Bedenken gegen Behördenzusammenlegung “Küstenschutz ist Erfolgsmodell”

k__stenschutz_erforderlich Bedenken gegen Behördenzusammenlegung "Küstenschutz ist Erfolgsmodell" Donnerstag, 28. Juli 2011 Beim Küstenschutz sind derzeit vier Bundesbehörden aktiv. Die von der schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin geforderte einheitliche Küstenwache stößt im Bundesverkehrsministerium offenbar auf Bedenken. Vor einer Zusammenlegung der im Küstenschutz aktiven Bundesbehörden „muss der Sinn und Mehrwert nachgewiesen werden“, sagte gestern der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU). Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe bis Anfang 2012 einen Vorschlag entwickeln, wie die vier Bundesbehörden zusammengeführt werden können. Dem Verkehrsministerium untersteht die Schifffahrtsverwaltung, die unter anderem die Ölbekämpfungsschiffe einsetzt. Das Innenressort schickt die Bundespolizei auf See; das Bundesfinanzministerium setzt den Zoll ein; das Bundeslandwirtschaftsministerium beteiligt sich mit der Fischereiaufsicht am Küstenschutz. Im Notfall fahren Schiffe aller Behörden sowie der Länder- Wasserschutzpolizeien parallel zu einer Unglücksstelle. Mit der 2009 im Koalitionsvertrag geforderten Küstenwache wollen Union und FDP die Konsequenz aus dem „Pallas“-Unglück im Herbst 1998 ziehen. Seinerzeit war die deutsche Küste nur knapp einer Katastrophe entgangen, als der Holzfrachter „Pallas“ tagelang brennend durch die Nordsee trieb. Zwischen den Behörden war ein Kompetenzgerangel entstanden. Seit dem Jahr 2007 sitzen die Vertreter der 15 für den Küstenschutz zuständigen Bundes- und Landesbehörden im Gemeinsamen Lagezentrum See in Cuxhaven an einem Tisch und tauschen Informationen aus. Dieses Netzwerk sei „Schaltzentrale und Garantie für ein schlagkräftiges und koordiniertes Vorgehen der Spezialisten des Bundes und der Länder bei allen denkbaren Ereignissen auf See“, heißt es im Bundesverkehrsministerium. Institutionen wie die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) fordern seit Jahren eine einheitliche Küstenwache. „Im Ernstfall fehlt die Zeit für Absprachen und Anforderung von Hilfe auf dem Dienstweg“, meint der SDN-Vorsitzende Dieter Harrsen: „Beim nächsten größeren Ölunfall fliegt uns dieses System um die Ohren.“ Der aus Cuxhaven stammende parlamentarische Staatssekretär Ferlemann ist dagegen überzeugt, dass „das jetzige Netzwerk ein Erfolgsmodell ist“. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Behörden, des Lagezentrums und des gemeinsamen Havariekommandos des Bundes und der Länder habe sich beispielsweise beim schweren Brand der Fähre „LISCO Gloria“ auf der
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne