Maritimer Super-Gau droht Angesichts der Pläne im Bundesverkehrsministerium fordert der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete Jens Magnussen den Schleusenausbau

maritimer_supergau     Maritimer Super-Gau droht Angesichts der Pläne im Bundesverkehrsministerium fordert der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete Jens Magnussen den Schleusenausbau Brunsbüttel Mit dem Baubeginn des Mitteldükers als Versorgungstunnel unter dem Kanal hindurch sei zugleich der Startschuss für die seit langem geforderte fünfte Schleusenkammer gefallen. Das erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, im April 2009. Und die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts in Brunsbüttel, Gesa Völkl, erklärte im Mai dieses Jahres, jetzt fehle nach den umfangreichen Vorarbeiten nur noch das Geld für den Schleusenbau. Doch in der vorigen Woche trat das zuständige Ministerium auf die Bremse, sprach dem 280-Milllionen-Projekt die Priorität ab (wir berichteten). Jetzt meldet der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete Jens Magnussen (CDU) dringenden Klärungsbedarf an. Die angekündigte Streichung und Bauverzögerung „im Bereich des Nord-Ostsee-Kanals hat die Region schwer erschüttert“, schreibt Magnussen an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Ihm fehle jegliches Verständnis für dessen Vorgehen, erklärt der Brunsbütteler weiter. „Der Neubau der 5. Expressschleusenkammer am Standort Brunsbüttel ist für die maritime Ost- West-Transitstrecke von elementarer Bedeutung“, betont Magnussen in seinem Brief und verweist auch auf die dringend sanierungsbedürftigen alten Schleusenkammern. Deren Totalausfall gefährde den Schiffsverkehr auf dem Kanal – jährlich nutzen rund 40 000 Schiffe den kurzen Weg zwischen Nordsee und Ostsee. Vor allem, betont der CDU-Mann, sei der Kanal auch für Hamburg und den Wilhelmshavener Tiefwasserhafen „von elementarer Bedeutung“. Für Brunsbüttel sei die Wasserstraße zudem touristisch äußerst wichtig. Landesweit gesehen, sei der Kanal ein Markenzeichen für Schleswig-Holstein, so der Landtagsabgeordnete. Zudem hebt Magnussen eine wachsende Bedeutung der maritimen Wirtschaft in Bezug auf die Offshore-Windenergie für den Standort Brunsbüttel hervor. Dies dürfe Ramsauer nicht aus den Augen verlieren. Magnussen: „Sollte die Bundesregierung dem Land Schleswig-Holstein neben den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel auch noch die Einnahmequelle durch die maritime Wirtschaft nehmen, ist dies sicherlich nicht im Weitblick der Ansatz der Bundesregierung.“ Verbunden mit seinem Schreiben an den Bundesverkehrsminister hat Jens Magnussen eine Einladung in die Schleusenstadt. Zum Schluss erklärt der Brunsbütteler Politiker unmissverständlich, was er von Ramsauer erwartet: „Eine Streichung und weitere Verzögerungen bei der Neubaumaßnahme der 5. Schleusenkammer kann und wird die Region nicht hinnehmen können. Wir brauchen keine wortreichen Ankündigungen, wir brauchen zur Vermeidung eines maritimen Super-Gaus sondernTaten.“ Ralf Pöschus    
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne