Schleuse wieder heil – aber wie lange? Notreparatur am kanalseitigen Rolltor abgeschlossen / Keine Aussagen zur Betriebsdauer / Fachleute suchen nach Dauerlösung

neue_schleuse_w_in_betrieb1 Schleuse wieder heil – aber wie lange? Notreparatur am kanalseitigen Rolltor abgeschlossen / Keine Aussagen zur Betriebsdauer / Fachleute suchen nach Dauerlösung Brunsbüttel Frohe Botschaft für alle Kapitäne und Freizeitskipper, die den Nord- Ostsee-Kanal queren müssen: Seit gestern ist die große Südkammer der Schleuse in Brunsbüttel wieder in Betrieb. Alle Schleusen sind damit derzeit wieder einsatzbereit. Die Notreparatur am kanalseitigen Tor, Schleusentor Nummer 6, ist abgeschlossen. Lange Wartezeiten für die Kanalpassage gehören erst einmal der Vergangenheit an. Aber wie lange?Denn allen Verantwortlichen ist bewusst, dass Reparatur nicht mehr als eine Notlösung war. „Es ist eine Behelfs-konstruktion. Niemand kann eine Prognose abgeben wie lange die hält – auch die Fachleute nicht“, sagt Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel. Es könne Tage dauern, aber auch Wochen oder „mit etwas Glück“ sogar Jahre. Was dort unter Wasser passiert, weiß niemand.Fest steht: Nachdem die Schienen, auf denen das Tor auf- und zugeschoben wurde, vom Grund entfernt wurden (wir berichteten), reibt die 1500 Tonnen schwere und haushohe Konstruktion bei jeder Schleusung über den Kanalboden. Dort liegt eine riesige Granitplatte, die mit den Jahren allerdings immer weiter zerbrach. Mit jeder Betätigung des Rolltores wirken enorme Kräfte auf den Granit und das Stahltor.„Wir hatten keine Alternative“, erklärt Fischer das Vorgehen. „Sonst hätten wir die Schleuse gleich ganz dichtmachen müssen.“ Und das sei angesichts von Wartezeiten drei bis vier, in Stoßzeiten sogar acht bis zehn Stunden für die großen Pötte nicht zu verantworten. Inzwischen brüten die Experten – Handwerker und Ingenieure – über möglichen Ideen für eine Reparatur. Der Austausch der riesigen Holzbalken unter dem Tor, auf denen es hin und her rutscht, sei jedenfalls nicht möglich, sagt der WSA-Sprecher. „Wir können keinen Taucher unter das Tor schicken. Das ist zu gefährlich. Wenn das Holz herunter muss, geht das nur in der Werft.“ Übergangsweise würde dann das Ersatztor eingesetzt, das zurzeit an der Südseite des Kanals bereitliegt. Aber es gibt bereits andere Lösungsansätze. „Genaues können wir noch nicht sagen. Die Profis sind noch mit den verschiedenen Berechnungen zur Statik beschäftigt, ob die Idee überhaupt umsetzbar ist“, sagt Thomas Fischer. Und bis zur endgültigen Lösung helfe nur „Damendrücken“. Sönke Rother Norddeutsche Rundschau 
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne