Für den Ausbau des europäischen Stromnetzes

Eu Mrd für neue Stromleitungen
Nordsee-Windparks: Netzbetreiber Tennet kapituliert
BERLIN
Der für die Anbindung der Nordsee-Windparks zuständige Netzbetreiber Tennet sieht sich nicht in der Lage, für alle Offshore-Anlagen, die in den nächsten zehn Jahren geplant sind, einen Anschluss zum Festland einzurichten. „Investitionsvolumen von über 15 Milliarden Euro können nicht von einem einzigen Übertragungsnetzbetreiber geschultert werden“, schreiben die beiden Tennet-Chefs in einem Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Sie fordern daher die Gründung einer „Deutschen Netzgesellschaft“, in der sich alle vier großen Netzbetreiber zusammenschließen sollten, um die Seeverbindungen aufzubauen. Der Brief liegt unserer Zeitung vor.
EU-Milliarden für neue Stromleitungen Brunsbüttel Für den Ausbau des europäischen Stromnetzes sollten nach Ansicht des deutschen EU-Energie-Kommissars Günther Oettinger die EU-Staaten ihre Energiepolitik abgleichen. Die deutsche Energiewende müsse eingebettet werden in entsprechend moderne Netze, sagte Oettinger gestern in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Dort nahm er an einer Sitzung des Landeskabinetts mit dem Schwerpunktthema Netzausbau teil und besichtigte anschließend eine Windenergieanlage des Typs 5M der Firma Repower, einem der international großen Hersteller von Windkraftanlagen
„Gut in der Spur“ für die Energiewende
Auswärtige Kabinettssitzung in Brunsbüttel mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger / Verstärkter Einsatz für Nord-Süd-Trasse
Brunsbüttel
Schleswig-Holstein will beim Ausbau der erneuerbaren Energien deutschlandweit eine führende Rolle übernehmen. Das versicherte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) im Anschluss an eine auswärtige Kabinettssitzung im Infotreff des Bayerwerks Brunsbüttel. Dabei kam es auch zu einem Treffen mit dem Brüsseler EU-Energiekommissar Günther Oettinger. „Die Energiewende ist für uns in Schleswig-Holstein von allergrößter Bedeutung“, betonte der Kieler Regierungschef nach der Sitzung in einem Pressegespräch. Wichtig sei, dass der Strom auch in Zukunft sauber und bezahlbar sein müsse. Das sei eine der Grundvoraussetzungen für die dauerhafte gesellschaftliche Akzeptanz. Beim Ausbau der Windenergie, stellte Wirtschaftsminister Jost de Jager fest, „liegen wir gut im Zeitplan und gut in der Spur, um die Energiewende zu schaffen“. In Brunsbüttel habe es am Rande der Kabinettssitzung auch Gespräche mit der Energiewirtschaft gegeben. Dabei hätten die Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit der Politik angesichts der millionenschweren Investitionen im Vordergrund gestanden. Der im Energiekonzept der Bundesregierung vorgesehene Beitrag der Offshore- und Onshore-Windenergie fordere die Landesregierung heraus, die Potenziale der Windenergie entschieden zu nutzen, waren sich Carstensen und Oettinger einig. Der EU-Kommissar versprach, das Signal der Landesregierung mit nach Brüssel zu nehmen. Schleswig-Holstein habe mehr Wind als die meisten europäischen Länder. Deshalb sei ein europäisches Leitungsnetz immer dringlicher, damit der im Norden erzeugte und im Süden benötigte Strom auch nach Süddeutschland transportiert werden könne. Dies setze eine Zusammenarbeit aller Beteiligten voraus – von den kommunalen Versorgungsunternehmen über Länder und Bund bis zur EU-Kommission. Oettinger setzte sich für ein beschleunigtes Verfahren ein, um schon nach drei Jahren eine Entscheidung für eine bestmögliche Nord-Süd-Trasse möglich zu machen. „Nach zehn Jahren wird diese Entscheidung nicht besser“, flachste der EU-Politiker. Bis Ende vergangenen Jahres wurden in Schleswig-Holstein rund 3300 Megawatt Windenergieleistung installiert. Mit der Verdoppelung der Windeignungsfläche und den Möglichkeiten des Repowering will das Land die Chancen der Energiewende schnell und konsequent nutzen. Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) geht davon aus, dass Schleswig-Holstein schon bis 2015 über ein Onshore-Windenergiepotenzial von zirka 9000 Megawatt verfügen könne. Hinzu kämen weitere 3000 Megawatt aus Offshore-Anlagen. „Der Bau des ersten von sieben Windparks wird in der Nordsee vor den Toren Schleswig-Holstein gestartet“, sagte de Jager. Den Besuch in Brunsbüttel nutzten die Politiker, um eine Repower-Windkraftanlage „5M“ mit einer Nennleistung von fünf Megawatt zu „besteigen“. Trotz Wind und Regen ließen sie sich bis zum Maschinenhaus in über 100 Meter Höhe hochfahren, um sich die „steife Brise“ um die Nase wehen zu lassen. Die Turbinenanlagen „5M“ und „6M“ von Repower gehören bis heute zu den größten und leistungsstärksten der Welt. Minister de Jager erinnerte daran, dass die 5M-Anlage an der Otto-Hahn-Straße in Brunsbüttel-Süd ein schon 2004 errichteter Prototyp gewesen sei. Falls es hier zur Ansiedlung eines Kohlekraftwerkes kommen sollte, müsste die Anlage wieder abgebaut werden. Die Energiewende, so bekräftigte de Jager, schließe angesichts des Ausstiegs aus der Kernenergie den Bau von Kohlekraftwerken nicht aus, sondern mache ihn verstärkt notwendig. Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau
Bürger sollen mit dem Netzausbau Geld verdienen
Landesregierung prüft Beteiligungsmodell für neue Stromleitungen / Debatte um Energieministerium
kiel
Die Bürger in Schleswig-Holstein sollen sich am Ausbau des Stromnetzes für die Energiewende beteiligen und ihn als Kapitalanlage nutzen können. Dies kündigten Energie-Staatssekretärin Tamara Zieschang und Christian Schneller vom Netzbetreiber Tennet gestern in Kiel an. Die Rendite werde sicherlich nicht so hoch ausfallen wie bisher bei Windenergieanlagen. Dafür aber werde es sich um eine ziemlich verlässliche Einnahme handeln, sagte Schneller. Noch sei die Idee für Bürgernetze aber nicht umgesetzt, hieß es. Analog zu den Bürgerwindparks soll die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung der betroffenen Grundstückseigentümer geschaffen werden. Laut Zieschang liegt der Netzausbau in Schleswig-Holstein voll im Zeitplan. So solle 2015 mit dem Bau der etwa 160 Kilometer langen 380  kV-Höchstspannungsleitung an der Westküste zwischen Brunsbüttel und Niebüll begonnen werden; sie soll bis 2019 fertig sein. Die Ostküsten-Höchstspannungsleitung könnte Anfang der 2020er Jahre stehen. Insgesamt sollen in Schleswig-Holstein 600 Kilometer Höchstspannungsleitungen neu errichtet oder schwächere Leitungen ausgebaut werden. Außerdem ist der Bau von 700 Kilometern 110kv-Leitungen nötig. Allein das Investitionsvolumen für die Höchstspannungsleitungen wird auf mehr als 500 Millionen Euro geschätzt. Für einen erfolgreichen Netzausbau setzen das Wirtschaftsministerium, Netzbetreiber und Kommunalpolitiker auf eine sehr frühe Bürgerbeteiligung. Auf bislang sieben Regionalkonferenzen sei nicht nur informiert worden. Zahlreiche Bürger hätten sehr detaillierte Vorschläge für bessere Trassenführungen gemacht. Rund 200 Vorschläge seien eingegangen, viele würden in weiteren Planfeststellungsverfahren berücksichtigt. Unterm Strich könne dies viel Zeitersparnis bedeuten, wenn es nicht zu Klagen komme. Nach Ansicht der Grünen läuft die Energiewende nicht optimal. Dies liege auch daran, dass die Zuständigkeiten etwa für Netzausbau, Flächenplanung, Naturschutz und Atomaufsicht derzeit auf vier Ministerien verteilt seien. „Es macht Sinn, das zentral in einer Hand zu haben“, hatte Grünen-Fraktionschef Robert Habeck am Wochenende gegenüber unserer Zeitung erklärt. Die Grünen fordern daher, die Zuständigkeiten nach der Landtagswahl am 6. Mai gebündelt an ein Ministerium anzudocken. Zieschang entgegnete gestern, dass im Kieler Wirtschaftsministerium extra ein Dezernat zum Netzausbau gegründet werde. „Wir sind das Energiewendeministerium“, sagte Zieschang selbstbewusst.
wob/lno Norddeutsche Rundschau
Der Vorstandsvorsitzende und alleinige Aktionär der Windreich AG, Dipl.-Wirt.- Ing. (FH) Willi Balz, begrüßt die Initiative von TenneT, den Bau von Leitungen für die Anbindung von Hochsee-Windenergie an das deutsche Stromnetz zu beschleunigen. Der heute von TenneT vorgestellte Forderungskatalog enthält die Vorgabe, dass künftig alle Anschlussleitungen auf Grundlage eines ZehnJahres-Netzentwicklungsplanes möglichst effizient errichtet werden. „Die Beschleunigungsthemen tangieren aber erst unser viertes Projekt“, betont Balz und führt weiter aus: „Unsere ersten drei Nordseewindparks Global Tech I, MEG 1 und Deutsche Bucht haben bereits seit langem die Kriterien der Bundesnetzagentur 100-prozentig erfüllt. Auch aus den TenneT-Veröffentlichungen der letzten Monate ergibt sich eindeutig, dass die bereits zugesagten Netzanschlüsse nahezu pünktlich errichtet werden können; zumal durch die Kapitalbeteiligung von Mitsubishi die Liquidität dafür sichergestellt ist. Für den Windpark MEG 1 wird der Netzanschluss sogar vor dem Windpark fertiggestellt, da im Rahmen des Vorläuferprojekts „Borkum West II“ aktuell bereits 800 Megawatt Kapazität installiert werden. Somit betrifft die Netzdiskussion der letzten Monate hauptsächlich die „Nachzügler“, also die großen Stromkonzerne. Selbstverständlich haben wir aufgrund unseres 35-prozentigen Marktanteils und der vielen Projekte, die wir noch vor uns haben, ein großes Interesse an künftigen, sicheren, effizienten und leistungsstarken Netzanbindungen und unterstützen partnerschaftlich jede Beschleunigungsinitiative der TenneT.“ Damit widerspricht der erfahrene Windmüller auch entschieden der „Schwarzmalerei“ einiger großer Stromkonzerne, die mit Ihren Krisen-Szenarien von angeblich nicht vorhandenen Netzen und gravierenden Kabelproblemen bei den geplanten Offshore-Windparks die gesamte Energiewende in Frage stellen. Diese versuchen mit ihren Falschmeldungen über angebliche Netzanschlussprobleme seit Wochen die Offshore-Branche und Ihre Finanzierbarkeit zu gefährden. Dr. Walter Döring, stv. Vorstandsvorsitzender der Windreich AG, erklärt ergänzend: „Wir haben uns frühzeitig um kompetente und leistungsfähige Partner bemüht und haben alle notwendigen Verträge für die Zusage der Bundesnetzagentur unter Dach und Fach gebracht. Wir werden als Mittelständler alles tun, um einen entscheidenden Beitrag zu der von der Bundesregierung und der Bevölkerung gewollten Energiewende zu leisten. Wir widersprechen ausdrücklich und mit Nachdruck den Hiobsbotschaften der Stromkonzerne und werden uns auf unserem erfolgreichen Weg zur Errichtung von Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee auch davon nicht abbringen lassen.“ Die Windreich AG hat Ende Januar für Ihren ersten Offshore-Windpark Global Tech I die Auszeichnung für den besten Windpark entgegengenommen. Global Tech I erlangte im Oktober 2011 den Financial Close mit einem Fremdkapitalanteil von über 1 Mrd. €. Nach einer Studie von Windresearch ist die Windreich AG in der deutschen Nordsee die Nummer 1: Unter den ersten acht Plätzen der Windparks in der Nordsee, sind drei von der Windreich AG. Ein entscheidendes Kriterium bei diesem Ranking ist die Netzwerkanbindung. Basierend auf dem starken Auftragseingang im Jahr 2011 konnte PALFINGER WIND die Position als Marktführer bei Offshore Windkranen weiter stärken. „Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Aufträge für große Windparkprojekte unterzeichnet. Dieser Erfolg zeigt, dass wir mit unseren Produkten und Serviceleistungen auf dem richtigen Weg sind“, berichtet Thomas Nitsch, Head of PALFINGER WIND Cranes. PALFINGER WIND hat sich als strategischer Partner von REpower Systems SE etabliert und gewann Großaufträge für den Thornton Bank Offshore Windpark vor der belgischen Küste. Des Weiteren wurde ein Liefervertrag für Gondelkrane für weitere zwei Jahren unterzeichnet. „PALFINGER WIND etabliert sich zusehends als Systemlieferant für jede Art von Kranen für die Offshore-Windbranche, inklusive Servicevereinbarungen“, so Thomas Nitsch. Auch Dong Energy, einer der größten Energiekonzerne Skandinaviens, vertraut auf PALFINGER WIND und bestellte 111 Krane. Die Auslieferung für Dänemarks größten Hochseewindkraftpark bei Anholt begann bereits im Januar 2012. Mit der Areva Wind GmbH wurde ein Rahmenvertrag über die Lieferung von über 300 Gondel- und Plattformkranen unterzeichnet. Zurzeit werden die gelieferten Krane vorwiegend für Borkum West II vor der norddeutschen Küste eingesetzt. Zusätzlich liefert PALFINGER WIND in diesem Jahr auch noch mehrere Hundert Winden, die für Onshore-Anlagen verwendet werden, an Vestas Wind Systems A/S. Die von PALFINGER WIND gelieferten Krane ermöglichen das sichere und rasche Entladen von Versorgungsschiffen sowie flexibles Materialhandling auf der Plattform und in der Gondel.
 
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne