Elbvertiefung ohne Alternative

elbvertiefung_laut_eu_ohne_alternative   Elbvertiefung laut EU ohne Alternative Um die Elbvertiefung wird seit Jahren gerungen. Nun steht ein positiver Bescheid von der EU unmittelbar bevor. Neue Wasserstandsmeldung zur Elbvertiefung: Vermutlich wird die EU-Kommission in der kommenden Woche die Genehmigung zum Ausbaggern des Flussbetts geben. Das geht aus einem Gutachten des Brüsseler Umweltdirektorats hervor, das der Tageszeitung "Die Welt" vorliegt. In dem Papier ist demnach die Rede von einem unverzichtbaren Projekt, für das es keine Alternative gebe. Die Elbvertiefung sichere Tausende Arbeitsplätze in der Region. Die zu erwartenden Umweltschäden würden durch die von Hamburg angebotenen Ausgleichsflächen mehr als kompensiert. Das Papier befindet sich derzeit im sogenannten Umlaufverfahren und muss nun von jedem EU-Kommissar unterzeichnet werden. Mitte kommender Woche wird dann mit der offiziellen positiven Stellungnahme gerechnet. Horch geht von Baurecht im kommenden Jahr aus Wirtschaftssenator Horch ist optimistisch, dass Hamburg 2012 das Baurecht zur Elbvertiefung erhalten wird. Danach könnten die Verhandlungen mit den Nachbarländern beginnen. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hatte diese Woche im Gespräch mit NDR 90,3 gesagt: "Es wird Ende 2011, Anfang 2012 zum Einvernehmen mit den Ländern kommen. Davon gehe ich weiter aus. 2012 werden wir das Baurecht haben." Nach Angaben der Wirtschaftsbehörde hat die EU-Kommission bereits mehrere Schreiben an Gegner der Elbvertiefung verschickt. Darin weist Brüssel offenbar viele Bedenken zurück - zuletzt die von Obstbauern im Alten Land, die eine Versalzung der Anbauflächen befürchten. Für das Projekt Elbvertiefung seien die Schreiben ein gutes Zeichen, sagte Horch. "Weil damit der Weg beschrieben wird und gewisse Tendenzen in der Öffentlichkeit sind." Klagen könnten Projekt verzögern Das heißt allerdings nicht, dass bereits nach einer Einigung mit den Ländern auch gebaggert wird. Denn Umweltschützer haben bereits mit Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gedroht. Und die könnten das Projekt Elbvertiefung erneut um Monate verzögern. Auch wenn alles nach Zeitplan laufen würde, könnten die ersten Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 14,50 Metern frühestens 2014 den Hamburger Hafen anlaufen. Bislang liegt der maximale Tiefgang einen Meter darunter. lbvertiefung: Wirtschaft baggert bei der Politik Die geplante neue Elbvertiefung ist seit vielen Jahren ein Zankapfel zwischen Wirtschaftsverbänden und Umweltschützern, aber auch zwischen Hamburg und Niedersachsen. Während der Senat der Hansestadt auf die Jobs im Hafen verweist, sieht die Regierung in Hannover die Deichsicherheit in Gefahr. Aktuellen Planungen zufolge sollen die Arbeiten zur neuerlichen Fahrrinnenanpassung spätestens Anfang 2012 beginnen. Doch die Zweifel am Zeitplan wachsen. Elbvertiefung laut EU ohne Alternative 26.11.2011 | 13:41 Uhr Ein Gutachten der EU-Kommission nennt die Elbvertiefung ein unverzichtbares Projekt. Schon in der kommenden Woche könnte grünes Licht für die Ausbaggerung gegeben werden. mehrWas bringt die Elbvertiefung? Von Marc-Oliver Rehrmann, NDR.de Die Elbe soll tiefer werden, damit in Zukunft Container-Riesen wie die 365 Meter lange "Christophe Colomb" den Hamburger Hafen mit mehr Ladung als bislang ansteuern können. Die Elbe zählt zu den wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Für die weltweite Schifffahrt ist vor allem das rund 130 Kilometer lange Stück zwischen der Nordsee und Hamburg bedeutsam. Der geplante Fahrrinnen-Ausbau hat zum Ziel, dass der Hamburger Hafen besser für die neue Generation der Containerschiffe zu erreichen ist. Riesenschiffe mit Platz für mehr als 13.000 Container wie die "Christophe Colomb" mit einem maximalen Tiefgang von 15,50 Metern können den Hafen zwar schon heute anfahren - allerdings nicht voll beladen. Deswegen befürchten Reeder und Terminal-Betreiber Standort-Nachteile, sollte die Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne nicht bald erfolgen. Mit Flutwelle oder ohne Nach den Baggerarbeiten sollen Schiffe mit einem tatsächlichen Tiefgang von 13,50 Metern die Unterelbe jederzeit befahren können. Bislang liegt der maximale Tiefgang für eine tideunabhängige Fahrt von Hamburg nach Cuxhaven bei 12,50 Metern. Die Crux mit den Tiefgängen Die Tiefgänge von Containerschiffen werden mal für Salzwasser, mal für Frischwasser abgegeben. Als Faustregel gilt, dass im Frischwasser zum Salzwasser-Tiefgang eines Schiffes 30 Zentimeter hinzuzurechnen sind. Die im Artikel genannten Tiefgänge beziehen sich alle auf Salzwasser. Dies ist international so üblich. Ein besonderer Bereich ist die tideabhängige Fahrt: Nutzen Schiffe die Flutwelle, um den Hamburger Hafen zu erreichen oder zu verlassen, dürfen sie höhere Tiefgänge aufweisen. Schiffe, die von der Nordsee aus mit der Flutwelle einlaufen, dürfen nach der Elbvertiefung einen Tiefgang von bis zu 15,60 Metern (jetzt: 14,80 Meter) haben. Beim Auslaufen gelten wiederum andere Vorgaben, weil die Schiffe dann gegen die Flutwelle anfahren. Die Elbvertiefung soll dazu führen, dass Schiffe bis 14,50 Metern (jetzt: 13,50 Meter) tideabhängig auslaufen dürfen. Nach Angaben der Hamburg Port Authority war im Jahr 2008 etwa jede sechste Fahrt eines großen Containerschiffes eine tideabhängige Fahrt. Wo die Bagger im Fluss baggern 1 von 2 Diese Karte zeigt, dass die Elbe zwischen Hamburg (rechts) und der Flussmündung unterschiedlich tief ist. Die rote Linie veranschaulicht, welche "Spitzen" in der Fahrrinne abgetragen werden sollen. Hier ist gut zu erkennen, dass der Fluss nicht auf ganzer Breite ausgebaggert werden soll. Die Fahrrinne, in der die Containerschiffe unterwegs sind, macht nur einen Bruchteil aus. Diese Karte zeigt, dass die Elbe zwischen Hamburg (rechts) und der Flussmündung unterschiedlich tief ist. Die rote Linie veranschaulicht, welche "Spitzen" in der Fahrrinne abgetragen werden sollen. Wo wird gebaggert? Die Fahrrinne der Unterelbe zwischen Hamburg und Cuxhaven wird nicht auf der gesamten Länge ausgebaggert. Nach Angaben des Bundes soll die Tiefe des Flusses auf 70 Prozent der Strecke verändert werden. Maximal wird die Fahrrinne um 2,42 Meter vertieft, an anderen Stellen nur um 1,50 Meter oder weniger. An der tiefsten Stelle wird die Fahrrinne nach der Elbvertiefung 19,00 Meter tief sein, in Hamburg-Altenwerder 17,40 Meter. Nur über dem Autobahn-Elbtunnel in Hamburg kann nicht weiter gebaggert werden. Dort bleibt es bei einer Flusstiefe von 16,70 Meter unter Normalnull. Darüber hinaus soll die Fahrrinne zwischen der Störkurve bei Glückstadt und Hamburg um 20 Meter verbreitert werden - bislang ist die Fahrrinne in diesem Bereich 300 Meter breit, beziehungsweise nur 250 Meter kurz vor Hamburg. Zudem ist eine sechs Kilometer lange "Begegnungsbox" mit einer Breite von 385 Metern geplant. In diesem Bereich sollen große Container- und Massengutschiffe aneinander vorbeifahren können. Die Baggerarbeiten werden mindestens zwei Jahre dauern. Die Planer nehmen in dieser Zeit Rücksicht auf die Mauser-, Brut- und Laichzeiten verschiedener Tierarten wie zum Beispiel der Brandgans, dem Seeadler und der Finte. Reedereien könnten besser planen Die Elbvertiefung soll nach dem Willen der Planer einen weiteren Vorteil für den Hafen bringen: Das Zeitfenster für eine tideabhängige Abfahrt von Hamburg in Richtung Cuxhaven vergrößert sich von jetzt gut 60 Minuten auf 120 Minuten. Die Reeder können ihre Schiffe folglich flexibler einsetzen. Bislang liegen Schiffe im ungünstigsten Fall bis zu elf Stunden an den Terminals fest, weil sie auf die nächste Flutwelle warten müssen. Künftig soll pro Tide von den drei großen Terminalbereichen im Hamburger Hafen (Waltershof, Altenwerder und Mittlerer Freihafen) jeweils ein Containerschiff mit einem Tiefgang von 14,50 Meter abfahren können. Ein solches Containerschiff benötigt von Hamburg bis zur Elbmündung etwa sechs Stunden. Wer zahlt wie viel? Die Kosten für die Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne werden auf 385 Millionen Euro geschätzt. Der Bund übernimmt davon 240 Millionen Euro, Hamburg muss nach derzeitiger Planung 145 Millionen Euro aufbringen. Einen großen Teil der Gesamtkosten machen mit rund 85 Millionen Euro strombauliche Maßnahmen aus, die nach Angaben des Bundes auch ohne die geplante Elbvertiefung notwendig wären. Was ist der Tidehub? Der Tidehub bezeichnet den Abstand zwischen dem Pegelstand bei Niedrigwasser und dem Pegelstand bei Hochwasser am selben Messort. Ziel des Strombau-Konzeptes ist, die Auswirkungen des Fahrrinnen-Ausbaus auf die Flusslandschaft möglichst gering zu halten. Beispielsweise soll ein noch größerer Tidehub verhindert werden. Derzeit beträgt der Tidehub in Hamburg im Mittel 3,60 Meter, in Cuxhaven 2,40 Meter. Vorgesehen ist unter anderem, im Mündungstrichter stromabwärts von Brunsbüttel zwei große Bodenschwellen aufzuschütten. Hiefür sollen zwei Drittel des Baggerguts verwendet werden. Die Bodenschwellen sollen auch dazu führen, dass die Geschwindigkeit der Tideströmungen möglichst wenig ansteigt und der Aufwand zur Unterhaltung der Fahrrinne langfristig begrenzt wird. Mit einem Drittel des Baggerguts wollen die Planer zudem in der Elbmündung das Wattgebiet zu vergrößern. Auch diese Maßnahme gehört zum Strombau-Konzept. Nach Angaben des Bundes wird bei der geplanten Elbvertiefung keine Deponie an Land für das Baggergut benötigt. Die Deponien würden lediglich für die Unterhaltungsbaggerungen in Anspruch genommen. Der Hafen als Jobmotor in Norddeutschland Ohne das erneute Ausbaggern der Elbe, so befürchten die Befürworter der Elbvertiefung, werden die Riesenfrachter zum Be- und Entladen zunehmend auf Häfen wie Rotterdam und Antwerpen ausweichen, wo der Tiefgang keine Rolle spielt. Umsatz und Gewinne der vom Hafen abhängigen Unternehmen würden sinken oder zumindest nicht im gewohnten Maße steigen. Dies würde sich auf die Steuereinnahmen für die Hansestadt und die Zahl der Arbeitsplätze auswirken. 160.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland gelten als abhängig vom Hamburger Hafen - weitere 40.000 sollen Hafenausbau und Elbvertiefung nach Meinung von Experten bringen. Ein Drittel der Beschäftigten lebt Angaben des Senats zufolge in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hamburg gilt als einer der zehn wichtigsten Häfen der Welt und als bedeutendster Container-Umschlagplatz für die Staaten des Ostsee-Raums. Die wichtigsten Handelspartner sind China, Singapur und Russland. Streitpunkt Deichsicherheit Neben den erwarteten Nachteilen für Tiere und Pflanzen fürchten Kritiker einer neuerlichen Elbvertiefung auch um die Sicherheit der Deiche entlang des Flusses. Es bestehe die Gefahr, dass die Fließgeschwindigkeit der Elbe weiter zunimmt und nicht nur Wattflächen wegschwemmt, sondern auch schwere Steine aus der Uferbefestigung löst. Besonders Niedersachsen fürchtet um die Sicherheit seiner Deiche. In den Hamburger Planungen seien keine ausreichenden Deichsicherungen vorgesehen. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) will seine Zustimmung zu der Fahrrinnen-Anpassung erst geben, wenn alle Bedenken ausgeräumt sind. Die Planer der Elbvertiefung verweisen seit Langem auf Gutachten, die zeigen, dass die Deichsicherheit nicht gefährdet ist. Sie räumen aber ein, dass an einigen Abschnitten entlang der Elbe am Deckwerk höhere Wellen und damit geringfügig stärkere Belastungen auftreten können." Das kann die Bau- und Unterhaltungskosten des Deckwerkes beeinflussen, hat aber keine direkten Auswirkungen auf die Deichsicherheit", lautet das Fazit. Die Ausbaggerung der Fahrrinne wird laut Berechnungen von unabhängigen Experten auch nur minimale Auswirkungen auf eine Sturmflut haben: Die Elbvertiefung werde den Sturmflutpegel um höchstens zwei Zentimeter verändern. Was bringt die Elbvertiefung? Die neue Generation der Containerschiffe ist auf den Meeren unterwegs. Sie sollen künfig besser den Hamburger Hafen erreichen können. Was ist bei der Elbvertiefung vorgesehen?mehr  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne