Mission Atalanta

atalanta Atalanta: Aktionsradius der Piraten hat sich ausgeweitet Northwood, 21.11.2011. Auch drei Jahre seit Beginn der Anti-Piraterie-Mission Atalanta sind die Herausforderungen vielfältig. Die somalischen Piraten gehen aggressiver vor und haben ihren Aktionsradius ausgedehnt. Auch die politische Situation in Somalia, die klimatischen Bedingungen, die Kooperation zwischen Staaten, Schiffseignern, Reedereien, Seefahrtsorganisationen und Streitkräften machen Atalanta zu einem fordernden Einsatz. Marinesoldaten untersuchen ein verdächtiges Boot (Quelle: Bundeswehr/Bors)Größere Abbildung anzeigen Für die somalischen Piraten hat die „Saison“ gerade erst begonnen. Der Südostmonsun mit seinen starken Winden, die auch regelmäßig zum Sturm werden und einen Seegang bis zu vier Metern verursachen, ist vorüber. Insbesondere die Übergangsphase, aber auch der jetzt eingesetzte und mit seinen bis zu sechs Windstärken etwas gemäßigtere Nordwestmonsun machen es den Piraten einfacher, weit entfernt von der somalischen Küste zu operieren und auf zivile Handelsschiffe zu warten. Erfolgsquote der Piratenangriffe halbiert „Die Piraten haben ihren Aktionsradius immer mehr ausgeweitet, mittlerweile auf über 1.000 Meilen vor der somalischen Küste bis nach Indien und in die Straße von Madagaskar. Hinzu kommt, dass Piraten nun sogar Schiffe vor den Häfen von Oman überfallen, also nicht nur auf hoher See“, so Kapitän zur See Marco von Kölln, Leiter der Einsatzzentrale Maritime Security Center bei EU NAVFOR . Dass die Piraten mit der Ausweitung ihres Aktionsradius in den zurückliegenden zwölf Monaten Erfolg hatten, zeigen exemplarisch drei erfolgreiche Schiffsentführungen: • Im Golf von Oman (M/V Star of Abu Dhabi, 30. Januar 2011, 1.475 Seemeilen von Haradeere an der somalischen Ostküste entfernt), • unweit der indischen Westküste (M/V Jahan Moni, 5. Dezember 2010, 1.450 Seemeilen von Haradeere entfernt) oder • direkt vor der Küste Mozambiks (M/V Vega 5, 28. Dezember 2010, 1.750 Seemeilen von Haradeere entfernt). Neben dem erweiterten „Operationsgebiet“ hat auch die Zahl der Angriffe von Jahr zu Jahr zugenommen. Waren es 2009 noch 117 und im Folgejahr 127, sind es in diesem Jahr bereits auf 140 Angriffe. Das Tankschiff Liquid Velvet wurde am 31. Oktober im Golf von Aden entführt und ist das jüngste Opfer von Piraterie am Horn von Afrika. Es ist das 24. Schiff, das in diesem Jahr in die Hände somalischer Piraten gefallen ist. Da neben der EU NAVFOR Operation Atalanta über 50 Staaten und internationale Organisationen im Rahmen von Anti-Piraterie-Maßnahmen am Horn von Afrika engagiert sind, ist erheblicher Koordinierungsaufwand erforderlich. Das wichtigste Treffen hierzu sind die regelmäßigen Shared Awareness and Deconfliction (SHADE)-Konferenzen in Bahrain. Die gute Koordination aller Beteiligten, der zunehmend bessere Schutz der Handelsschiffe – unter anderem mit Stacheldraht und Schutzräumen für die Besatzung – und das Einschiffen von Sicherheitsteams zeigen Erfolg. „Im Jahr 2010 wurden 47, und im Jahr 2009 46 Schiffe bei einer ähnlichen Anzahl von Attacken entführt. In diesem Jahr sind es 24. Das zeigt, dass die Erfolgsquote der Piraten in diesem Jahr nahezu halbiert wurde“, zieht Commander Harrie Harrison, Sprecher von EU NAVFOR, eine vorläufige Bilanz des laufenden Jahres.   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne