Auzug aus der Rede des zukünftigen Ministerpräsidenten von Schleswig Holstein Herrn Torsten Albig

Rede Torsten Albig Luebeck Parteitag 3.2.2012 Foto: Olaf Bathge Hafenanbindung und Wasserstraßen SPD Wahlprogramm: Eine effiziente Hafenanbindung und ein reibungsloser Warenstrom sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Wirtschaft. Wir werden Konzepte „From Road to Sea“ und kombinierte Verkehre (Schiff-Straße-Schiene) insbesondere bei Transitwarenströmen ausbauen. Hierfür muss auch der Elbe-Lübeck-Kanal ausgebaut werden.Der Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Canal) ist als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt unverzichtbar als Handelsader für die Warenströme der ganzen deutschen Wirtschaft. Dies gilt sowohl für den Hamburger Hafen wie auch die großen HäfenSkandinaviens, Russlands und des Baltikums. Deshalb ist der Bau neuer und die Reparatur alter Schleusen, eine Begradigung der Oststrecke und eine Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals unbedingt erforderlich.   Auzug aus der Rede des zukünftigen Ministerpräsidenten von Schleswig Holstein Herrn Torsten Albig auf dem Parteitag der SPD In Lübeck, wo ich selbst ( HP Btr. ) dabei war und die mir stark imponiert und 100 % im Sinne des Ausbaues des NOK/ Elbvertiefung war. Klimaschutz mit regenerativen Energien ist innovativ und beispielhaft. Das ist Zukunft für uns alle. Darüber gibt es keinen vernünftigen Zweifel. Doch seien wir uns im Klaren, der Weg dorthin ist nicht einfach. Bund und Land tun im Augenblick nichts. Wir planen fast 25 GW neue Stromerzeugung in der Nordsee – aber es gibt kein Kabel, keine Speichertechnologie, die den Strom aufnehmen könnte. Wir laufen sehenden Auges in die Situation, dass das einzige, was passiert, dramatisch steigende Energiekosten und heiß laufende Windräder sind – und dass die Konzerne schnell eine Antwort bereit haben: Lasst uns doch unsere schönen AKWs wieder anschalten. Das darf nicht passieren. Wir brauchen eine Offensive für den Netzausbau im Land. Planungsrecht muss geschaffen werden – aber vor allem müssen die Bürgerinnen und Bürger überzeugt werden, wie wichtig dieses Projekt für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes ist. Diese Technik werden wir aber nur dann erfolgreich entwickeln, wenn dafür auch die nötigen Menschen da sind, die so etwas können. Dafür brauchen wir herausragende Universitäten, die Ingenieure ausbilden, um unseren innovativen Unternehmen zu helfen, die Märkte der Zukunft zu erschließen. Wir müssen uns auf Weltniveau bewegen, wenn wir langfristig dabei sein wollen. Dazu reichen keine Floskeln. Dazu brauchen wir die beste und nicht die billigste Ausbildung. Das Thema Bildung holt uns so immer wieder ein, wenn wir sie nicht selbst aktiv in den Mittelpunkt stellen. Es gilt weiterhin der Satz: Nur eines ist teurer als Bildung – keine Bildung. Unser Blick geht nach Dänemark, nach Skandinavien, er reicht bis ins Baltikum, nach Finnland und Russland. Alles Länder, die für uns auch Märkte sind. Das bedeutet Partner, die eng und langfristig mit Schleswig-Holstein verbunden werden müssen, die aber auch verkehrlich angemessen vernetzt werden müssen. Das geht nur, wenn die Stimme unseres Landes auch in Berlin ernst genommen wird. Bei Herrn Ramsauer konnte die jetzige Regierung aber offensichtlich nicht durchdringen. Der Bundesverkehrsminister stellt den gesamten Norden mit seinem (Nicht-) Investitionsplan ins verkehrspolitische Abseits. Der Ausbau der A7 muss weiter warten. Für die Projekte A20 und A21 heißt es: Mal schauen, ob irgendwann der Bund nicht doch noch konkrete Förderzusagen macht. Auch beim Schienenverkehr geht das Land leer aus. Für wichtige Investitionen im Hamburger Umland – etwa beim Ausbau der S4 – ist noch lange von Herrn Ramsauer und der jetzigen Bundesregierung kein Geld zu erwarten. Und so weiter, und so weiter. Und spätestens bei den Bundeswasserstraßen muss es jedem Schleswig-Holsteiner klar werden: Diese Landesregierung hat in Berlin keinen Fuß in der Tür. Der Ausbau des Nord-Ostseekanals wird auf den St. Nimmerleinstag verschoben – oder darüber hinaus. Irgendjemand muss Herrn Ramsauer einmal erklären, dass unser Kanal eine international bedeutende Wasserstraße und kein dümpelnder Bach ist, dass Schleswig Holstein im Herzen Europas liegt und kein Zonenrandgebiet mehr ist. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass für manche oberbayrische Ortsumgehung mehr Geld in den Kassen ist, als für den Lebensnerv des ganzen nordeuropäischen Wirtschaftsraumes – ich nenne das schwarz-gelbe Klientelpolitik. Wir werden endlich wieder Dampf machen bei dem Ausbau der Infrastruktur. Die A20 muss endlich kommen. Sie ist das zentrale Projekt für unser Land. Gemeinsam mit einer westlichen Elbquerung schließt sie den Norden an wichtige Wirtschaftsachsen in Europa an. Hierfür bedarf es einer klugen, abgestimmten norddeutschen Haltung – übrigens auch im Schalterschluss mit der norddeutschen Wirtschaft. Meine Landesregierung wird für diese Haltung an jeder Stelle kämpfen. Wir müssen dem Süden mit Selbstbewusstsein entgegentreten. Die Zeit muss aufhören, in der Infrastrukturprojekte immer an uns vorbeigegangen sind. Die jetzige Regierung ist eine Wachstumsverhinderungsregierung. Sie interessiert sich nicht dafür. Es reicht nicht aus, konservativ zu sein. Man muss sich auch für die Wirtschaft in unserem Land interessieren. Etwas davon verstehen. Wir wollen die Mittelständler für uns gewinnen, die Handwerksmeister, die wahren Unternehmerinnen und Unternehmer. Die, die das Gegenbild sind zu der Finanzwirtschaft, die uns an den ökonomischen Abgrund geführt hat. Die mit ihrer Hände Arbeit, mit ihren Ideen und ihrer Begeisterung Wert schöpfen und Arbeitsplätze schaffen. Wir wollen ihnen wieder eine Regierung sein, die weiß, wie es ihnen geht, die sich für sie interessiert, die mit ihnen gemeinsam dafür Sorge tragen will, dass sie Erfolg haben. Nach dem 6. Mai wird es wieder eine Landesregierung geben, die sich für sie einsetzt. Wir haben starke Wirtschaftsbranchen im Land- neben der Energie sind das die Gesundheitswirtschaft, die Logistikbranche, die Ernährungswirtschaft, der Tourismus und die maritime Wirtschaft. Sie wollen und werden wir stärken. Nicht durch unsinnige Gießkannenpolitik, sondern durch kluge Bündelung und strategische Förderung. Gute Infrastruktur und gute Ausbildung sind die besten Mittelstandsförderungsprojekte. Es wird keine erfolgreiche mittelständische Wirtschaft geben, wenn wir nicht gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die nötigen Fachkräfte vorhanden sind. Diese müssen wir jetzt ausbilden. Wir schließen einen Ausbildungspakt mit der Wirtschaft, um die unternehmensbedrohende Fachkräftelücke bis 2025 zu schließen. Gutes Regieren heißt auch, der Wirtschaft den Weg durch die Bürokratie zu ebnen. Dazu braucht man Augenmaß, Kompetenz und Offenheit für neue Entwicklungen. Wir sind bereit dazu. Das heißt aber auch, vieles kritisch auf den Prüfstand zu stellen: z.B., die Bürokratie und den Normendschungel auf das unerlässliche Mindestmaß zu schrumpfen und notwendige Genehmigungen nach sachlicher Prüfung zügig zu erteilen. Vor dem xten Fördertöpfchen erwarten die Unternehmen zu allererst, dass sie ihre Arbeit machen können. Wir werden sie wieder arbeiten lassen. Liebe Genossinnen, liebe Genossen, wer auf die Landkarte schaut, entdeckt sofort, dass wir genau in der Mitte Europas liegen. Wir werden uns endlich wieder dieser Lage bewusst werden und die Hand ausstrecken hin zu unseren Freunden überall um die Ostsee herum. Dort liegen die Märkte der Zukunft. Die europäische Wachstumsregion! Was die Hanse schon vor 600 Jahren begriffen hat, wird wieder in den Mittelpunkt unserer Politik gerückt. Nur mit einer gemeinsamen, abgestimmten Ostseeraumpolitik werden wir die ökonomischen Potenziale Nordeuropas zum Wohle der Menschen in unserem Land heben können. Es ist auch ein Zeichen guter Nachbarschaft, dass unsere Freunde in Kopenhagen nicht aus der Zeitung erfahren, dass der Schülerkostensatz für die Schulen der Minderheit verändert wird. Wir werden das wieder ändern. Nicht weniger wichtig wird das Ausstrecken unserer Hand zu den Freunden in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sein. Wir wollen gemeinsames, kluges Handeln für Norddeutschland. Dazu müssen und können wir viel stärker als bisher zusammenarbeiten, uns abstimmen, voneinander lernen. Die Metropolregion Hamburg ist kein Angriff auf unser Land – sie gibt uns die Chance, uns neu zu erfinden und in Partnerschaft zu dem Wirtschaftszentrum Hamburg unsere Stärken einzubringen, zum Wohle aller Partner. Abgestimmte Wirtschaftsplanungen, abgestimmte Raumplanungen, abgestimmte Bildungsplanungen. All das ist kein Hexenwerk. Es verlangt nur Vernunft – im Hamburger Senat und in Schwerin ist sie eingezogen. Wir holen das im Mai nach. Unsinnige Kampfhandlungen aus der Staatskanzlei in Richtung Hamburg werden im Mai sofort eingestellt. Und ich bin sicher: Wir werden es erreichen, dass künftige Schülergenerationen in Reinbek oder Bergedorf nicht mehr wissen, was sich hinter dem Wortungetüm „Gastschulabkommen“ für eine unsinnige Politik verborgen hat. Wir werden wieder gute Nachbarn sein! Liebe Genossinnen, liebe Genossen, lasst mich mit einem Zitat von Willy Brandt schließen: „Der beste Weg die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.“ Dazu sind wir entschlossen. Mit Mut, Verantwortungsgefühl und mit Augenmaß. Wir wollen stärkste Kraft in Schleswig-Holstein werden. Und wir können das auch. So viel Aufbruch, liebe Genossinnen, liebe Genossen, war selten. Aber so viel Aufbruch wie heute war auch selten nötig. Dafür treten wir am 6. Mai an, weil wir die Zukunft des schönsten Bundeslandes gestalten wollen durch gutes Regieren. Was unseren Wahlkampf angeht, verlasse ich mich weniger auf unser Glück, als auf Euch und Euer Engagement, liebe Genossinnen und Genossen. Ab Montag beginnt der Wahlkampf und Ihr seid die Botschafterinnen und Botschafter unseres Erfolges. Fünf klare Versprechen nehmt mit in jedes Gespräch, in jeden Besuch, an jeden Stand: 1. Bildungskürzungen zum Nachteil künftiger Generationen wird es mit uns nicht geben. Wir machen Bildung wieder zu einer Herzenssache und nicht länger zum Sparschwein des Finanzministers. 2. Wir helfen den Kommunen, ihre Aufgaben wieder erfüllen zu können. Partnerschaftlich und fair. Kommunen und Land – Hand in Hand! 3. Wir verhindern, dass AKWs jemals wieder ans Netz gehen. Wir wollen die Energiewende mit den Menschen und für die Menschen. Ehrlich und fair. 4. Wir werden gute Nachbarn sein. Mit unseren Freunden in Dänemark und in Hamburg werden wir an dem starken Norden arbeiten. 5. Wir werden sparsam sein. An jeder Stelle. Wir hinterfragen alles. Machen Bürokratie kleiner. Aber nie ohne mit allen Betroffenen gesprochen zu haben. Beteiligung ist für uns Verpflichtung Ich bedanke mich bei Euch für ein tolles Jahr. Es war begeisternd, Eure Unterstützung und Loyalität im ganzen Land zu erleben. Ihr habt es mir sehr leicht gemacht. Ich verspreche Euch, dass nach den Erfolgen der SPD in Bremen, in Mecklenburg und in Hamburg nun auch wir in Schleswig-Holstein gewinnen werden. Der Norden wird rot. Lasst uns dafür kämpfen, für die Städte und Gemeinden, für das Land und seine Menschen. Unser Victory Zeichen heißt: Vernünftig, verlässlich, vertrauensvoll. Gutes Regieren für ein starkes Land! Für unser Lieblingsland! Foto: mal / photocase.com

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Amin Hamadmad  
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne