Was kommt zuerst – Kanalausbau oder Elbvertiefung?

landtag_kanalausbau Was kommt zuerst – Kanalausbau oder Elbvertiefung? Kiel Gemeinsamkeit beim Thema Nord-Ostsee-Kanal und heftige Konflikte über die Elbvertiefung: Im Landtag herrschten gestern unterschiedliche Auffassungen, welche der beiden großen norddeutschen Wasserstraßen Vorrang beim Ausbau erhalten soll. Zwar sprachen sich die Abgeordneten parteiübergreifend für die umgehende Sanierung der maroden Kanal-Schleusen in Brunsbüttel und den Neubau einer zusätzlichen Schleusenkammer in Brunsbüttel aus. Während Schwarz-Gelb und SPD aber gleichzeitig auch die Elbe auf 14,50 Meter ausbaggern und fit für die neuesten Container-Riesen machen wollen, plädierten Grüne, Linke und SSW für eine „klare Prioritätensetzung“ zugunsten des Kanals: Hier müsse der Bund seine knappen Mittel bündeln. „Wenn man alles will, kriegt man am Ende gar nichts“, sagte Andreas Tietze von den Grünen. Auch Björn Thoroe (Linke) merkte an: „Wer den Ausbau der Elbe fordert, darf sich nicht wundern, wenn kein Geld mehr für den Kanal da ist.“ Jens Magnussen (CDU) hielt dagegen: Von einer tieferen Elb-Fahrrinne profitiere nicht nur der Hamburger Hafen, sondern auch Schleswig-Holstein. Denn viele Waren würden aus der Hansestadt durch den Kanal weiter Richtung Ostsee transportiert. Deswegen seien „beide Projekte nicht im Gegensatz, sondern in absoluter Notwendigkeit zueinander zu sehen“, so Magnussen. „Der Nord-Ostsee-Kanal würde leiden, wenn es mit der Elbvertiefung nicht vorangehen würde“, meinte auch Oliver Kumbartzky (FDP). Die SPD warnte davor , Elbe und Kanal gegeneinander auszuspielen. „Die Situation an den Schleusen in Brunsbüttel ist kritisch“, hatte zuvor Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) eingeräumt. Wenn der Bund sich entscheide, die Sanierung (geschätzte Kosten: 170 Millionen Euro ) vorzuziehen, bedürfe es mindestens eines konkreten Zeitplans für den Neubau der fünften Schleusenkammer (300 Millionen Euro). Für die noch nicht genehmigungsfähige Elbvertiefung veranschlagt der Bund 300 Millionen. Kim Norddeutsche Rundschau 
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne