Containerschiffahrt Unterschiedliche Facetten – Feeder stark gefragt

containerschiffahrt_unterschiedliche_facetten Containerschiffahrt Unterschiedliche Facetten – Feeder stark gefragt Autor: Redaktion w:o | 30.06.2011, 13:14 | 536 Aufrufe | 0 | Die Containerschifffahrt ist derzeit ein Markt unterschiedlicher Facetten. Die Frachtraten, also die Preise für per Container transportierte Waren, sind derzeit niedrig. Die Charterraten für kleinere und mittelgroße Schiffe mit bis zu 4.500 Stellplätzen für 20-Fuß-Container (TEU) haben sich dagegen bisher grundsätzlich gut behauptet. Bedingt durch anhaltend hohe Neubaubestellungen großer Einheiten über 10.000 TEU wird sich das Gerangel der Carrier um Ladungen verstärken. Seit 2008 wurden laut Branchendienst Alphaliner 98 Schiffe mit mehr als 10.000 TEU abgeliefert - knapp 1 Mio. TEU. Zum Vergleich: Zwischen Anfang 2008 und Juni 2011 wurden insgesamt 358 Containerschiffe mit zusammen lediglich 626.672 TEU abgewrackt, was einer durchschnittlichen Schiffsgröße um 1.750 TEU entspricht. Innerhalb der kommenden vier Jahre kommen laut Alphaliner noch weitere 147 Einheiten hinzu. Die Abwrackaktivitäten werden sich aber weiterhin auf kleinere Einheiten mit insgesamt weniger Tonnage verteilen.Profitieren könnten davon allerdings, wie bereits in den vergangenen Marktberichten ausgeführt, wiederum die kleineren und mittleren Einheiten, die als "Feeder" im Zubringerdienst eingesetzt werden. Genau diesen Schluss zieht die HSH-Nordbank. Jetzt werden die Feeder-Schiffe wieder stärker in den Fokus rücken, folgert die Bank in ihrem monatlichen Newsletter. Insgesamt werde die Containerschifffahrt als Rückgrat der Globalisierung vom steigenden Welthandel profitieren. So sei mit Wachstumsraten zwischen 8 und 9 Prozent in diesem und im kommenden Jahr zu rechnen. Hätten im vergangenen Jahr vor allem große Schiffe an der wirtschaftlichen Erholung mitverdient, dürften nun die kleineren Schiffsklassen Vorteile realisieren. Ihr größtes Plus sei, dass sie nicht so stark vom Neubau- und Orderboom betroffen seien.Für das Branchenmagazin HANSA International Maritime Journal scheint der Kampf um Marktanteile im Vordergrund zu stehen: Befrachter greifen, trotz schwächerer Ergebnisse im Fernost-Europa-Verkehr, wieder verstärkt nach freiem Schiffsraum. Im April seien so viele Neubauten zu Wasser gelassen worden wie noch in keinem Monat zuvor, so dass die Vermutung nahe gelegen habe, dass Reedereien ihren Bedarf eigenständig gedeckt hätten. Dennoch sei die Zahl der Abschlüsse und Charterverlängerungen sprunghaft in die Höhe gegangen und habe Teile des Marktes stärken können. Vor allem im mittleren Segment sei merkbar eingechartert worden, was sich in einem signifikanten Ratenanstieg für den 1.700-TEU-Typ niedergeschlagen habe. "Dieser Typ ist derzeit am meisten gefragt", zitierte das Magazin einen Hamburger Schiffsmakler. Besonders intensiv sucht, chartert und verlängert der Marktführer Maersk Line in diesem Segment verfügbare Tonnage. HANSA mutmaßt, dass der Konzern mittelfristig mit deutlich steigenden Raten für Schiffe dieser Größe rechnet. Wir gehen außerdem davon aus, dass Maersk - einer der maßgeblichen Auftraggeber neuer Container-Giganten - sich die notwendigen Schiffstypen für den dann zunehmenden Feederverkehr sichern will. Die Untersuchung des Experten Michael Rathmann zeigt, dass der Zuwachs an Stellplätzen bei Schiffen bis 7.999 TEU nicht mit dem bei Neubauten ab 8.000 TEU Schritt hält. Das belege, dass eine Nachfrage nach Containerschiffen kleinerer Bauarten entstehen werde, um das Transportvolumen der Megacarrier zwischen Umschlaghäfen und Bestimmungshäfen zu transportieren. Die Auslastung der Werften ist nach unserer Einschätzung derzeit jedoch durch die enorm gestiegene Zahl an Neubauaufträgen so hoch, dass für Einheiten mittlerer Größe keine Kapazitäten bereitstehen und sich deswegen möglicherweise ein Engpass für Feedergrößen abzeichnet. Flexible Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 1.600 TEU ("gearless") sowie 1.700 TEU ("geared"), die im Transhipment-Verkehr in den Häfen eingesetzt werden, die von den neuen Ultra Large Containerships (ULCS) nicht mehr angelaufen werden können, sind Bestandteil der Hansa-Hamburg-Flotte. Der Schiffsmakler Clarkson meldete im Juni für 1.700-TEU-Feederschiffe eine nahezu unveränderte Zeitcharterrate von USD 12.100 pro Tag (Jahresdurchschnitte 2010: USD 6.800 und 2009: USD 4.754). Der Charterindex ConTex der Hamburger Schiffsmakler und -Agenten vermeldete am 16. Juni eine 1.700er-Tagesrate von USD 11.996 (Mai: USD 11.947). (Quelle: Hansa Hamburg Shipping)
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Elbvertiefung von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne