Schleuse: Zwischen Freude und Skepsis Plötzlich soll es mehr Geld für den Verkehrshaushalt geben – Brunsbütteler sehen die Politik nach dieser Ankündigung unter Zugzwang Brunsbüttel

  die_5.schleuse_wird_gebaut_brunsb__ttel_freut_sich Schleuse: Zwischen Freude und Skepsis Plötzlich soll es mehr Geld für den Verkehrshaushalt geben – Brunsbütteler sehen die Politik nach dieser Ankündigung unter Zugzwang Brunsbüttel Gerade mal einen Tag, nachdem der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager die maroden Schleusen in Brunsbüttel besichtigt hatte, gibt es das Signal, dass Gelder für den erhofften Bau tatsächlich doch noch im Bundeshaushalt 2012 bereit stehen sollen. Die Reaktionen in der Schleusenstadt schwanken zwischen Freude und Skepsis. Die Mühen der vergangenen Wochen, als auf unterschiedlichste Weise auf die Lage am Kanal in Brunsbüttel hingewiesen wurde, hätten sich nun offenbar gelohnt, sagt Bürgermeister Stefan Mohrdieck. „Wir freuen uns alle, dass es jetzt losgeht.“ Die Diskussionen hätten deutlich gemacht, dass der Schleusenneubau alternativlos sei. Die dritte große Kammer müsse kommen. Danach erst wäre Raum für die Sanierung wenigstens einer der beiden alten großen Kammern. Wie berichtet, sind 70 Prozent der Schiffe auf die großen Schleusen bei ihrer Kanalpassage angewiesen. Enttäuscht ist Mohrdieck allerdings darüber, „dass man das so anfangen musste“. Der Bund als Eigentümer sollte eigentlich ein Interesse daran haben, seine Anlagen im gebotenen Maße zu unterhalten. Jetzt geht für den Bürgermeister der Blick nach vorn: „Ich freue mich auf den Tag, an dem wir den Bau starten dürfen.“ Lotsenältermann Michael Hartmann mag noch nicht wie Stefan Mohrdieck an „eine Superbotschaft“ glauben. Er bleibt skeptisch: „Es ist noch nichts entschieden.“ Denn, „es gibt nichts Schriftliches“, sei noch nichts in trockenen Tüchern. Daher würden die Lotsen weiter über den unsicheren Zustand der Schleusen informieren. „Wir haben ein Riesenproblem, das muss gehört werden.“ Er persönlich glaube erst daran, wenn der erste Spatenstich erfolgt sei.  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne