Auch Hapag-Lloyd und Hamburg Süd betroffen Razzia bei Containerreedereien

Auch Hapag-Lloyd und Hamburg Süd betroffen   Razzia bei Containerreedereien Mittwoch, 18. Mai 2011 thb Auch die Maersk Line soll von den Vorwürfen betroffen sein. Foto: Port of RotterdamDeutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd ist ins Visier der europäischen Wettbewerbshüter geraten: Die EU-Kommission verdächtigt sie und mehrere andere europäische Schifffahrtsunternehmen der verbotenen Preisabsprache. Der Kartellverdacht trifft auch die Linienreederei Hamburg Süd sowie die größte Container-Reederei der Welt, den dänischem Konzern A.P. Møller Maersk. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass die Unternehmen mit unlauteren Mitteln gegen Wettbewerber vorgehen und ihre Marktmacht missbrauchen, drohen ihnen hohe EU-Geldbußen von bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.Auf der Suche nach Beweisen durchsuchten Fahnder die Büros mehrerer Firmen, die im Linienverkehr mit Containertransporten aktiv sind, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit und bestätigte die Razzien, ohne Namen zu nennen. Die Reedereien hätten offenbar untereinander Preise und Mengen für Linientransporte in und aus Europa abgesprochen. Es gebe Hinweise darauf, «dass die Firmen gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen haben, das Preiskartelle und den Missbrauch einer dominanten Marktposition verbietet».Hapag-Lloyd und Hamburg Süd bestätigten die Untersuchung. Die EU-Kommission prüfe, «ob es nach Abschaffung der Freistellungsverordnung für Linienschifffahrts-Konferenzen im Oktober 2008 Verstöße gegen EU-Wettbewerbsrecht gegeben hat», teilte Hapag-Lloyd mit. Zugleich betonte die Reederei: «Wir sind davon überzeugt, dass wir in Übereinstimmung mit den EU-Wettbewerbsregeln handeln.». Auch bei Hamburg Süd seien Mitarbeiter der EU-Kommission seit Dienstagmorgen tätig, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Maersk bestätigte die Razzia ebenfalls, wies aber alle Vorwürfe wegen illegaler Preisabsprachen zurück. «Wir sind eindeutig der Auffassung, dass unsere Praxis in Übereinstimmung steht mit den Konkurrenzregeln der EU», sagte Maersk-Chefjurist Christian Kledal in Kopenhagen. Sein Unternehmen werde bei der «kompletten Aufklärung des Sachverhalts eng mit der Kommission zusammenarbeiten». Preisabsprachen oder die Ausnutzung einer Monopol-Stellung zum Schaden von Konkurrenten oder Verbrauchern sind in der EU verboten. Allerdings betonte die Kommission, dass bisher nur ein Anfangsverdacht vorliege und Durchsuchungen noch kein Beleg für die Schuld der Firmen seien. Eine Frist für den Abschluss der Untersuchung gibt es nicht  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne