6000 Seezeichen in der deutschen Nord- und Ostsee

Teure Tonnen Teure Tonnen Kiel/Berlin Sie werden gehegt und gepflegt, regelmäßig entrostet und neu lackiert – die rund 6000 Seezeichen in der deutschen Nord- und Ostsee, die den Kapitänen beim Navigieren helfen. Das stört den Bundesrechnungshof allerdings gewaltig, weil noch immer Stahltonnen gelegt werden, obwohl Kunststofftonnen im Unterhalt viel günstiger wären. Um die Tonnen auf hoher See ist ein handfester Streit mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer entbrannt. sh:z Seite 4 Plastik statt Stahl: Ramsauer soll 6000 Seetonnen austauschen KIEL/BERLIN Meist befasst er sich mit grauen Zahlen – doch heute geht es im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages ausnahmsweise mal um knallbunte Gegenstände: um die rund 6000 Seezeichen in der deutschen Nordund Ostsee. Sie helfen den Kapitänen beim Navigieren. Und sie ärgern die Haushaltskontrolleure des Parlaments, weil die Tonnen viel teurer sind als nötig. Das jedenfalls hat der Bundesrechnungshof (BRH) wiederholt moniert. Vor allem stört ihn, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) noch immer Stahltonnen legen lässt, obwohl Kunststofftonnen im Unterhalt viel günstiger wären. Die rosten nicht und müssen daher nicht aufwändig instand gehalten werden. Zudem sind sie leichter und können daher mit kleineren Schiffen gelegt werden .Die Stahltonnen werden dagegen an insgesamt 13 Standorten der Schifffahrtsämter regelmäßig entrostet und neu lackiert. In Schleswig-Holstein kümmern sich Werkstätten in Kiel, Tönning, Büsum sowie auf Amrum und Helgoland darum. Für den Rechnungshof ist das pure Geldverschwendung. Erstens sei es billiger, die Stahltonnen „nur noch an zentral gelegenen und zeitgemäß ausgestatteten Standorten“ zu reparieren. Zweitens solle Ramsauer den Einsatz der günstigeren Plastiktonnen „mit Nachdruck vorantreiben“. So könne der Minister „Einsparpotential“ nutzen, schreibt der BRH im jüngsten Jahresbericht – ohne es zu beziffern. Ramsauer will die Kunststoffzeichen aber erst testen. In der Schlei hat er sie schon installieren lassen, seit letzter Woche gibt es auch welche in der Elbe. Bis „Mitte 2014“ sollen „alle erforderlichen Erkenntnisse“ vorliegen, teilt der Minister den Haushaltskontrolleuren mit. 2016 könne dann „eine flächendeckende Umstellung beginnen“ – über „einen Zeitraum von 8 bis 10 Jahren“. Dem Bundestag geht das zu langsam. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte bereits vor zehn Jahren mehr Wirtschaftlichkeit beim Tonnenlegen verlangt. Nun will er heute beschließen, dass Ramsauer bis September ein Konzept für den raschen Einsatz der Kunststofftonnen vorlegt. „Ihre Praxistauglichkeit haben die längst bewiesen“, sagt FDP-Haushälterin Claudia Winterstein. Das Zögern des Ministers sei „nicht nachvollziehbar“. Henning Baethge Norddeutsche RUNDSCHAU Bermerk Verfasser HP, im Winter halten die Stahltonnen besser und Kunstofftonnen müssen wirklich erst gut geprüft werden, ob Sie die gleiche Robustheit aufweisen, wie Stahltonnen. Schaut euch mal die Schifffahrt bei Eis oben auf dem Bild an, Die Tonnen werden eingezogen und durch kleinere Stahleistonnen ersetzt , die Navigation läuft dann über Radaschirme mit sog. Eislotsen vor den Bildschirmen in  den Revierzentralen. im Winter.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne