CDU tritt für Ausbau der Neckarschleusen ein

cdu_tritt_f__r_ausbau_der_neckarschleusen_ein CDU tritt für Ausbau der Neckarschleusen ein Bei der ersten Neckarkonferenz sprachen sich die Referenten für die Verlängerung der Schleusen zwischen Mannheim und Plochingen aus. Fotos: Deschner Von Marcus Deschner Eberbach/Neckargerach. "Wir müssen mit einer Stimme sprechen", waren sich alle Referenten einig bei der 1. Neckarkonferenz, zu der der CDU-Gemeindeverband Neckargerach-Guttenbach eingeladen hatte. Thema war dabei der Ausbau der Neckarschleusen, damit in Zukunft auch 135 Meter lange Schiffe die rund 200 Kilometer lange Strecke von Mannheim nach Plochingen befahren können. Dafür setzten sich Jörg Huber, Leiter des Wasser-und Schifffahrtsamtes Heidelberg, CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Peter Hauk und Landrat Dr. Achim Brötel ein. "Schleusenausbau muss sein", formulierte Gemeindeverbandsvorsitzender Eugen Mayer in der Begrüßung der rund 80 Zuhörer. Jörg Huber ging auf die geplante Zusammenlegung der Wasser- und Schifffahrtsämter Heidelberg und Stuttgart sowie die vorgesehene Verlegung des 2008 gegründeten Neubauamtes von Heidelberg nach Aschaffenburg ein. Der Neckar als Bundeswasserstraße wird Huber zufolge der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Würzburg zugeordnet. Die im Zuge dieser Strukturveränderungen aufgetauchten Irritationen über die geplanten Schleusenverlängerungen seien mittlerweile wieder vom Tisch. Die Umbaumaßnahmen seien bei vielen der 27 Schleusen ohnehin mit grundlegenden Instandhaltungsmaßnahmen verknüpft, da die Wasserbauwerke teilweise über 75 Jahre alt und entsprechend sanierungsbedürftig seien. Während über die Verlängerung der Schleusen auf der Strecke Mannheim-Heilbronn weitgehend Einigkeit bestehe, sei der darüber hinausgehende Wasserweg bis Plochingen noch mit einem Fragezeichen versehen. Huber stellte kurz die Multifunktionalität des Neckars dar. Große Bedeutung habe die Wasserstraße für den Transport von Gütern wie Kohle, Chemieerzeugnisse, Futtermittel, Schrott und Baustoffen. Im Hinblick auf die geplanten Schleusenerweiterungen rüsteten heute schon viele Firmen ihre Umschlagkapazitäten auf. In Heilbronn werde derzeit ein zweites Containerterminal gebaut. Der Wasserbauexperte gab zu bedenken, dass der Neckar keine Transitstrecke ist. Vielmehr hätten die über den Fluss transportierten Güter direkte Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt, da Ziel oder Quelle der Güter meist im Gebiet Heilbronn/Stuttgart lägen. Folglich bleibe die dadurch erzeugte Wertschöpfung im Inland. Die Wasserstraße Neckar ist laut Huber der einzige Verkehrsträger mit Kapazitätsreserven. Er erwartet eine Steigerung des Frachtaufkommens auf jährlich zehn Millionen Tonnen bis zum Jahr 2025. Auf rund eine Milliarde Euro bezifferte Huber die geplanten Schleusenerweiterungen inklusive der damit einhergehenden weiteren Maßnahmen. Allein 190 Millionen Euro entfielen etwa auf die "reinen" Kammerverlängerungen. Dazu kämen "sicherheitsrelevante Ersatzinvestitionen" in einer Größenordnung von 350 Millionen Euro sowie Gelder beispielsweise für Fischaufstiegsanlagen von 100 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg müsse sich klar zum Neckarschleusenausbau bekennen, sagte Huber und rief dazu auf, "dass sich auch die Stimmen der Region dafür einsetzen". In die gleiche Kerbe hieb Landrat Dr. Achim Brötel, der den Fluss als "Lebensader für die Region" bezeichnete. Auch er forderte, "dass sich das Land ohne Wenn und Aber zum Schleusenausbau bekennt". Wenn man die Prognosen zum Zuwachs des Güterverkehrs betrachte, bleibe gar nichts anderes übrig, sagte Peter Hauk. Auch die Ökobilanz spreche ganz eindeutig für den Transport übers Wasser. Wenngleich sich der grüne Verkehrsminister bei dem Projekt derzeit noch etwas ziere: "Ein Industrieland wie Baden-Württemberg kann es sich gar nicht leisten, auf einen Zuwachsträger mit Potenzial im Verkehrsbereich zu verzichten", plädierte Hauk für den Ausbau aller Neckarschleusen
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne