Bundeswehr Auf Suche nach mehr Sicherheit vor Afrika

Auf Suche nach mehr Sicherheit vor Afrika Einige Videos, die die Problematik der Piraterie in Somalia und Afrika allg. darstellen nicht jugendfrei   Bundeswehr Auf Suche nach mehr Sicherheit vor Afrika 02.03.2012, 06:00 Uhr Christian Unger Neben der Bundeswehr sollen auch private Firmen deutsche Schiffe vor Piraten schützen. Experten fordern Kooperationen mit somalischen Clanchefs. Foto: dpa/DPA Hamburg. Ein kleines Motorboot rast mit 20 Knoten auf den Frachter zu, etwa 1,6 Seemeilen ist es noch entfernt, als die Besatzung des Frachters die Angreifer entdeckt. Der Kapitän sendet sofort einen Notruf aus in Richtung Marine. Als die Crew auf dem Motorboot der Piraten Waffen sichtet, feuert das Sicherheitsteam an Bord Warnschüsse ab. Die Piraten schießen mit einer Kalaschnikow AK-47 zurück. Heftige Schusswechsel folgen, 50, vielleicht sogar 60 Salven feuert das Team an Bord des Frachters ab. Erst dann brechen die Piraten ihren Angriff ab. Und der von der Marine entsandte Helikopter fliegt vorzeitig zum Stützpunkt zurück. E im Golf von Aden vor der Küste des Jemen. • Fregatte Niedersachsen kehrt heim Viele dieser Geschichten sind nachzulesen auf der Internetseite des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) mit Sitz in London. Tag für Tag tragen sie in den "Live Piracy Report" die Attacken der Piraten auf Handelsschif Nach Angaben des IMB gab es allein in diesem Jahr 62 Angriffe von Piraten auf Handelsschiffe - fast die Hälfte davon vor der Küste Somalias. Noch immer sind sechs Frachter in der Hand von somalischen Piraten. 177 Seeleute halten sie in Geiselhaft. Zwar ging die Zahl der Angriffe 2011 zurück. 439 waren es im vergangenen Jahr, 445 in 2010. Doch das Geschäft mit der Piraterie läuft auf Hochtouren. Und es ist für die Angreifer sehr lukrativ. Angeblich 240 Millionen Dollar sollen laut Zeitungsberichten allein die somalischen Seeräuber 2010 kassiert haben. Ein großer Teil davon fließt in Immobiliengeschäfte in Kenia, wo viele Somalier leben.Der Kampf gegen die Überfälle auf See wird hartnäckig geführt. Reeder rüsten ihre Schiffe mit privaten Sicherheitsleuten aus gestern wurden  die westafrikanischen Staaten wie Nigeria und Benin aufgefordert,schärfer gegen Piraten vorzugehen. Die Überfälle auf die Schifffahrt haben vor Afrikas Westküste deutlich zugenommen. Im Rahmen der von der EurUnion geführten Mission "Atalanta" ist auch die Bundeswehr am Kampf gegen Piraten beteiligt. Drei Fregatten mit vier Bordhubschraubern und drei Aufklärungsflugzeugen sind bei "Atalanta" im Einsatz. Auch Chinesen, Amerikaner, Briten und Inder haben Kriegschiffe zum Kap der guten Hoffnung entsandt. . 2011 wurden bei Geiselnahmen durch Piraten acht Seeleute getötet.Und Schiffe der duetschen Reedereien sind laut der niedersächsischen Landesregierung am häufigsten von Überfällen betroffen. Nach Hamburg ist Niedersachsen mit 160 Reedereien der zweitgrößte maritime Standort Deutschlands, das 90 Prozent seines Außenhandels per Schiffabwickelt. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) will nun den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, schnell einen besseren Schutz für Schiffe unter deutscher Flagge durchzusetzen. In einer Initiative, die heute in den Bundesrat eingebracht wird, fordert die Regierung in Hannover von der Bundesregierung ein Gesamtkonzept zum Schutz gegen Angriffe auf See - vor allem eine bessere Vernetzung von Reedereien, Sicherheitsfirmen, Bundespolizei und der Marine. "Sichere Seewege sind für Deutschland, mit der drittgrößten Handelsflotte der Welt, von elementarer Bedeutung", sagte McAllister dem Abendblatt. Um diese Position zu halten, müsse die Bundesregierung dringend etwas tun. In "besonderen Gefährdungslagen" halte der Bundesrat eine "individuelle Begleitung von deutschflaggigen Schiffen durch hoheitliche Sicherheitskräfte für erforderlich", heißt es in der Initiative Niedersachsens. Die Regierung solle dafür Kräfte, also Polizei und Marine, sicherstellen.Wer soll die deutschen Schiffe schützen? Bundeswehr? Private Kräfte? Was davon ist bezahlbar, welche Kosten trägt der Bund? Über diese Fragen debattieren Reeder, Politiker und Experten seit Jahren. Bisher sind deutsche Soldaten am Horn von Afrika nur auf Schiffen des Welternährungsprogramms an Bord. Alles andere erlaube die rechtliche Vorgabe der EU-Operation "Atalanta" nicht, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dem Abendblatt. Und ein "flächendeckender Schutz von deutsch geflaggten Handelsschiffen durch Kräfte der Bundeswehr" sei "ressourcenbedingt nicht möglich". Der Schutz aller deutsch geflaggten Schiffe durch Soldaten an Bord ist für die Regierung nicht finanzierbar. Nach Angaben des Deutschen Reederverbands stehen von etwa 4000 Schiffen der Reedereien nur knapp 500 unter deutscher Flagge. Viele sind zwar hier registriert, aber von Staaten wie Liberia geflaggt, um Auflagen der deutschen Beflaggung zu umgehen. So sind Schiffe unter deutscher Flagge beispielsweise verpflichtet, mindestens fünf Europäer in der Crew an Bord zu nehmen. Für die Reeder steigen die Personalkosten. Und Schiffe unter deutscher Flagge sind derzeit wenig geschützt gegen Angriffe von Piraten. Denn private Sicherheitsdienste an Bord sind bisher verboten. Erst kürzlich hat die große Reederei Hamburg Süd drei Frachter nach Liberia ausgeflaggt - um jetzt bewaffnete Kräfte mit auf die Fahrt zu nehmen. Die Koalition von Union und FDP will nun privaten deutschen Sicherheitsfirmen Lizenzen zum Schutz deutscher Handelsschiffe vor Piraten erteilen. Bis zum Sommer solle eine Regelung getroffen werden. Die Bundesregierung will sich dabei an die Richtlinien der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) halten, die klare Regeln für Zulassung und Einsatz der Sicherheitsleute an Bord vorgibt: so zum Beispiel Auflagen wie Waffenscheine, Gewähr für den Einfluss des Kapitäns auf die Arbeit der bewaffneten Kräfte, Einhaltung der Verhältnismäßigkeit bei der Verteidigung. Der Deutsche Reederverband begrüßt die geplante Zertifizierung von Sicherheitsfirmen durch die Behörden. Sie sei "ein wichtiger Schritt zum Schutz der deutschen Schiffe", sagte Geschäftsführer Max Johns dem Abendblatt. Sicherheit können die Reeder dann einkaufen. Und das nicht gerade günstig. Für eine Fahrt am Horn von Afrika mit vier privaten Sicherheitsleuten an Bord und einer Dauer von drei bis vier Tagen rechnet der Verband mit Kosten von etwa 50 000 Dollar - wobei Unternehmen an Kosten für die Versicherung des Schiffes sparen. Experten kritisieren allerdings den Einsatz von Sicherheitskräften. "Falls unbeteiligte Menschen aufgrund eines Irrtums zu Schaden kommen, sind rechtliche und politische Problemlagen vorprogrammiert", sagt Torsten Geise vom Giga-Institut in Hamburg. Der Staat gibt das Gewaltmonopol in private Hände. Zudem könnten Piraten ebenfalls aufrüsten - es drohe eine Spirale der Gewalt, befürchten Kritiker. Für Geise wird der Kampf gegen die Piraterie sowieso nicht auf Wasser entschieden - sondern vor allem an Land. Entscheidend sei "eine Stabilisierung der politischen Situation am Horn von Afrika und eine sozioökonomische Perspektive für die Menschen in den afrikanischen Staaten", sagte er dem Abendblatt. Wichtig sei auch die Verfolgung der organisierten Kriminalität durch Hintermänner an Land. "Die Geldströme müssen aufgedeckt werden", so Geise. Beides verlange nach der besseren Einbindung der afrikanischen Staaten in den Kampf gegen Piraterie. Und nach Kooperation mit Clanchefs und moderateren Islamisten in Somalia. Die Weltgemeinschaft habe durch ihr bisheriges Zögern eine Chance im Kampf gegen Piraterie verpasst. Jetzt kontrollieren die Milizen der radikalen al-Shabaab viele Regionen Somalias. "Mit ihnen in einen Dialog zu treten ist weitaus heikler", sagt Geise.  Es ist der 22. Februar 2012, kurz vor Mittag, llein Sicherheitsleuten auf, die Vereinten Nationen haben haben Kriegsschiffe nach Afrika entsandt. s Handelsschiffe ein. uten Europäischen n Reedereien sind laut  

Atalanta: Einsatzgruppenversorger Berlin nach Notruf im Einsatz (2. Aktualisierung)

Berlin, 28.02.2012, Einstellzeit: 18 Uhr.
Am 28.Februar um 12.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit empfing der Einsatzgruppenversorger Berlin vom Handelsschiff Spiliani, unter der Flagge der Marshall Islands, einen Notruf. Gemeldet wurde der Angriff eines Piratenbootes (Skiff), der jedoch abgewehrt werden konnte.
Vereinfachte Karte von Zentralafrika und dem Nahen Osten mit hervorgehobenem Somalia
Das Einsatzgebiet der Mission Atalanta vor der Küste Somalias (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen
Ein Bordhubschrauber der Berlin flog an die gemeldete Angriffsposition. Dort konnte ein Skiff und die vermutlich nach dem erfolglosen Angriff auf die Spiliani gekaperte Dhow Alasma aufgeklärt werden. Nach Anruf durch die Crew des Bordhubschraubers drohte die „Besatzung“ der Dhow Alasma mit der Erschießung von Geiseln.

Parallel dazu näherte sich eine zweite Dhow der Position der Dhow Alasma, dabei handelt es sich vermutlich um das Piratenmutterschiff.

Der Einsatzgruppenversorger Berlin verlegt an die Position der vermutlich gekaperten Dhow. Ein Bordhubschrauber setzt die Beobachtung der Angreifer fort.

Stand: 17.45 Uhr nach oben

Aktualisierung: 29. Februar, 11.20 Uhr

Die als von Piraten gekapert gemeldete Dhow Alasma wurde nach weiterer Fotoaufklärung als Dhow Ashma identifiziert.

Am 29. Februar gegen 5 Uhr mitteleuropäischer Zeit zerstörte der Bordhubschrauber des Einsatzgruppenversorgers Berlin die beiden im Schlepp der Ashma befindlichen unbemannten Skiffs nach Freigabe durch den Force Commander der Operation Atalanta.

Eine Verbindungsaufnahme über den Bordhubschrauber mit der Dhow ergab, dass sich vermutlich 29 Somalier und 25 Inder, diese wahrscheinlich als Geiseln, an Bord der Ashma befinden.

Die Ashma teilte weiter mit, dass sie beabsichtigt, Xaafuun in Somalia anzulaufen, welches frühestens am 2. März geschehen kann. Die der Piraterie Verdächtigen geben an, dort von Bord gehen und die Dhow samt indischer Besatzung freigeben zu wollen.

Einstellzeit: 11.35 Uhr nach oben

2. Aktualisierung: 2. März, 8.45 Uhr

Die in Händen der Piraten befindliche Dhow Ashma hat in den Morgenstunden des 2. März die somalische Ostküste bei Xaafuun erreicht. Die der Piraterie verdächtigen Personen haben das Schiff verlassen.

Nachdem der indische Kapitän daraufhin dem deutschen Einsatzgruppenversorger Berlin mitgeteilt hatte, dass die Geiselsituation beendet sei, und er sein Schiff wieder unter Kontrolle habe, verlegte die Berlin eigene Kräfte zur Dhow, um eventuell erforderliche Hilfe zu leisten. Der Vorfall ist abgeschlossen.

Einstellzeit: 9.30 Uhr Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr nach oben
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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