Schleusenbau – Zeit drängt Wasser- und Schifffahrtsdirektion plant weiter Brunsbüttel

http://web58.loft1080.serverloft.de/wp-content/uploads/2012/01/vortrag_meerseburger.pdf   Schleusenbau – Zeit drängt Wasser- und Schifffahrtsdirektion plant weiter Brunsbüttel Die Brunsbütteler Kanalschleusen werden in zunehmendem Maße störanfälliger. Bauwerksuntersuchungen in der Vergangenheit haben prognostiziert, dass der Betrieb maximal bis zum Jahr 2014 gewährleistet werden kann. Darauf wies Diplom-Ingenieur Sönke Meesenburg von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Kiel-Nord vor Mitgliedern des Nautischen Vereins Brunsbüttel im Gasthaus „Zur Traube“ hin. Der Neubau der 5. Schleusenkammer wird daher immer dringlicher und bis zum Jahr 2014 nicht mehr zu schaffen sein. Die Kosten für die neue Schleusenkammer werden inzwischen mit 300 Millionen Euro eingeschätzt. Die Planungen und Bauvorbereitungen gehen im Wasser- und Schifffahrtsamt zügig weiter. „Es hat uns noch niemand gesagt, dass wir nicht mehr weiterarbeiten sollen“, scherzte der Referent und wies darauf hin, dass das Baurecht nach Abschluss der Planfeststellung seit 2010 vorliege und zehn Jahre gültig sei. Meesenburg zeigte sich aber optimistisch, dass mit dem Neubau in absehbarer Zeit zu rechnen sei. „Die Kosten sind im Entwurf des Bundeshaushalts 2012 berücksichtigt“, blickte er hoffnungsvoll in die Zukunft. Es müsse aber bald etwas geschehen, denn man rechne mit einer Bauzeit von mindestens fünf Jahren – also weit über 2014 hinaus. Aus dem Mitgliederkreis des Nautischen Vereins wurde die Befürchtung eines drohenden Verkehrsinfarkts für den Nord-Ostsee-Kanal geäußert. Dieser konnte Sönke Meesenburg nicht widersprechen. Der Kanal weise mit 90 Millionen Gütertonnen pro Jahr eine stattliche Transportleistung auf. Dabei werde ein Umstieg auf immer größere Schiffe beobachtet. Die Störanfälligkeit des Schleusenbetriebs führe immer wieder dazu, dass unzählige Schiffe auf Reede liegen und stundenlang warten müssten, um endlich durchgeschleust zu werden. „Reedereien haben bereits damit gedroht, dauerhaft den Skagenweg zu nehmen“, warnte Meesenburg vor hohen wirtschaftlichen Einbußen. Der Vorsitzende des Nautischen Vereins, Kapitän Bernd Appel, wunderte sich, dass der Bund die höchste Priorität in einer Vertiefung des Elbfahrwassers sehe, aber den Schleusenausbau in Brunsbüttel in keiner Weise erwähne. „Die fünfte Kammer ist eine Voraussetzung für eine anschließend dringend notwendige Grundinstandsetzung der beiden großen Schleusenkammern“, bestätigte der WSV-Planer. Für diese Arbeiten müsse jede Kammer für rund zwei Jahre außer Betrieb gesetzt werden. Der Ältermann der Kanallotsen, Michael Hartmann, bezeichnete es als „falschen Weg“, wenn der Bund nicht in den Kanal und in die 5. Schleusenkammer investiere. Vom Kanal profitierten auch Hamburg und Niedersachsen mit mehreren tausend Arbeitsplätzen. Im Gespräch sind auch der Wegfall der Weiche Kudensee und der Bau einer neuen Kanalweiche bei Burg. Bernd Appel zeigte sich als Verfechter einer großen Kanalweiche Oldenbüttel/Fischerhütte, „weil Begegnungen in diesen relativ kleinen Weichen immer wieder zu Konflikten führen“. Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne