Containerreederei Hapag-Lloyd fährt in die Verlustzone

containerreederei_hapag Containerreederei Hapag-Lloyd fährt in die Verlustzone 11.08.11 | 13:52 Uhr Die Containerreederei Hapag-Lloyd ist wegen hoher Treibstoffkosten und scharfen Wettbewerbs in die Verlustzone gefahren. Für das erste Halbjahr meldete das Hamburger Unternehmen am Donnerstag einen Nettoverlust von 33 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch 175 Millionen Euro Gewinn anfielen. Containerreederei Hapag-Lloyd fährt in die Verlustzone Hamburg (dapd-nrd). Auch für das Gesamtjahr sieht die einstige TUI-Tocher eher schwarz: 'Der Wettbewerb wird schärfer, weil immer mehr sehr große Containerschiffe in Betrieb gehen', schreibt Hapag-Lloyd im Zwischenbericht. Damit liegt Hapag Lloyd im Branchentrend: Auch Konkurrenzunternehmen wie NYK aus Japan sind in die Verlustzone geraten. Die wichtigste deutsche Containerreederei leidet darunter, dass Konkurrenten wie Maersk aus Dänemark immer mehr gigantische Schiffe mit über 10.000 Containern Transportfähigkeit in Dienst stellen. Das größte Hapag-Lloyd-Schiff kann dagegen nur 8.750 Transportkisten mitnehmen. Die Giganten-Schiffe fahren zu niedrigeren Stückkosten und können den Kunden so niedrigere Transportpreise anbieten. Hapag-Lloyd erhält erst Mitte 2012 das erste von zehn Schiffen mit 13.200 Stellplätzen. Die Frachtraten genannten Transportpreise pro Container zeigen das Problem: Im ersten Quartal lag die durchschnittliche Frachtrate für einen Container von Europa nach Asien noch bei 1.563 Dollar. Im zweiten Quartal waren es nur noch 1.531 Dollar. Eine Tonne Treibstoff kostete im Januar etwa 480 Dollar, im Juni mehr als 630 Dollar, wie die Reederei mitteilte. Insgesamt transportierte Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2,5 Millionen Standardcontainer, 3,3 Prozent mehr. Die Reederei mit 144 Schiffen gehört noch zu 38,4 Prozent dem Reisekonzern TUI und zu 61,6 Prozent einem Hamburger Konsortium aus Banken, der Stadt und dem Millionär Michael Kühne. TUI seine restliche Beteiligung loswerden.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne