. Es geht darum, dass Containerschiffe tidenunabhängig – also auch bei Ebbe – die Elbe mit einem Mindesttiefgang von 13,5 Meter befahren können. Das reicht auch in Zukunft für die für Hamburg bestimmte Ladung, zumal die Schiffe ja nicht immer voll beladen sind und zudem mit der Flutwelle noch deutlich mehr Tiefgang haben können

ehrliches_interview_kenntnissreich_von_sen._horch_hamburg Frank Horch (parteilos) ist seit März Wirtschaftssenator im Kabinett von Olaf Scholz (SPD). Zuvor war er Präses der Handelskammer. Foto: ruff In welchem Verbund die Werft weitermachen wird, haben die Gesellschafter zu entscheiden. Aber der Schiffbau wird bleiben – nicht nur wegen der langen Tradition, sondern wegen des großen Know-hows und der hohen Innovationskraft der deutschen Werften. Es wird weniger spektakuläre Stapelläufe geben. Rümpfe können die anderen mittlerweile auch bauen. Aber die Zulieferung deutscher Werften bei der Ausstattung der Schiffe – man denke nur an neue, umweltfreundliche Antriebstechniken – wird zunehmen. Hinzu kommt der gesamte Bereich der erneuerbaren Energien, kommen die großen Windanlagen in den Offshore-Parks. Ich bin überzeugt davon: Der Schiffbaustandort Deutschland wird eine Renaissance erfahren. Die Chancen für die Werften in allen deutschen Küstenländern sind groß. Liegt in diesen Bereichen – Zusammenarbeit der Häfen, Kooperation im Schiffbau und bei den erneuerbaren Energien – der wahre Kern des Nordstaats? Die Politik redet darüber, die Wirtschaft schafft Fakten? Genau so wird es kommen. Nehmen Sie nur unseren Hafenentwicklungsplan. In den breiten Dialog haben wir auch die Häfen der Unterelbe – Stade, Brunsbüttel, Cuxhaven – einbezogen. Und jeder der Beteiligten erkennt, dass im gemeinsamen Vorgehen mit Hamburg große Chancen liegen. Wenn nur die Politik den Nordstaat kreiert, dann wird es nie klappen. Wir müssen im gesamten Wirtschaftsraum die Kräfte bündeln und die Aufgaben entsprechend verteilen. In diesen Kooperationsprozess beziehe ich übrigens auch Mecklenburg-Vorpommern mit ein. Die Wirtschaftsentwicklung wird dann eine politische und hoheitliche Anpassung der Bundesländer notwendig machen. Seit Jahren wird über die Elbvertiefung geredet. Wann kommt denn nun das grüne Licht der EU? Ich erwartet eine EU-Stellungnahme in den nächsten Wochen. Wird sie positiv ausfallen? Da bin ich sehr zuversichtlich. Die Fahrrinne soll auf 14,5 Meter ausgebaggert werden. Reicht das, oder werden die Containerschiffe weiter wachsen, so dass bald über eine neue Elbvertiefung diskutiert werden muss? Nein, nein. Es geht darum, dass Containerschiffe tidenunabhängig – also auch bei Ebbe – die Elbe mit einem Mindesttiefgang von 13,5 Meter befahren können. Das reicht auch in Zukunft für die für Hamburg bestimmte Ladung, zumal die Schiffe ja nicht immer voll beladen sind und zudem mit der Flutwelle noch deutlich mehr Tiefgang haben können. Und wann wird die unendliche Geschichte des Planfeststellungsverfahrens für die Elbvertiefung erfolgreich abgeschlossen sein? Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bis Ende des Jahres das Planfeststellungsverfahren erfolgreich abgeschlossen und auch die erforderliche Einvernehmlichkeit mit den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen hergestellt haben. Das ist übrigens auch wichtig für den Nord-Ostsee-Kanal. Der Hamburger Hafen und der Nord-Ostsee-Kanal leben voneinander. Das ist eine Einheit. Und deshalb passt hier kein Blatt zwischen Hamburg und Schleswig- Holstein. Ich plädiere deshalb genauso für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals und der zusätzlichen Schleuse für Brunsbüttel. Interview: Stephan Richter/Klaus May Norddeutsche Rundschau Ausschnitt Brunsbüttel betreffend   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne