Stadt fordert Schleusenbau Ratsversammlung verabschiedet Resolution Brunsbüttel

stadt_fordert_resolution_schleusenausbau Stadt fordert Schleusenbau Ratsversammlung verabschiedet Resolution Brunsbüttel Da gab es gestern Abend nichts zu deuteln für die Ratsversammlung im Elbeforum: Einstimmig beschlossen die Stadtpolitiker, eine Resolution auf den Weg zu bringen, in der die sofortige Bereitstellung der Mittel für den Bau den fünften Schleusenkammer gefordert wird. Die Landesregierung wird gebeten, diese Forderung gegenüber der Bundesregierung zu unterstützen. Angestoßen hatte diese Resolution die SPD-Ratsfraktion. Das Dilemma der maroden großen Schleusen habe sich in den vergangenen Woche zum Dauerthema entwickelt, erklärte Fraktions-Chef Johannes Kreft. „Ich glaube, dass wir nun ein Signal setzen müssen“, begründete er die Resolution. Dieses Papier sei sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, gab Kreft zu. Aber da in den vergangenen Wochen zahlreiche Kritiker der jetzigen Situation, in der der Kanal nur knapp am Totalausfall vorbeischramme, ihre Stimme erhoben hätten, müsse sich nun auch die Ratsversammlung zu Wort melden. „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit sind unabdingbar für die Entwicklung einer Region“, betonte Kreft. Und genau daran lasse es der Bundesverkehrsminister fehlen. In der Resolution wird daran erinnert, das dessen Ministerium bereits 2007 den Bau der fünften Kammer entschieden habe – „als eine wesentliche Voraussetzung für die Grundsanierung der maroden großen Schleusenkammern“. Die immerhin stammten noch aus Kaisers Zeiten, Ersatzteile müssten kostspielig und zeitaufwendig als Sonderanfertigung hergestellt werden. Da der Kanal für die nationale wie die internationale Schifffahrt ein wesentlicher Faktor bei der Abwicklung von Feederverkehren vom und zum Baltikum sei, müsse eine kalkulierbare Kanalpassage garantiert sein. „Aus diesem Grund fordern wir die notwendigen Bundesmittel zum Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel für das Jahr 2012“, heißt es in der Resolution. Die Rede ist von rund 300 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium will jedoch lieber 85 Millionen für die Sanierung jeder der beiden großen Kammer ausgeben – und dabei Staus im Kanal in Kauf nehmen. Das, so die Resolution, gefährde den Betrieb des Nord- Ostsee-Kanals, er würde für die Schifffahrt bedeutungslos. Das gefährde den gesamten Wirtschaftsraum entlang des Kanals. Schließlich weist die Ratsversammlung auf einen Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung hin, müssten Schiffe die weite Route um Skagen nehmen. Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau   
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne