild gibt. 48.000 Tonnen kann das TLS anheben – das entspricht über 80 voll beladenen Airbus A380. Pieter Schelte von Allseas nimmt Offshore-Plattformen Huckepack Als Engineeringpartner der Allseas Gruppe hat Bosch Rexroth Lösungen des Antriebs- und Steuerungssystems sowie Komponenten des TLS entwickelt und konstruiert. Für Edward Heerema, den Inhaber der Allseas Gruppe, stellt das Engineering das Herzstück des Projekts dar: „Wir mussten hier bereits das Fundament für alle Funktionen des Schiffes legen. Daher durfte nichts vergessen werden: alle technischen Anforderungen mussten exakt getroffen und alle möglichen Szenarios bereits durchgespielt werden.“ Daher hat sich Allseas mit Bosch Rexroth einen langjährigen Partner an Bord geholt: Rexroth verfügt über eine umfassende Erfahrung bei der Konzeption und Realisierung von anspruchsvollen Automationslösungen für Offshore-Installationen und maritime Anwendungen. Ein internationales Team aus Branchenspezialisten und Technologieexperten hat das Antriebs- und Steuerungssystem des TLS auf Basis der von Allseas zur Verfügung gestellten Vorgaben entwickelt. „Bislang gibt es kein vergleichbares System, das war selbst für unsere erfahrenen Ingenieure eine spannende Aufgabe“, erläutert Projektleiter Ron van den Oetelaar die Herausforderung für Bosch Rexroth. Pieter Schelte von Allseas nimmt Offshore-Plattformen Huckepack In komplexen Co-Simulationen überprüfte Rexroth das Design und die Dimensionierung wichtiger Komponenten, stets mit dem Augenmerk auf Einhaltung der hohen Sicherheitsstandards. Die unternehmenseigene Software berücksichtigt dabei sowohl mechanische Festigkeiten als auch die Besonderheiten der Hydraulik. Über die Engineering-Leistungen hinaus liefert Rexroth das 5 Megawatt starke zentrale Hydraulikaggregat sowie zahlreiche Schlüsselkomponenten und Subsysteme für das das TLS. Das neue Spezialschiff wird derzeit auf einer Werft in Südkorea gebaut und soll bereits Anfang 2014 die ersten Offshore-Plattformen demontieren.
     
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne