Sicherheitsrisiko Offshore-Windkraft Unfälle, Schiffshavarien, Terrorgefahr: Noch gibt es kein Schutzkonzept für die Anlagen auf hoher See – das will die Bundesregierung nun ändern

sicherheitsrisiko_windpark Aktuell 27.01.2012 aktualisiert: DGzRS hat mit den Windkraft Offshorefirmen ein Überwachungskonzept entwickelt über die Maritime Sicherheitszentrale in Bremen Sicherheitsrisiko Offshore-Windkraft Unfälle, Schiffshavarien, Terrorgefahr: Noch gibt es kein Schutzkonzept für die Anlagen auf hoher See – das will die Bundesregierung nun ändern HUSUM/BERLIN Die Bundesregierung treibt den Ausbau von Windkraftanlagen auf dem Meer voran – doch sie hat bisher kein Sicherheitskonzept für die Parks auf hoher See. Das ist jetzt auf einer Fachtagung der Unionsfraktion im Bundestag deutlich geworden. „Es gibt dringenden Handlungsbedarf“, mahnte der nordfriesische CDU-Abgeordnete Ingbert Liebing. Sein Parteifreund und Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann kündigte an, dass sein Ministerium ein Konzept entwickeln werde. Noch drehen sich erst rund 50 Rotoren in Nord- und Ostsee vor Deutschlands Küste. Aber bald wird das ganz anders aussehen: Wenn allein die bereits genehmigten 27 Windparks gebaut werden, ragen in ein paar Jahren fast 2000 Masten aus dem Meer, viele mehr als hundert Kilometer vom Festland entfernt. Daraus resultieren zahlreiche Sicherheitsprobleme. So ist unklar, wie im Notfall die Rettung von Technikern oder Wartungskräften gewährleistet wird. Bisher sind die Betreiber zuständig. „Viele Investoren unterschätzen aber, wie rau das Klima da draußen ist“, sagte Ferlemann. Die Wellen schlagen schon mal 15 Meter hoch bis auf die Plattformen der Anlagen – die Firmen seien da mit Bergungsmaßnahmen überfordert. Zudem fehlt es an Flugregeln für Hubschrauber im Luftraum über den Rotoren. „Wir brauchen hier eine staatliche Verantwortung“, resümierte der Verkehrsstaatssekretär. Sein Ressort sei dazu bereit, brauche dann aber mehr Geld, um Rettungshelikopter betreiben zu können. Auch die Gefahr von Schiffshavarien droht zu steigen. Zwar sind die Windräder so konstruiert, dass sie bei einem Aufprall nachgeben und die Schiffshaut nicht verletzen sollen. Zudem müssen größere Schiffe einen Abstand von rund vier Kilometern zu den Anlagen einhalten. Doch wenn sie manövrierunfähig abdriften, nützt diese Vorschrift nichts. Der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordsee, Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen, fürchtet daher: „Die zusätzlichen Offshore-Parks erhöhen die Gefahr einer Kollision und Ölverschmutzung.“ Experten fordern daher eine Radarüberwachung der Windfarmen – nicht zuletzt, weil die Anlagen Terroristen anziehen könnten. „Ein Umspannwerk auf dem Meer ist ein lohnendes Ziel für einen Angriff, weil so ein Teil der Stromversorgung des Landes lahmgelegt werden kann“, warnte CDU-Mann Liebing. Er verlangt daher nicht nur die Kontrolle per Radar, sondern auch eine schlagkräftigere Organisation der Küstenwache: „Wir brauchen eine einheitliche Bundesküstenwache.“ Bisher sind die deutschen Seeschutzkräfte auf vier verschiedene Ministerien verteilt. Doch obwohl die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag eine Bündelung der Kompetenzen unter einer Leitung vereinbart hat, wollen Ferlemann und sein Minister Peter Ramsauer (CSU) davon nichts wissen: „Das Netzwerk, das wir haben, funktioniert hervorragend“, sagt Ferlemann. Für Liebing zeugt es dagegen von „organisierter Unverantwortlichkeit“, wie er sagt: „Im Notfall braucht man eine klare Zuständigkeit.“ Henning Baethge Norddeutsche Rundschau      
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne