Piraterie Hamburg will mehr Schutz für Deustche Handelsschiffe

hamburg_foredert_schutz_vor_piraten Piraterie Hamburg will mehr Schutz für Deustche HandelsschiffeFreitag, 26. August 2011 thb Die Hansestadt Hamburg hat als größter Reedereistandort in Deutschland von der Bundesregierung deutlich mehr Schutz für Handelsschiffe gegen Piratenangriffe verlangt. Die Bürgerschaft forderte den SPD-Senat mehrheitlich auf, sich mit den norddeutschen Küstenländern zu verständigen und bei der schwarz-gelben Bundesregierung einen entsprechenden Vorstoß zu machen. Konkret will das Parlament, dass der militärische Einsatz der Deutschen Marine am Horn von Afrika und vor Somalia verstärkt wird und für den Schutz besonders gefährdeter Schiffe Einheiten der Bundespolizei bereitgestellt werden. Außerdem müsse die Bundesregierung die Piraterie verstärkt in der NATO und im Weltsicherheitsrat thematisieren. Einen Antrag der CDU-Fraktion, sich für den Einsatz privater Sicherheitsfirmen auf deutschen Handelsschiffen einzusetzen und mit dem Bund Gespräche über eine staatlich anerkannte Akademie zur Ausbildung sogenannter Vessel Protection Teams privater Sicherheitsfirmen zu führen, lehnte das Parlament dagegen ab. Der SPD-Abgeordnete und Reeder Erck Rickmers sagte, das CDU-Forderungspaket sei verfassungswidrig. Privatfirmen könnten keine hoheitlichen Aufgaben übernehmen. Auch die GAL warnte eindringlich davor, Privatfirmen mit Kriegswaffen auszustatten. „Private Sicherheitsfirmen sind nie kontrollierbar", warnte die GAL-Innenexpertin Antje Möller. Alle Fraktionen waren sich jedoch einig, dass die Piraterie am Horn von Afrika und vor der Küste Somalias ein großes Problem sei. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine SPDAnfrage vom Juli sind durch Piraten am Horn von Afrika, an den ost- und westafrikanischen Küsten sowie im Seegebiet vor Malaysia allein 2009 und 2010 mehr als 400 Handelsschiffe angegriffen worden, darunter jeweils 60 von deutschen Reedern. Der CDU-Abgeordnete Olaf Ohlsen betonte: „Es geht hier nicht nur um vitale wirtschaftliche Interessen, sondern auch um das Leben der Seeleute." Uneins waren sich die Fraktionen jedoch in ihren einzelnen Lösungsvorschlägen. So verlangte Rickmers von der Bundesregierung, die militärische Präsenz am Horn von Afrika zu verstärken. Deutschland ist zwar im Rahmen der EU-Antipiratenmission „Atalanta" mit Fregatten am Horn von Afrika beteiligt. Doch das reiche nicht aus. Vor allem kleinere und langsamere Schiffe mit niedrigen Bordwänden müssten zudem Bundespolizisten als Schutz anfordern können. Die Linken lehnten sämtliche Anträge auf Einsatz der Bundespolizei, der Marine oder privater Sicherheitsdienste ab. „Sie wollen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben", sagte die Linken-Abgeordnete Christiane Schneider. Deutlich sinnvoller wäre ein rigoroses Vorgehen gegen die illegale Fischerei und die Giftmüllverklappung durch internationale Unternehmen vor der Küste Somalias. Denn diese hätten den Bewohnern Somalias die Lebensgrundlage entzogen und sie letztlich in die Piraterie getrieben. Außerdem müsse es einen generellen Stopp von Waffenlieferungen aus Deutschland geben, forderte Schneider.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne