Eisschollen verstopfen Häfen und Fahrrinnen

Eis auf den Flüssen Kanal NOK Eisschollen verstopfen Häfen und Fahrrinnen Winter lässt das Meer erstarren / Wyker Dampfschiffs-Reederei läuft Hallig Langeneß nicht mehr an / Schleusenkammer in Brunsbüttel gesperrt Föhr/Brunsbüttel Seen und Flüsse sind zugefroren, und auch das Meer erstarrt. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) hat die Hallig Langeneß gestern schon nicht mehr angefahren. „Dicke Eisschollen blockieren den Hafen“, erklärt WDRDisponent Erk Brauer. Die Inseln Föhr und Amrum und die Hallig Hooge können noch erreicht werden – zumindest bei Hochwasser. „Dann verteilen sich die Eisschollen, doch bei Niedrigwasser liegen sie dicht gedrängt in den Fahrrinnen.“ Zudem schieben Ebbe und Flut die Eisschollen auf den Sandbänken über- und untereinander und lassen sie zu immer mächtigeren Platten zusammenwachsen. Auch auf der Ostsee treiben Eisschollen. In der Neustädter Bucht sind sie schon zehn Zentimeter dick. Der Nord-Ostsee-Kanal hingegen ist eisfrei. Grund: Die Schiffsschrauben haben immer wieder das wärmere Wasser vom Grund des elf Meter tiefen Kanals nach oben gewirbelt. Doch nun hat die grimmige Kälte das gesamte Wasser auf null Grad heruntergekühlt. Wilhelm Lohmann, Nautiker beim Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel: „In den kommenden Tagen kann der Kanal deswegen ganz schnell zufrieren.“ Eisbrecher würden nicht „Probleme macht das Eis der Elbe an den Schleusen“, erklärt Lohmann. Die Große Südschleuse läuft seit September 2011 im Notbetrieb, rutscht über Holzkufen. „Die haben wir stillgelegt, Eisschollen könnten die Tore sonst aus der Bahn drücken.“ In Betrieb sind jetzt noch die Große Nordschleuse und die beiden Kammern der Kleinen Schleuse. „Sie haben Flügeltore. Damit beim Schließen kein Eis dazwischen gerät, spülen Schlepper mit ihren Schrauben die Schollen weg.“ Kritisch ist die Lage auf der Elbe: Zwischen Hamburg und Geesthacht sind bereits 80 Prozent des Flusses mit Treibeis bedeckt. „Noch fließt es mit der Tide ab“, erklärt Silke Schreier (47) vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Lauenburg. „Gefährlich wird es aber, wenn sich die Eisschollen in einer Biegung des Stromes verklemmen und die Eismassen zum Stillstand kommen.“ Mit jedem Hochwasser, das von der Nordsee stromaufwärts drückt, würden die Eisschollen weiter aufgetürmt werden. „Sie schrammen dann an den Deichen entlang, würden sie beschädigen“, sagt Schreier. Zudem wäre das Stauwehr von Geesthacht blockiert – kommt es dann elbaufwärts zu Tauwetter, können die Wassermassen nicht mehr abfließen, es kommt zu Überflutungen. Damit das nicht passiert, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt seine Flotte von acht Eisbrechern nach Hamburg beordert. Sobald sich das Eis festsetzt, kommen sie zum Einsatz. „Sie fahren mit Einsetzen der Ebbe flussaufwärts und brechen das Eis, das dann mit dem Ebbestrom in die Nordsee fließen kann.“ Die Binnenschifffahrt oberhalb des Stauwehrs ist bereits seit vergangenem Freitag eingestellt. Auch der Elbe-Lübeck-Kanal, für die Binnenschiffer die Verbindung zwischen Elbe und Ostsee, ist gesperrt. „Wir haben die Binnenschiffer einen Tag vor der Sperrung informiert“, erklärt Silke Schreier. „So konnten sie in den Schutzhäfen in Hamburg festmachen, ihre Reedereien den Gütertransport auf die Schiene umdisponieren.“ Ge Norddeutsche Rundschau 
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne