Einsatz der Eisbrecher im Hamburger Hafen hält an

Einsatz der Eisbrecher im Hamburger Hafen hält an Einsatz der Eisbrecher im Hamburger Hafen hält an 09.02.12 | 13:57 Uhr Nach anhaltenden Minusgraden sind in Deutschlands größtem Seehafen Hamburg weiter ununterbrochen Eisbrecher unterwegs. Derzeit seien insgesamt 15 Schiffe der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg auf der Norder- und Süderelbe im 24-Stunden-Dauereinsatz, sagte HPA-Sprecher Alexander Schwertner am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Einsatz der Eisbrecher im Hamburger Hafen hält an | Bild: © dapd Hamburg (dapd-nrd). Der Hauptaugenmerk liege unverändert auf dem Hochwasserschutz. Trotz teils 'immenser Eisschollen' laufe der Seeschiffsverkehr problemlos. Die Eisbrecher fahren bis auf Weiteres rund um die Uhr. 'Wir kämpfen darum, den Abfluss freizuhalten', sagte Schwertner. Auch überlege die Hafenbehörde, Ende der Woche zwei weitere Eisbrecher einzusetzen. Die Schiffe brechen das Eis im Hafengebiet in kleine Stücke, um es in Bewegung zu halten. Nur dann kann das Eis abgetrieben, Eisstaus verhindert und der Hochwasserschutz gewährleistet werden. Die Hafenbehörde achtet also darauf, dass sich keine Eisblockaden bilden, sich der Wasserspiegel erhöht und somit Druck auf die Deiche auslöst. Den Deichen dürfe ebenso wenig etwas passieren wie den Brücken, Bauwerken und Pontonanlagen im Hafen. Dabei nutzt die HPA die Gezeiten zum Eisbrechen: Bei ablaufendem Wasser wird systematisch von unten nach oben gebrochen, damit das zerkleinerte Eis mit der Ebbe abfließen kann. Bei Flut hingegen wird das Eis in den Hafenbecken gebrochen. Das gebrochene Eis soll möglichst über die weniger befahrene Süderelbe abfließen. Sollten kleinere Schiffe festfrieren, werden Eisbrecher sie befreien. Für die großen Containerschiffe besteht nach wie vor keine Gefahr durch das Eis. Die Frachter brechen das Eis entweder selbst oder nehmen sich Assistenzschlepper. Die Containerschiffe halten somit die Zufahrt von der Nordsee nach Hamburg und die großen Hafenbecken frei. Die eingesetzten HPA-Schiffe sind als Eisbrecher konzipiert. Der Unterschied zu normalen Schleppern ist, dass die größte Breite nach dem ersten Drittel kommt und dass die Querspanten dichter sitzen. Die kleinen HPA-Eisbrecher wie 'Christian Nehls' und 'Hafenbau 2' kommen aufgrund ihres geringeren Tiefgangs und ihrer Durchfahrtshöhe sogar bis in die Kanäle. Im strengen Winter 2009/2010 waren die Eisbrecher der Hafenbehörde 48 Tagen ohne Unterbrechung unterwegs, um die Elbe auf Hamburger Gebiet vor dem Zufrieren zu bewahren. Die bislang meisten Einsätze fanden 1996 statt, als die Eisbrecher 49 Tage und Nächte am Stück fuhren.    
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne