Mehrzweckschiff “Arkona” im Einsatz Eisbrechender Tonnenleger “Ranzow” fällt aus

EisbrecherRantzow   Mehrzweckschiff "Arkona" im Einsatz Eisbrechender Tonnenleger "Ranzow" fällt aus "Ranzow" liegt mit einem Maschinenschaden im Hafen fest. Foto: Fassmer Der anhaltende Frost und das Eis auf der Ostsee fordern auch von den Eisbrechern ersten Tribut. Der eisbrechende Tonnenleger "Ranzow" liege mit einem Maschinenschaden im Hafen und werde voraussichtlich bis Ende Februar ausfallen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, Holger Brydda, am Donnerstag. Wegen der bis zu 20 Zentimeter dicken Eisdecke in den Gewässern um Rügen, Hiddensee und Usedom ist seit Mittwoch auch das 6000 PS starke und hoch technisierte Mehrzweckschiff "Arkona" im Einsatz, um Schiffen den Weg in die Häfen zu bahnen. Das Schwesterschiff der "Ranzow", die "Görmitz", ist seit sechs Tagen als Eisbrecher unterwegs. Für die Schifffahrt gilt in den vorpommerschen Küstengewässern seit mehreren Tagen ein Nachtfahrverbot. Die Schiffe müssen zudem mindestens über die Eisklasse 1 verfügen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartet für die nächsten Tage wegen des vorhergesagten Windes Eisaufschiebungen in den Gewässern.

Arkona" kämpft Schiffe durch die See

Martina Rathke Deutschlands größter Ostsee-Eisbrecher, die "Arkona" führt Schiffkonvois durch das meterdicke Eis vor der vorpommerischen Küste.   Der Eisbrecher "Arkona" im Einsatz Foto: dpa/DPA Vierow. Es kracht, knackt und knirscht: Die Maschinen pumpen, der 70 Meter lange Schiffskörper des Eisbrechers „Arkona“ vibriert, der Kiel treibt lange Risse in den zur Eiswüste erstarrten Greifswalder Bodden. Ein kalter Sturm jagt über den Bug des größten deutschen Ostsee-Eisbrechers, der sich am Donnerstag Meter für Meter durch das Eis in Richtung Ostsee arbeitet. Konzentriert, mit zusammengekniffenen Augen schaut Kapitän Ulf Krüger von der Brücke auf das Eismeer. „Das sind heute ganz besondere Verhältnisse.“ Der Wind, der mit Stärke zehn über das Wasser pfeift, hat das Eis teilweise zu meterhohen Bergen aufgetürmt. Hinter dem Schiff sammelt sich Eisschlamm. Multimedia Priwallfähren liegen fest Fotogalerie ansehen Mit einer Geschwindigkeit von nur einem Knoten schiebt sich das im Jahr 2004 erbaute 6000 PS starke Kraftpaket durch das Eis und zerschneidet es in kleine Scheiben. „Wie Kies reibt das Eis an der Schiffswand“, sagt Krüger. Zu viel für den Frachter „Amirante“, der am Mittag auf die offene See geführt werden sollte. Nach 15 Kilometer Fahrt, kurz vor dem Landtief bei Thiessow muss der Konvoi umkehren. Die „Arkona“ begleitet die „Amirante“ zurück in den sicheren Hafen Vierow. Auch der kleinere Eisbrecher „Görmitz“ muss am Donnerstag wegen der Eis-Aufpressungen mit zwei Schiffen im Gefolge in den Hafen Wolgast zurückkehren. Der Eiswinter stellt die Eisbrecherflotte der Ostsee in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Innerhalb von wenigen Tagen schloss sich Ende Januar der Eispanzer in den vorpommerschen Boddengewässern, die mittlerweile von einer 15 bis 20 Zentimeter dicken Eisdecke überzogen sind. Seit einer Woche gilt dort ein Nachtfahrverbot für Schiffe. Zudem dürfen nur Frachter mit der Eisklasse E1 die vorpommerschen Gewässer befahren. Die Nordansteuerung von Stralsund wurde bereits komplett für die Schifffahrt gesperrt. Schiffe, die noch Ende Januar die Häfen Lubmin, Wolgast, Vierow oder Greifswald-Ladebow erreichten und dort ihre Ladung zu löschten, sitzen jetzt fest. +++ Harter Wintereinbruch überrascht Vögel im Wattenmeer +++ In Lubmin wartet am Donnerstag der Frachter „Eems Chrystal“ vergeblich darauf, in die Ostsee geleitet zu werden. Ein russischer Frachter wurde am Vormittag von der „Arkona“ ins Schlepptau genommen. „Er hat mit Ach und Krach die offene See erreicht“, sagt Krüger, Chef einer 15-köpfigen Crew. „Wir machen Schifffahrt möglich“, zitiert der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, Holger Brydda, einen Slogan der Schifffahrtsbehörde. „Wir kämpfen aber nicht gegen die Natur an, um jeden Preis.“ Um die Kosten zu senken, würden die Schiffe zu Konvois zusammengestellt. Gebrochen werde zudem nur auf Anforderung. Rund 50 000 Euro kostet den deutschen Steuerzahler ein Einsatztag der hochtechnisierten „Arkona“, die als Multifunktionsschiff konzipiert wurde und auch als Notschlepper oder Schadstoffbekämpfer eingesetzt werden kann. +++Eisbarrieren als große Gefahr für die Deiche+++ Mitten in der Saison ist dem Wasser- und Schifffahrtsamt nun der dritte Eisbrecher kaputtgegangen. Die 33 Meter lange „Ranzow“, die als Tonnenleger fungiert und Eis bis zu 30 Zentimeter Dicke brechen kann, liegt mit einem Maschinenschaden im Stralsunder Hafen. Die Reparatur werde zwei bis drei Wochen dauern, der Ausfall könne nur teilweise kompensiert werden, sagt Brydda. „Das ist ein Handikap für uns.“ Schwerpunkt ist in diesen Tagen der Greifswalder Bodden, der besonders unter der Nordost-Wetterlage leidet. „Doch wir wissen nicht, wie sich die Lage weiter verschärft“, sagt der Leiter der Verkehrszentrale Klaus-Peter Nitsch. Auch vor Rostock schiebe sich das Eis immer mehr auf. „Letztendlich hat Rostock Priorität“, sagt Nitsch. Dann werde die „Arkona“ nach Rostock verlegt. (dpa/abendblatt.de)  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne