Herr Ramsauer hat angeblich kein Konzept für seine Schiffe

herr_ramsauer_hat_angeblich_kein_konzept_f__r_seine_schiffe Ramsauer hat kein Konzept für seine Schiffe Rechnungshof kritisiert Minister – und warnt vor Risiken beim Schutz vor Giftunfällen auf der Ostsee Kiel/Berlin Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Flotte seiner Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) nicht im Griff. Wie der Bundesrechnungshof in einem neuen, vertraulichen Gutachten für das Ressort des CSU-Politikers kritisiert, gebe es für die 2500 Boote und Schiffe der WSV – darunter 1350 größere – „keine Gesamtübersicht über Fahrzeug und Einsatzkonzepte“. Zudem fehle eine Kostenrechnung: „Nutzbare Daten sind bisher kaum verfügbar.“ Deshalb könne „weder die WSV noch das Ministerium einschätzen, ob die Fahrzeuge wirtschaftlich betrieben werden“, heißt es in dem Bericht, der unserer Zeitung vorliegt. Zu Ramsauers Flotte gehören unter anderem Schiffe der Küstenwache, Schlepper, Eisbrecher, Tonnenleger und Kanalfähren. Unter anderem bemängeln die Prüfer, dass wegen der Schlamperei im Ministerium der Schutz vor Giftunfällen in der Ostsee gefährdet sei. Weil der in Kiel stationierte und in die Jahre gekommene Notschlepper und Schadstoffbekämpfer „Scharhörn“ noch nicht durch einen neuen ersetzt worden sei, „entsteht in der Ostsee eine Sicherheitslücke“, schreiben die Gutachter. Denn wie die WSV selbst festgestellt habe, seien angesichts immer größer werdender Schiffe „im Havariefall höhere Maschinenleistungen“ und bessere „Manövrier-Eigenschaften erforderlich“, als sie die „Scharhörn“ besitze. Der Rechnungshof fordert Ramsauer daher auf, „ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, um die Sicherheit vor Schadstoffunfällen an deutschen Küsten zu gewährleisten“. Dass die „Scharhörn“ noch nicht abgelöst ist, liegt nach Darstellung der Prüfer am Hang zur Geldverschwendung in der WSV. So sollte eigentlich die größere „Neuwerk“ von der Nordsee in die Ostsee verlegt werden und die Scharhörn ersetzen – ein plausibler Plan. Doch wollte Ramsauer dafür in der Nordsee nicht nur die „Neuwerk“ abziehen, sondern auch gleich das Schadstoffbekämpfungsschiff „Mellum“ ausmustern und für 160 Millionen Euro zwei neue Schiffe kaufen. Ein „vorzeitiger Ersatz der Mellum“ sei aber „nicht gerechtfertigt“, kritisiert der Rechnungshof und lobt den Haushaltsausschuss des Bundestages, der das letztes Jahr genauso sah und die „unwirtschaftliche Beschaffung“ der zwei neuen Schiffe stoppte. Daher liegt die „Neuwerk“ weiterhin in der Nordsee und die „Scharhörn“ in der Ostsee. Noch einen weiteren Beleg aus dem Norden führt der Rechnungshof für Ramsauers großzügigen Umgang mit Steuergeldern an: So habe der Minister für 8,8 Millionen Euro ein neues Schiff als Ersatz für den Nord-Ostsee-Kanal- Schlepper „Nordmark“ bestellt – obwohl der zuletzt im Laufe eines ganzen Jahres nur 700 Stunden genutzt wurde, also nicht mal einen Monat. „Die Entscheidung, den teuren Schlepper-Ersatz zu genehmigen, bitten wir zu erläutern“, schreibt der Rechnungshof. Henning Baethge Norddeutsche Rundschau   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne