Kein Termin für Beginn der Schleusenerweiterung in Brunsbüttel Kiel/Berlin

kein_termin_f__r_beginn_der_schleusenerweiterung_in_brunsb__ttel Kein Termin für Beginn der Schleusenerweiterung in Brunsbüttel Kiel/Berlin Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals droht noch deutlich länger auf sich warten zu lassen als bisher befürchtet. Hatte Verkehrsminister Peter Ramsauers Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) vor einigen Monaten noch davon gesprochen, dass zwar die Vertiefung von Elbe und Weser Vorrang hätten, die Erweiterung des Kanals aber Ende 2012 starten könne, sollen jetzt auch viele weitere Baumaßnahmen im Wasserstraßennetz den Vorzug erhalten. Auf die Frage unserer Zeitung, wann „realistischerweise mit dem Ausbau der Schleusen vor Brunsbüttel begonnen werden kann", dem ersten und teuersten Schritt des seit längerem geplanten Kanalprojekts, wollte sich eine Ministeriumssprecherin jetzt nicht mehr auf einen Zeitpunkt festlegen. Vielmehr hob sie hervor, dass der Erhalt des Bestandsnetzes Vorrang habe: „Prioritär müssen die dringend notwendigen Ersatzinvestitionen im gesamten Netz sichergestellt werden, ohne die die Gefahr von Ausfällen oder Behinderungen im bestehenden Schiffsverkehr drohen könnten." Da der Sanierungsrückstand hoch ist, dürfte das einen erheblichen Aufschub für die Arbeiten am Kanal bedeuten. Ende dieses Jahres soll sich nach Ministeriumsangaben entscheiden, wie es mit den Ausbauplänen weitergeht. Ramsauer (CSU) hatte sich kürzlich in einem Interview mit unserer Zeitung bereits ähnlich zurückhaltend geäußert.Zwar hatte er erklärt, dass er plane, die Kapazitäten in Brunsbüttel „durch eine neue große Schleusenkammer zu erweitern". Allerdings hatte er eingeschränkt, dass dieses Vorhaben „in Konkurrenz zu anderen wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen" stehe und „dringende Ersatzinvestitionen vorrangig" seien. Versprochen hatte er nur: „Sobald sich finanzielle Spielräume zeigen, werden wir mit den Erweiterungsinvestitionen am Nord-Ostsee-Kanal beginnen."Die aber sind nicht absehbar. Zwar hat Staatssekretär Ferlemann diese Woche angekündigt, dass mit dem nächsten Bundesverkehrswegeplan ab 2015 mehr Geld in den Norden fließen soll. Doch derzeit sind die Mittel knapp. Ramsauer fehlen jährlich rund 500 Millionen Euro für Erhalt und Ausbau von Flüssen, Kanälen und Fahrrinnen. Auch im Haushalt für das nächste Jahr sind wieder nur die bisherigen 900 Millionen Euro für die Wasserstraßen vorgesehen. Dabei ist im Etatentwurf noch nicht mal die geplante Steuersenkung berücksichtigt. Die würden den Ausgabe-Spielraum in den Ressorts weiter einengen, so dass im Verkehrsbereich kaum noch Neubauprojekte möglich wären, fürchtet der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Norbert Brackmann: „Läuft die Diskussion in Richtung Steuersenkung, ist das das Aus für neue Investitionen in Straße, Schiene und Wasser." Nach ursprünglichen Plänen des Bundes hätte der 270 Millionen Euro teure Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel und die 130 Millionen Euro teure Begradigung der Kanal-Oststrecke von Kiel bis Königsförde sogar schon letztes Jahr beginnen sollen - mit dem Ziel, 2014 fertig zu sein. Vor allem der Schleusenbau in Brunsbüttel ist überfällig: Bei starkem Andrang müssen Schiffe dort mitunter bis zu zehn Stunden warten, wodurch der Zeitvorteil gegenüber der Passage um Skagen verloren geht. Henning Baethge Anmerk.HP. Betr.: Klasse Beitrag bin begeistert, das Problem liegt schlicht und ergreifend im Alter unserer Schleusen ( ca. 100 Jahre), die beiden grossen Kammern müssten sofort grundsaniert werden, um auf Dauer eine reibungslose Durchfahrt der Schiffe zu gewährleisten, Wenn jetzt nach und nach mit Billigmitteln, um zu sparen saniert wird, muss sporadisch , nach Plan ,immer mal eine neue (Neuhochdeutsch Große) Schleuse aúßer Betrieb genommen werden. Genau dafür brauchen wir die 5. Schleuse, sonst ist eben das erwähnte reibungslose Durchschleusen ohne Verzögerungen auf Dauer, bei allerbestem Willen aller Beteiligten , nicht mehr auf Dauer machbar. Jede Verzögerung behindert unsere Kunden und bringt Sie dazu um Skagen zu fahren. Schiffe werden immer grösser, deshalb ist auch der Ausbau der Oststrecke unabdingbar notwendig, innerhalb kürzest möglicher Zeit. Geld alleine darf da nicht nur eine Rolle spielen, in Anbetracht dessen ,was für andere nicht so wichtige Projekte schon von der jetzigen und auch von den vorherigen Regierungen verschwendet wurde in unwichtigeren Projekten ( meine private Ansicht) wie Stuttgart 21 (werden soll) und die Binnenwasserstrassen in den ostdeutschen Ländern, mit weit weniger Verkehr , wie unsere 100 Mio Tonnen pro Jahr
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne