Schleusenneubau: Wirtschaftsminister Jost de Jager kann keine Versprechungen machen Brunsbüttel

jager_schleusenneubau hat ihn bis jetzt auch nicht  interessiert Das Prinzip Hoffnung Schleusenneubau: Wirtschaftsminister Jost de Jager kann keine Versprechungen machen Brunsbüttel „Es ist alles in Bewegung.“ Mehr ließ sich der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager gestern als Fazit seiner Schleusenbesichtigung nicht entlocken. Immerhin, der Kieler nahm sich viel Zeit für den Besuch, bei dem ihm der Präsident der Wasser- und Schiffahrtsdirektion, Dr. Hans-Heinrich Witte, und der stellvertretende Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts in Brunsbüttel, Günter Mozarski, über die Anlage führten. Hintergrund der Visite zwischen Grundsteinlegung für das Umspannwerk in Büttel und einem Firmenbesuch beim Brunsbütteler Pralinen-Hersteller Wagner war die von vielen als nicht zufriedenstellend empfundene Situation an den beiden großen Schleusenkammern. Am jüngsten Ausfall in der Nordkammer wird noch immer laboriert. Vor allem aber: Es fehlt die konkrete Zusage aus Berlin, dass der Bau der dritten großen Kammer endlich beginnen kann. Dafür müsse jetzt ein Fahrplan entwickelt werden, sagte de Jager. Die großen Seehäfen benötigten den Kanal, der mehr als nur regionale Bedeutung für die Wirtschaft habe. Er sei, so de Jager, darüber im ständigen Gespräch mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Das größte Problem sei jedoch die Finanzierung: „Wir brauchen frisches Geld.“ Das gibt der Bundeshaushalt zurzeit aber nicht her. Unterschiedliche Auffassung gibt es offenbar zur Finanzierung der dritten großen Schleuse. So hatten am Freitagabend die SPD-Mitglieder des Bundeshaushalts-Ausschusses, Bettina Hagedorn und Johannes Kahrs, erklärt, es habe vor zwei Jahren Geld bereit gestanden, sei aber nicht abgerufen worden. Dem widersprach WSD-Chef Witte, es habe kein Geld zur Verfügung gestanden, nicht „in dem Haushalt, den wir haben“. Die Entscheidung über Neubau einer Großschleuse und die Sanierung der beiden großen Kammern müsse in ihrer Reihenfolge auch an der Bedeutung der Verkehrswege ausgerichtet sein, betonte de Jager. Immerhin passieren 70 Prozent der Tonnage von rund 100 Millionen Tonnen im Jahr die beiden großen Kammern in Brunsbüttel. Auf deren Funktionieren ist auch die Industrie in der Schleusenstadt angewiesen. Total, Yara und Holcim etwa wickeln Frachten übers Wasser ab. Es wird eine Kettenreaktion befürchtet, sollten beide großen Kammern ausfallen. Das könnte sogar Auswirkungen auf den Betrieb der Bohrinsel Mittelplate haben, weil sich in Brunsbüttel fertige Produkte stauen und kein Erdöl mehr verarbeitet werden kann. Ralf Pöschus   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne