Adriahäfen machten den Häfen im Nordrange Konkurenz

adriah__fen_machen_nordrange_konkurenz Konkurrenz der Seehäfen Triest fängt Schiffe nach Hamburg ab Den großen Umschlagplätzen im Norden erwächst in Südeuropa Konkurrenz. Die Häfen liegen günstig, ihre Anbindung wächst. Die hohen Treibstoffpreise tun ihr übriges. Mittelmeerhäfen jagen den Wettbewerbern in Hamburg und Rotterdam Kunden ab. Sie haben im Handel mit Asien nicht nur einen geografischen Vorteil. Auch die verbesserte Anbindung an das europäische Schienennetz macht es für Reedereien interessant, Ware aus dem fernen Osten in Häfen wie dem italienischen Triest zu entladen und von dort über Land weiterzuverschicken. Da Reedereien die Geschwindigkeit ihrer Schiffe drosseln, um den Treibstoffverbrauch zu senken, werden die Häfen in Südeuropa auch für Waren interessant, die weiter in den Norden versandt werden müssen. Mit dem Schiff brauche man von Singapur über den Suezkanal 22,5 Tage bis zum Adria-Hafen Triest, eine Woche weniger als nach Hamburg, heißt es bei Möller-Maersk, der weltgrößten Containerreederei. Der Weitertransport per Bahn dauere nur wenige Tage. Hafenstädte im Wettbewerb um Chinahandel Bessern die Regierungen Südeuropas ihre Schienennetze weiter nach, dürfte sich der Trend beschleunigen. "Mehr Fracht könnte sich in den kommenden Jahren in den Süden Europas verlagern und damit den Marktanteil Nordeuropas gefährden", sagt Mike Garratt vom Marktforscher Box Trade Intelligence. Die Zeitersparnis gegenüber der längeren Reise nach Nordeuropa könne die Lieferzeiten senken oder es Reedereien erlauben, ihre Schiffe langsamer fahren zu lassen, so Garratt. So würde Treibstoff gespart, ohne Lieferfristen zu gefährden. In den vergangenen 15 Jahren ist das Volumen der Importe, die über Häfen in Italien und auf dem Balkan abgewickelt werden, um 115 Prozent gestiegen. Das hat Box Trade Intelligence errechnet. Für die Häfen in Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden ergebe sich für denselben Zeitraum ein Plus von 69 Prozent. Triest hat noch einen weiteren Vorteil: Es liegt am offenen Meer. Der Hafen hat eine Wassertiefe von 18 Metern. Anders als in Hamburg, Bremerhaven und Antwerpen können dort auch größte Schiffe mit voller Auslastung anlegen. Mehr als 100 Containerzüge fahren pro Woche von Triest aus Ziele in Deutschland, Österreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien an. Auch Polen soll künftig angesteuert werden, einer der wichtigsten Märkte Hamburgs. Insgesamt 334 Mio. Euro werden bis 2017 in die Dockanlagen und die Infrastruktur investiert. Teil 2: Hamburg boomt weiterhin Kurzfristig soll auch Kundschaft für Waren gewonnen werden, die nach München fließen, wo große Industriekonzerne wie BMW, Siemens und MAN sitzen. Von Triest sind es rund 320 Kilometer bis München. Ein Frachtzug braucht zwölf Stunden für die Strecke. Von München nach Rotterdam oder Hamburg sind es rund 800 Kilometer. Auch an den Wachstumsmärkten in Mittel- und Osteuropa liegt Triest dichter als Rotterdam oder Hamburg. In der Nachbarschaft von Triest befindet sich mit Luka Koper (LKPG) der einzige Hafen an der nur 50 Kilometer langen Küste Sloweniens. Zwei Drittel der dort abgefertigten Waren gehen nach Ungarn, Italien, in die Slowakei, nach Süddeutschland und Österreich. Geschätzte 600.000 Container werden dort dieses Jahr abgewickelt, was Luka Koper zum geschäftigsten Containerumschlagsplatz der Adria-Küste macht. Zudem ist es einer der größten Verladehäfen für Autos im Mittelmeer. • Mehr zum Thema  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne