EU bekämpft Piraterie am Horn von Afrika bis Ende 2014

Wilhelmshavener Schiff im Einsatz bei Piratenangriff vor Somalia Erwogen wird auch die Infrastruktur der Piraten am Strand zu zerstören. Archivfoto: US-Navy Fighting Pirates: Learning from Malacca Jennifer Giroux, senior researcher at the Center for Security Studies, argues that Indonesia, Malaysia and Singapore only began coordinating anti-piracy efforts in the Strait of Malacca after freight insurance premiums skyrocketed. The Strait – through which one quarter of the world’s traded goods are shipped – presents a good case study of regional cooperation in combating piracy. This podcast also discusses the lessons that can be learned for the Gulf of Aden and the Gulf of Guinea. Fighting Pirates: Learning from Malacca

Schon zehn Überfälle seit Jahresbeginn

UN besorgt über Zunahme der Piraterie an Afrikas Westküste

Mittwoch, 29. Februar 2012
„Cape Bird“: Am 9. Oktober 2011 vor Westafrika gekapert.
Schwer bewaffnete Piraten machen jetzt auch die Westküste Afrikas zu einem Risiko für die Schifffahrt. Sie haben es auf Schiffe mit reicher Ladung abgesehen, gehen systematisch vor und bedienen sich zunehmend ausgeklügelter Taktiken, wie Lynn Pascoe, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für politische Fragen, dem Sicherheitsrat am Montag in New York berichtete. Seit Jahresbeginn 2012 hätten Piraten schon zehn Frachter vor der Küste von Benin, Kongo, Ghana, Nigeria sowie der Elfenbeinküste von überfallen, sagte Pascoe. 2010 hätten Reeder 64 Überfälle von Piraten gemeldet, fuhr er fort. Während die somalischen Piraten bevorzugt Geiseln nähmen und dann Lösegeld einstrichen, bereicherten sich ihre westafrikanischen Kollegen an kostbarer Ware, sagte Pascoe. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig nannte Pascoes Bericht im Sicherheitsrat "alarmierend". Wittig forderte ein integriertes Konzept für die Sicherheit des Schiffsverkehrs im Golf von Guinea und für die wirtschaftliche Entwicklung der Anrainerstaaten. Pascoe ermunterte die betroffenen Länder sowie regionale Organisationen wie die Afrikanische Union zur Zusammenarbeit. Außer Spezialeinheiten zur Abwehr der Angriffe seien kompetente Gerichte zur Verurteilung der Piraten sowie Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut am Golf von Guinea notwendig. Deutschland sei bereit, den Ländern dabei weiter zur Seite zu stehen, sagte Wittig. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Verlängerung der "Atalanta"-Mission

EU bekämpft Piraterie am Horn von Afrika bis Ende 2014

Dienstag, 28. Februar 2012
Erwogen wird auch die Infrastruktur der Piraten am Strand zu zerstören. Archivfoto: US-Navy
Die Europäische Union wird auch weiterhin die Piraterie am Horn von Afrika bekämpfen. Die EU-Außenminister beschlossen am Montag in Brüssel die Verlängerung des Marineeinsatzes "Atalanta" bis Ende 2014. Die EU-Mission soll die wichtigen Seewege vor Somalia und im Golf von Aden sichern und Schiffe des Welternährungsprogramms schützen, die Lebensmittel für die notleidende somalische Bevölkerung bringen. Eine Ausweitung des Mandats war beim Ministertreffen kein Thema. Es bestehe aber die Bereitschaft und der Konsens, dass mehr getan werden müsse, berichteten EU-Diplomaten. Erwogen wird, nicht nur auf See zu agieren, sondern auch die Infrastruktur der Piraten am Strand zu zerstören. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Januar gefordert, dass neben das militärische auch ein politisches Mandat der EU treten müsse, um die Ursachen der Piraterie zu bekämpfen. Ziel der im Dezember 2008 beschlossenen Operation "Atalanta" ist es, die Piraten am Horn von Afrika und im Seegebiet vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer abzuschrecken. Fünf bis zehn Kriegsschiffe überwachen dabei ein Gebiet, das etwa eineinhalb mal so groß ist wie das europäische Festland. Derzeit befindet sich das größte Schiff der Deutschen Marine, die "Berlin", mit einer 230-köpfigen Besatzung im Anti-Piraten-Einsatz.

Marinesoldaten schützen Costa Allegra

Aktualisiert um 08:58 1 Kommentar
Das havarierte Kreuzfahrtschiff , das in Piratengewässern vor Afrika treibt, hatte schon mehrere Leben. An Bord sind auch neun bewaffnete Marinesoldaten.
1/4 Treibt in Piratengewässern: Die Costa Allegra, fotografiert aus einem Flugzeug der indischen Marine. (27. Februar 2012) Bild: AP/Keystone
Das Kreuzfahrtschiff Costa Allegra ist am Montag auf offener See in Schwierigkeiten geraten. (Video: Reuters )
Das vor den Seychellen havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Allegra ist vom ersten der zur Hilfe gerufenen Schiffe erreicht worden. Ein französisches Fischfang-Schiff sei in der Nacht auf heute mit Vorräten bei der Costa Allegra eingetroffen, teilte der Kreuzfahrtanbieter Costa Crociere in Rom mit. Die Costa Allegra treibt mit mehr als tausend Menschen an Bord ohne Strom in den Gewässern weit vor der afrikanischen Ostküste. In der Gegend kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit Piraten.
Die Kapitäne der beiden Schiffe stünden in Funkkontakt, hiess es weiter. Die Costa Allegra soll von dem Fischerei-Trawler zur nahegelegenen Seychelleninsel Desroches geschleppt werden, wie die Küstenwache des Archipels heute früh mitteilte. Die Schleppaktion solle noch im Laufe des Tages erfolgen. Marinesoldaten an Bord An Bord der Costa Allegra sollen sich auch neun italienische Marinesoldaten befinden. Dies berichtet der britische «Guardian» unter Berufung auf die Reederei. Die bewaffneten Soldaten würden reagieren, sollte das Schiff von Piraten angegriffen werden, sagte eine Sprecherin des Präsidenten der Seychellen. Bisher habe man jedoch keine Piraten gesichtet. Ausserdem habe die Küstenwache der Seychellen einen Helikopter zu dem Schiff entsandt. Dieser soll Nahrungsmittel, Handys und Funkgeräte liefern. Auf dem Schiff ist der Strom ausgefallen, so dass weder die Bordküche noch die Kommunikationsmittel funktionieren. Das Notstromaggregat für das Satellitentelefon drohe jeden Moment auszufallen. 636 Passagiere aus 25 Ländern Das Kreuzfahrtschiff war auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen, als gestern im Maschinenraum ein Brand ausbrach. Das Feuer konnte zwar gelöscht werden, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. In Folge des Brandes fiel aber der Strom aus. An Bord befinden sich neben 413 Crewmitgliedern 636 Passagiere aus 25 Ländern, die meisten davon aus Italien, Frankreich und Österreich. Nach Angaben des Kreuzfahrtanbieters sind alle Passagiere wohlauf. Ehemaliger Frachter Das havarierte Schiff wird nun von dem französischen Fischtrawler auf die Insel Desroches gezogen. Dort befinde sich ein Luxus-Ressort, wo die Passagiere zumindest duschen könnten, sagte der Tourismus-Chef der Seychellen. Danach würden sie nach Mahe, der Hauptinsel der Seychellen, geflogen. Es sei möglich, dass es auf den Seychellen für die mehr als 1000 Menschen zu wenig Unterbringungen beziehungsweise Flugmöglichkeiten gebe, hiess es weiter. Derzeit werde eine Lösung für dieses Problem gesucht. Die Costa Allegra wurde 1969 in Finnland als Container-Frachter gebaut und leif unter dem Namen MS Annie Johnson vom Stapel. Bereits 1986 hätte sie zum Kreuzfahrtschiff umgebaut und auf den Namen Regent Moon getauft werden sollen. Stattdessen legte der neue Eigner das Schiff auf. Erst 1990 erstand Costa Crociere das Schiff und liess es zum Kreuzfahrtschiff umbauen. Weiterer Imageschaden Sie gehört zwar immer noch der italienischen Reederei, ist aber seit 2010 an die französische Pasquet Cruises verpachtet. Paquet gehört der Muttergesellschaft von Costa Crociere, der Carnival Corporation. Der Zwischenfall auf der Costa Allegra ereignete sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für die Betreibergesellschaft Costa Crociere, einer Tochterfirma des US-Unternehmens Carnival. Erst am 13. Januar war ihre Costa Concordia vor der toskanischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und gekentert. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.

SchifffahrtUN warnt vor Piraterie an Afrikas Westküste

Quelle: Handelsblatt Online Schwerbewaffnete Piraten machen jetzt auch die Westküste Afrikas zu einem Risiko für die Schifffahrt. Sie haben es auf Schiffe mit reicher Ladung abgesehen, warnte UN-Untergeneralsekretär Lynn Pascoe.
Piraten: Sie kapern Schiffe, kommen mit Kriegswaffen an Bord und bringen einzelne Geiseln oder ganze Mannschaften in ihre Gewalt. Quelle: dapd
Piraten: Sie kapern Schiffe, kommen mit Kriegswaffen an Bord und bringen einzelne Geiseln oder ganze Mannschaften in ihre Gewalt. Quelle: dapd
New York Schwerbewaffnete Piraten machen jetzt auch die Westküste Afrikas zu einem Risiko für die Schifffahrt. Sie haben es auf Schiffe mit reicher Ladung abgesehen, gehen systematisch vor und bedienen sich zunehmend ausgeklügelter Taktiken, wie Lynn Pascoe, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für politische Fragen, dem Sicherheitsrat am Montag in New York berichtete. Seit Jahresbeginn 2012 hätten Piraten schon zehn Frachter vor der Küste von Benin, Kongo, Ghana, Nigeria sowie der Elfenbeinküste von überfallen, sagte Pascoe. 2010 hätten Reeder 64 Überfälle von Piraten gemeldet, fuhr er fort. Während die somalischen Piraten bevorzugt Geiseln nähmen und dann Lösegeld einstrichen, bereicherten sich ihre westafrikanischen Kollegen an kostbarer Ware, sagte Pascoe. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig nannte Pascoes Bericht im Sicherheitsrat „alarmierend“. Wittig forderte ein integriertes Konzept für die Sicherheit des Schiffsverkehrs im Golf von Guinea und für die wirtschaftliche Entwicklung der Anrainerstaaten. Pascoe ermunterte die betroffenen Länder sowie regionale Organisationen wie die Afrikanische Union zur Zusammenarbeit. Außer Spezialeinheiten zur Abwehr der Angriffe seien kompetente Gerichte zur Verurteilung der Piraten sowie Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut am Golf von Guinea notwendig. Deutschland sei bereit, den Ländern dabei weiter zur Seite zu stehen, sagte Wittig.

Gulf of Guinea Piracy Threat Increases, United Nations Urges Regional Anti-Piracy Strategy

By On February 27, 2012
A crew member prepares to board a tanker that was hijacked by pirates in Benin on 24 July 2011. Photo: IRIN/Daniel Hayduk 27 February 2012 – A comprehensive regional strategy is critical if countries are to successfully combat piracy in the Gulf of Guinea, a top United Nations official stressed today, highlighting the threat posed to the security and economic development of States in the region by the scourge.
“Gulf of Guinea countries need a united front in order to respond to effectively to the growing threat of piracy along their coasts. Isolated national initiatives are only temporarily, at best, pushing the pirates to shift their criminal operations from one country to the next,” B. Lynn Pascoe, Under Secretary-General for Political Affairs, said in a briefing to the Security Council. He told the 15-member body that piracy and armed robbery against ships increasingly undermine efforts by States in the Gulf of Guinea region to maintain peace, security and stability and to promote socio-economic development. The threat has become even more alarming as the pirates have become more violent. “While regional States and organizations have carried out initiatives designed to counter piracy and armed robbery against ships at the national and regional levels, the threat not only persists but appears to be gaining ground in a region where the high-value assets the pirates target are abundant,” he stated. Last November Secretary-General Ban Ki-moon deployed a team – in response to a request from President Boni Yayi of Benin – to assess the scope of the piracy threat in the Gulf of Guinea and make recommendations for possible UN support in tackling this scourge. The move also followed the adoption of a resolution in which the Council condemned all acts of piracy and armed robbery in the Gulf of Guinea and encouraged regional bodies to develop a comprehensive strategy to tackle it. The mission found that piracy in the region has become more systematic, with the pirates resorting to sophisticated modes of operations and utilizing heavy weapons, Mr. Pascoe reported to the Council, adding that so far, the attacks have primarily targeted the lucrative cargo onboard the ships rather than taking hostages for ransom – the practice off Somalia. He stated that piracy in the Gulf of Guinea hampers efforts by regional States to engage in peaceful international commerce and to exploit their vast natural resources for the socio-economic development of their countries. Recent reports have suggested for instance that Nigeria is losing an estimated seven per cent of its oil resources to criminal activities, including piracy. “While piracy was largely an unknown phenomenon in the Gulf of Guinea 10 years ago, the number of recent attacks and the damage they cause has reached worrisome proportions.” In 2010, 45 incidents in seven countries were reported to the UN International Maritime Organization (IMO). Last year, the numbers rose to 64 in nine countries. In only the first two months of 2012, the IMO has already recorded 10 incidents off the coasts of Benin, Congo, Côte d’Ivoire, Ghana and Nigeria. And those just the reported cases, Mr. Pascoe noted. Towards establishing a united front to respond effectively, the assessment mission recommended that the affected countries convene a regional summit as early as possible in 2012 to develop a comprehensive anti-piracy strategy. Mr. Pascoe said various efforts already undertaken by West and Central African States constitute important building blocks that lay the foundation for the convening of the proposed joint regional anti-piracy summit. He also noted that while all Gulf of Guinea countries, both coastal and hinterland, are determined to counter the growing threat of piracy and armed robbery at sea, limited national and regional capacities undermine their ability to do so effectively. “The resources at hand are inadequate and the region lacks a harmonized legal framework in the field of maritime security,” he said. “This, in turn, can undermine effective cooperation to initiate and implement joint and timely anti-piracy activities.” While welcoming the support provided by members of the international community to Gulf of Guinea countries to strengthen their maritime security capacities, he stressed the need to do more in the face of the deepening threat. Significant logistical support is required, in particular, to bolster national and regional maritime capacities, he noted. Representing the Economic Community of West African States (ECOWAS), Political Director Abdel-Fatau Musah said that piracy is a regional challenge requiring a regional maritime security architecture into which national and bilateral initiatives would dovetail. It is also dictated by regional challenges such as lack of financial and technical capacity and duplication of efforts owing to the lack of a coordination mechanism. “Going forward, therefore, while encouraging the continuation of ongoing limited initiatives, ECOWAS urges all the parties concerned to scale up efforts, beginning with the proposed multilateral forum, to develop a more comprehensive framework involving all the parties concerned to ensure a holistic approach to maritime security, in close cooperation with the UN,” he stated. Florentina Adenike Ukonga from the Gulf of Guinea Commission told the Council that there is no standard, accepted definition of piracy in the countries of the region, with the result that, depending on where they are caught, pirates can escape with little or no punishment. “There is therefore the need to have an accepted, common definition of acts of piracy, attracting the same type of punishment in all the countries of the region and possibly the establishment of a neutral jurisdiction that will try those arrested for acts of piracy,” said Ms. Ukonga.
  Wilhelmshavener Schiff im Einsatz bei Piratenangriff vor Somalia • Artikel • Fotostrecke Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" verlässt am 28. Januar den Marinestützpunkt Wilhelmshaven und nimmt Kurs auf das Horn von Afrika. Archivbild: dpa wilhelmshaven/ kiel - Marinesoldaten aus dem Norden haben sich vor der Küste Somalias an der Abwehr eines Piratenangriffs auf den 244 Meter langen Tanker „North Sea“ beteiligt. Im Einsatz waren am Mittwoch unter anderem Hubschrauber vom Typ „Sea King“ des Marinefliegergeschwaders 5 aus Kiel, wie die Marine am Freitag in Potsdam bestätigte. Sie waren von Bord des in Wilhelmshaven beheimateten Einsatzgruppenversorgers „Berlin“ gestartet und stoppten das Piratenboot mit Warnschüssen. Ein Sicherheitsteam an Bord des Tankers hatten den mit Handfeuerwaffen geführten Angriff von acht mutmaßlichen Piraten abgewehrt. Die Angreifer wurden auf die „Berlin“ gebracht. Die „Berlin“ nimmt derzeit an der Anti-Piraten-Operation „Atalanta“ am Horn von Afrika teil. Fotostrecke:Wilhelmshaven: Versorger läuft Richtung Somalia aus  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne