DerKanal

  Der Kanal Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist 98,26 Kilometer lang und mit mehr als 32 000 Schiffspassagen im vergangenen Jahr die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Durch den Sues- und den Panamakanal fahren weniger, aber größere Schiffe. Auf dem Kanal wurden im vergangenen Jahr rund 84 Millionen Tonnen befördert. Bester Kanalkunde ist Hamburg (21,5 Prozent Marktanteil), gefolgt von Rotterdam (17) und Bremen (14). 2008 100 Mio to; erwartet 2011 mehr als 100 Mio. to. Die Bundeswasserstraße sichert in der Region etwa 3500 Jobs. Für den Bund ist der NOK trotz Passagegebühren ein Zuschussgeschäft. Er muss Brücken und Tunnel unterhalten, betreibt 14 kostenfreie Fähren. NOK enormer Verkehrszuwachs 2011 Vortrag 5. Schleuse Brunsbüttel Bauzeit 4,5 Jahre Presse SHZ 21.01.2012 TEN Förderung NOK BMVBS Antwort Die Ausführungen des WSA 5.Schleuse mit Bildern und Erklärungen Der Referent, Diplom Ingenieur Hinnerk Sunderdiek, ist federführender Mitarbeiter der Hamburger Firma WTM Engineers GmbH, die zusammen mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Bauplanung des Gesamtprojekts Bau einer 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel durchführen. Der Referent wird einen Gesamtüberblick des derzeitigen Planungsstands und die nun anstehende Umsetzung der ersten Maßnahmen in Brunsbüttel aufzeigen. Raumknappheit im NOK BSU empfiehlt Risikoanalyse im NOK wg. Kollision, bedingt durch den Anstieg der Schiffsgrössen im Kanal ist ein Ausbau des NOK wie in der SPD Haushaltsauschussvorgabe von Nov. 11 über 1,2 Mrd. € unausweichlich, um solche Vorfälle zu vermeiden / auszuschliessen. Gefangen auf dem Kanal Hochwasser am Kanal Jan. 2012 Guter Mann für Brunsbüttel Jan2012 Abgaben um zehn Prozent gestiegen Neue Lotstarife Freitag, 06. Januar 2012 Die Tarife sind um zehn Prozent gestiegen. Die Lotsabgaben sind um zehn Prozent gestiegen, teilte gestern der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) mit. Die Erhöhung gilt mit Wirkung vom 1. Januar 2012. Die Dritte Verordnung zur Änderung der Lotstarifverordnung ist im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 71 vom 29. Dezember 2011 veröffentlicht worden. Erhöht wurden die Lotsgelder auf den Revieren Nord-Ostsee-Kanal (+3%), Kieler Förde (+6,32%), Flensburger Förde (+7,5%) und Trave (+5,73%). De Jager Symbiose NOK Elbvertiefung Dez.2011 ZDS begrüßt Bau der 5. Schleuse in Brunsbüttel Davon soll auch der NOK profitieren 17.11. Brunsbüttel feiert 12.11.2011 Droht der Stopp der A20 wg. Neubau Schleuse ? Mobilisierung hat sich gelohnt Entgültige Planung 5.Schleuse Finanzierung BFM BMVBS 2012-2016 Erfolg des Bündnisses für den Nord-Ostsee-Kanal im Haushaltsausschuss 10.11.2011 Antrag der AG Haushalt der Fraktion SPD vom 09.11.2011 NOK Ausbau Antrag der Arbeitsgruppe Haushalt der SPD 74. Sitz. 10.11.2011 Haushaltsausschuss Heute fällt die Entscheidung 10.11.2011     Sie kommt! 11.11.2011 11:11 Es wird gebaut Nord-Ostsee-Kanal behauptet sich als internationaler Transitweg thb 07.11.11 Verkehrswachstum NOK Neuer Kran in Rendsburg aber auch die Containerschiffe muessen nach Rendsburg kommen (Ausbau) Hamburg Luebeck kooperieren Verbindung NOK Neues Zufahrtssignal Schleuse Brunsbüttel Neue Lotsenboote in Erprobung Brunsbüttel Nordschleuse wegen Reparatur ausser Betrieb es drängt die Zeit Aufträge für Lindenauwerft Steinburger Kreistag fordert Ausbau Kanal Unternehmensverbände Unterelbe  fordern A 20 und Kanalausbau SPD Schifffahrstexperte Mathias Stein warnt vor NOK Kollaps SPD kämpft für den Kanalausbau Anfrage Bundestag an das BMVBS Ausbau NOK 4/11 Anwort BMVBS auf diese Anfrage incl. Fördergelder EU 5.Schleuse unverzichtbar Der Kanal-Ausbau steht in den Sternen Verkehrsministerium: http://www.nautischerverein.de/Start/startseite.html Das NEUSTE vom NORD-OSTSEE-KANAL Das Wasser Schifffahrts Amt Brunsbüttel informiert:Info-Brief Nr.1 Info-Brief Nr.2 Info-Brief Nr. 3 Info-Brief Nr. 4 Info-Brief Nr.5 Info-Brief Nr. 6 Info-Brief Nr. 7 Info-Brief Nr. 8 Planunterlagen Neubau 5. Schleusenkammer und Neubau Torinstandsetzungsdock [weiter] http://www.portalnok.de/Projekte/Schleuse_Brunsbuettel/Planunterlagen/index.html Die Vollstreckung der Langsamkeit Warum die Bauprojekte im Land lahmen HENNING BAETHGE SHZ Es dauert alles viel, viel länger. Die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals? Sollte eigentlich schon letztes Jahr losgehen. Neuer Starttermin: Kurz vor dem Sankt-Nimmerleinstag. Die A 20 samt Elbtunnel bei Glückstadt? Vor zehn Jahren hoffte die Landesregierung auf eine Vollendung bis, ja, 2011. Neuer Fertigstellungstermin: Irgendwann nach 2020. Der Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Lübeck? Sollte in drei Jahren erledigt sein. Neuer Termin: Frühestens in fünf Jahren. Natürlich ist es kein Zufall, dass die großen Bauprojekte für Wasser, Straße und Schiene im Norden - und nicht nur da - schleppend bis gar nicht vorankommen. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan mit all seinen Neubau-Verheißungen war von Anfang an hoffnungslos unterfinanziert. Zudem wird es immer schwieriger, Staatsgeld für Investitionen locker zu machen. Denn der Bund hat wegen der Schuldenbremse in den nächsten Jahren weniger zu verteilen. Zudem braucht er viele Milliarden für die Rettung des Euro. Und, ach ja, für Steuersenkungen. All das heißt nicht, dass die wichtigen Infrastruktur-projekte in Schleswig-Holstein schon jetzt ganz zum Scheitern verurteilt sind. Immerhin will Verkehrsminister Peter Ramsauer den Norden künftig stärker von den knappen Investitionsmitteln profitieren lassen - das dürfte irgendwann auch dem Nord-Ostsee-Kanal helfen. Auch wäre es kaum zu vertreten, die A 20 einfach an der Elbe enden zu lassen. Doch unterm Strich wird Ramsauer oder sein Nachfolger auch für den nächsten Verkehrswegeplan ab 2015 nicht mehr, sondern weniger Geld haben. Auf eines sollten sich die Schleswig-Holsteiner daher schon jetzt einstellen: Es wird alles noch mal viel, viel länger dauern, als sich ohnehin bereits abzeichnet. Mehr Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal Kiel (dpa/lno) - Rund 16 500 Schiffe sind im ersten Halbjahr 2011 auf dem Nord-Ostsee-Kanal gefahren. Das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord am Freitag in Kiel mit. 48 Millionen Tonnen Güter seien auf dem Kanal transportiert worden, 7,5 Millionen Tonnen mehr als 2010. Der Trend gehe dabei zu größeren Schiffen, die mehr Ladung transportieren können. «Wenn sich die Entwicklung auch im zweiten Halbjahr so fortsetzen sollte, könnten wir am Ende des Jahres wieder die 100 Millionen Tonnen-Schwelle bei der transportierten Ladungsmenge erreichen», sagte der Leiter des Dezernats Schifffahrt Jörg Heinrich. 2008 wurden erstmals über 100 Millionen Tonnen Ladung auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert Welt-Online 16.07.2011 Brunsbüttel leidet unter den Abgasen, aber durch teurere Schiffsbrennstoffe durch Emissionsschutz kommen noch mehr Schiffe Osterönnfeld Hafen Rendsburg besteht Sicherheitstest , soll noch im Juli 2011 in Betrieb gehen Die Weser wird vertieft toll, aber wo bleibt der Ausbau der Elbe und des NOK ? Ein wichtiges Projekt ist auch der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals,den Sie mangels Geld verschoben haben. Allerdings mussten Schiffe vor dem Kanal in Brunsbüttel zuletzt Wartezeiten von bis zu zehn Stunden hinnehmen, weil Schleusen defekt waren. Wäre es da nicht richtig, doch rasch Geld für den Bau einer fünften Schleusenkammer bereitzustellen? Wir bereiten eine Grundinstandsetzung der Schleusenanlage Brunsbüttel vor. Dabei planen wir, die Kapazitäten durch eine neue große Schleusenkammer zu erweitern. Diese Maßnahme steht jedoch in Konkurrenz zu anderen, ebenfalls wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen. Zudem müssen wir vorrangig die dringenden Ersatzinvestitionen im gesamten Netz sicherstellen. Sobald sich finanzielle Spielräume zeigen, werden wir mit den Erweiterungsinvestitionen am Nord-Ostsee-Kanal beginnen. Interview: Henning Baethge SHZ 23.06.2011 Original-Nachricht Datum: Wed, 22 Jun 2011 11:23:41 +0200 Von: "BMVBS Buergerinfo" buergerinfo@bmvbs.bund.de An: guenther.goettling@gmx.de Betreff: Az.: L 23 - MIN - RE 28167 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) Sehr geehrter Herr Göttling, Herr Minister Dr. Peter Ramsauer dankt für Ihre Mail, die Sie an sein Büro im Bundestag gesandt haben. Er hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. Ihrer Mail entnehme ich zwar keine Frage, aber trotzdem möchte ich Ihnen gern einige Informationen aus unser Arbeit zum NOK geben: Erstmals in der langen Geschichte des NOK ist in 2008 das Ladungsaufkommen von 100 Mio. Tonnen überschritten worden (106 Mio. t.) Die Transportmenge auf dem NOK hat sich seit Ende der 90er Jahre damit mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich in dieser Zeit der Anteil der größeren Schiffe ("NOK-Verkehrsgruppe 4 bis 6) verdreifacht. Der NOK ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Der enorme Verkehrszuwachs der letzten Jahre resultiert insbesondere aus dem rasanten Anstieg des Containers-verkehrs, der den Einsatz immer größerer Zubringerschiffe ("Feederschiffe") bedingt. Auch wenn im Jahr 2009 die Passagen durch den NOK zurückgegangen sind, so wird bereits mittelfristig die Bedeutung des Kanals weiter steigen. Dies wird auch durch den anhaltenden Transportmengenanstieg seit Beginn des Jahres 2010 bestätigt. Der Rückgang des weltweiten Warentransports in 2009 hat weiterhin nicht den ungebrochenen Trend zu größeren Schiffsgefäßen verändert.  Zieht der  weltweite Warentransport weiter an, so kommt es schnell zu empfindlichen Engpässen bei der Kanalpassage. Wir wollen den NOK deshalb ausbauen. Er ist für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Seehäfen von großer Bedeutung, verkürzt der doch die wichtige Relation von den deutschen Nordseehäfen in den aufstrebenden Ostseeraum um durchschnittlich 250 Seemeilen. Das bedeutet vor allem Zeitersparnis, weniger Treibstoffkosten, aber auch geringeren CO2-Ausstoß. Sehr geehrter Herr Göttling, insbesondere für die größeren Schiffe stellt die 20 km lange, nicht ausgebaute Oststrecke des NOK einen Engpass dar. Deshalb ist der Ausbau dieses Teilstückes besonders wichtig. Ein Zeitplan für die Maßnahmen kann allerdings erst festgelegt werden, wenn vollziehbares Baurecht vorliegt. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Gerda Renatus Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Politische Planung und Kommunikation - Referat L 23 - Bürgerservice, Besucherdienst Invalidenstraße 44 10115 Berlin Tel.: +49 (0)30 - 18 300 3060 Fax: +49 (0)30 - 18 300 1942 E-Mail: buergerinfo@bmvbs.bund.de Internet: www.bmvbs.de IHK Nord Ausbaugesetz für Wasserstraßen gefordert Freitag, 24. Juni 2011 Die IHK Nord, die Arbeitsgemeinschaft 13 norddeutscher Industrie- und Handels­kammern, hat vom Bund statt der Neuordnung der See- und Binnenwasserstraßen ein Ausbaugesetz verlangt. Den derzeitigen Reformplänen des Bundesverkehrsministeriums sei nicht zu entnehmen, welche Projekte zum Ausbau hoch frequentierter Hafenzufahrten, Flüsse und Kanäle im einzelnen realisiert beziehungsweise eingestellt werden sollen. thb THB 21.05.2011 Unterdessen hat die Stahlbauabteilung der Nobiskrug GmbH einen neuen Auftrag erhalten. Am „Schleusentor 2" der großen Schleuse Brunsbüttel sind Instandsetzungsarbeiten nötig. In der vergangenen Woche wurde das fast 100 Jahre alte und 1460 Tonnen schwere Tor gedockt, teilte die Werft mit. Umfangreiche Stahl- und Maschinenbauarbeiten sowie Beschichtungsarbeiten werden in dem von Nobiskrug betriebenem Dock V auf dem Geländer der HDW in Kiel ausgeführt. Dafür wurde das 46, 5 Meter lange, 9,36 Meter breite und 20,6 Meter hohe Bauwerk von den Schleppern „Holtenau" und „Kiel" über den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel geschleppt. Die Liegezeit soll nach derzeitigen Plänen ungefähr fünf Wochen betragen, so dass im Juli das „Schleusentor 2" wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen könnte. 250 Nieten für das Schleusentor Mai 2011 Fünfte Schleusenkammer: Es fehlt nur noch das Geld Brunsbüttel Wenn das Geld fließt, sind es noch rund dreieinhalb Jahre. Und dass die nötigen Finanzmittel für den Bau der fünften Schleusenkammer bald frei gegeben werden, davon ist Gesa Völkl überzeugt. Die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel berichtete anlässlich der Frühjahrsdeichschau über den aktuellen Stand des Projekts. Die Pläne lägen in der Schublade und auch die vorbereitenden Arbeiten seien fast abgeschlossen. Auf der Schleuseninsel habe man rund 700 Bäume gerodet, Gebäude wurden und werden verlegt, zeigte die WSA-Chefin anhand von Luftbildern aus den vergangenen Jahren. „Seit September 2010 ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Das Einzige, was wir brauchen, sind 280 Millionen Euro." Aber sie sei „guter Hoffnung", denn die Zeichen aus Regierungskreise hätten eindeutig belegt, dass Geld in die wirtschaftlich bedeutenden Schifffahrtswege - die Elbe und den Nord-Ostsee-Kanal - fließen solle. Völkl ging auch auf eine mögliche Reform des WSA ein. Wie es damit aussieht? „Keine Ahnung. Aber so viel kann ich sagen: Die Schleuse bleibt in Brunsbüttel, also bleiben auch die entsprechenden Mitarbeiter. Sönke Rother SHZ 12.05.11 Unsere Zahl des Tages: 31.835. So viele Schiffe passierten 2010 den 97 Kilometer langen Nord-Ostsee-Kanal. Damit liegt er vor dem Panama-Kanal (81 Kilometer, 14.000 Schiffe) und dem Suezkanal (163 Kilometer, 17.000 Schiffe). Länge ist eben nicht alles... Nord-Ostsee-Kanal : Der Kanal - eine Erfolgsstory http://www.shz.de/ Mehr Ladung und Schiffe waren auf der weltweit meistbefahrenen Wasserstraße unterwegs. Damit ist der Nord-Ostsee-Kanal vor dem Panama- und dem Suez-Kanal die unangefochtene Nummer Ab hier abwärts Archiv : 2010 Kein Baustopp - nur Verzögerungen 14. Januar 2011 | 03:30 Uhr | Von Constanze Emde SHZ Norddeutsche Rundschau Nur das Kraftwerk des Wasser- und Schifffahrtsamtes bleibt bis zum Schluss stehen, sagt Thomas Fischer. Bunker und Lagerräume sind mittlerweile zu Schutt verarbeitet, der später noch für Baustraßen verwendet werden soll. Foto: Emde (3) Es tut sich was beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), obwohl es einen Dämpfer gab und WSA-Pressesprecher Thomas Fischer nicht mehr so recht an einen Startschuss für das Großvorhaben noch in diesem Jahr glaubt. "Die Politik hat entschieden, dass das vorhandene Geld erstmal in die Elbvertiefung gesteckt wird, doch die haben noch gar keinen ordentlichen Planfeststellungsbeschluss", erzählt Thomas Fischer. Wenn dieser nicht genehmigt werde, habe man gute Chancen, dass das Geld doch noch nach Brunsbüttel kommt. Doch das sei erstmal alles Spekulation. Die Vorbereitungen für das 300-Millionen-Vorhaben sind weiter in vollem Gange: Noch im Dezember rissen Bauarbeiter die Lagerhalle, ein kleines Werkstatthaus, zwei überirdische Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und die beiden Gebäude von Sartori und Berger auf der Schleuseninsel ab. Alles binnen drei Wochen. "Bis Weihnachten war alles erledigt", erzählt Fischer. Die Bausubstanz wurde danach nicht einfach entsorgt. Sämtliche Stein- und Mauerreste wurden zerkleinert, um sie künftig als Grundlage für die nötigen Baustraßen zu nutzen. Doch den Abriss sieht Fischer gar nicht als so große optische Veränderung der Insel: "Vor einem Jahr sah man hier einen größeren Vorher-Nachher-Unterschied: Als wir die ganzen Bäume gefällt haben." Rund 700 wurden damals abgeholzt. Die vielen Krähen, die folglich keine Heimat mehr hatten, suchten sich zum Leidwesen der Brunsbütteler auf der Nordseite eine neue Bleibe. Jetzt steht nur noch das Kraftwerk auf der Schleuseninsel, "unsere Energiezentrale" wie Fischer es nennt. "Dort ist der wesentliche Teil unserer Energieversorgung drin. Erst wenn der Düker fertig und die alte Stromversorgung vom Netz gegangen ist, können wir auch dieses Gebäude abreißen." Wann das soweit sein wird? "Optimisten reden von April. Schauen wir mal", sagt Thomas Fischer. Die Großbaustelle ruht aber nicht: Teile der Energieversorgung werden modernisiert, Fischer hofft, dass die neue Spülrohrleitung verlegt werden kann, und damit einher geht die Verlegung der Anlegestelle für den Saugbagger "Wilhelm Krüger", der den Bereich der Schleuse nahezu täglich von der starken Verschlickung befreit. Auf dem Startschacht des Düker wird ein Betriebsgebäude gebaut, eine Anlegestelle kanalaufwärts nahe Aebtissinwisch soll entstehen, weil dort das Baggergut während der Bauarbeiten hin soll. Um die vorbereitenden Maßnahmen realisieren zu können, hofft WSA-Leiterin Gesa Völkl auf eine baldige Zuweisung von zumindest einem Teil der Haushaltsmittel: "Das wird wohl noch in diesem Quartal passieren." Ob direkt im Anschluss der Schleusenbauarbeiten auch das viel diskutierte und 25 Millionen Euro teure Trockendock gebaut wird, konnte Fischer gestern nicht sagen: "Es ist weiter in den Planungen enthalten, die Frage ist nur, wann es gebaut wird." Nur das Kraftwerk des Wasser- und Schifffahrtsamtes bleibt bis zum Schluss stehen(4), sagt Thomas Fischer. Bunker und Lagerräume sind mittlerweile zu Schutt verarbeitet, der später noch für Baustraßen verwendet werden soll. Foto: Emde 2) Hier standen die Gebäude von Sartori und Berger. Die "Wilhelm Krüger" liegt angedockt und saugt den Schlick ab(3). Vor einem Jahr war die Schleuseninsel noch bewaldet.(1) Starker Anstieg bei NOK-Passagen Auch die Marine unterstützt uns Vielen Dank Mittwoch, 05. Januar 2011 thb Der Aufschwung in der Schifffahrt war im vergangenen Jahr auch im Nord-Ostsee-Kanal spürbar. Nach dem Krisenjahr 2009 gab es 2010 erstmals wieder einen satten Anstieg bei der Zahl der Schiffspassagen. Sie stieg auf über 32.000. Damit erholen sich die Passagezahlen langsam wieder von ihrem Tiefstand im Vorjahr. Von 2008 auf 2009 war die Schiffszahl auf dem Nord-Ostsee-Kanal um knapp 12.000 auf 30.314 Schiffe eingebrochen. Mit dem einsetzenden Aufschwung 2010 stieg sie wieder. Dabei war besonders im Bereich der großen Schiffe ein starker Anstieg zu verzeichnen. So stieg die Schiffszahl um rund sechs Prozent und die Tonnage sogar um fast 15 Prozent. Wobei weniger die Containerschiffe vom Wachstum profitierten. „Besonders bei Öl- und Gastankern gab es im vergangenen Jahr starke Zuwächse", sagt Jens Broder Knudsen von der Schiffsmaklerei Sartori & Berger. Bei den Containerschiffen stagnieren dagegen die Zahlen. Für Jann Petersen von Kieler Kanalmaklerei UCA ist eine Abflachung der Wachstumsraten 2011 zu erwarten. „Das Wachstum bei den Schiffszahlen wird so nicht weitergehen", sagt Petersen. Dies sei in erster Linie an den häufigen Ausfällen der Schleusen in Brunsbüttel zu sehen. „Hier muss dringend investiert werden, damit der Kanal eine für die Schifffahrt verlässliche Wasserstraße bleibt", so Petersen. Zusätzlich trifft der Eiswinter die Schifffahrt auf der Ostsee. In Russland und Finnland gibt es bereits Wartezeiten. Die totalen Zahlen der Jahresbilanz 2010 wird die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord im Frühjahr veröffentlichen. „Für 2011 rechnen wir in etwa mit einem Wachstum in der Größenordnung von 2010", sagte der für Schifffahrt zuständige Dezernatsleiter der WSD Nord, Jörg Heinrich. Die Zahl von 100 bis 130 Kreuzfahrtschiffen pro Saison werde stabil bleiben, vermutet Heinrich. Dienstag, 04. Januar 2011 Wegen der konjunkturellen Erholung werden im kommenden Jahr voraussichtlich wieder mehr Schiffe durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) fahren. "Für 2011 rechnen wir in etwa mit einem Wachstum in der Größenordnung von 2010", sagte der zuständige Dezernatsleiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Jörg Heinrich. Bis einschließlich November hätten im Durchgangsverkehr 22 431 Schiffe die künstliche Wasserstraße befahren, so Heinrich. Das bedeute eine Zunahme um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ladungsvolumen im Durchgangsverkehr stieg bis November sogar um 21,4 Prozent auf 71,5 Millionen Tonnen. Die Zahl von 100 bis 130 Kreuzfahrtschiffen pro Saison werde stabil bleib Keine vorgezogenen Teilmaßnahmen für Oststrecke des NOK-Ausbaus 22.12.2010 Das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau verzichtet auf vorgezogene Teilmaßnahmen zum Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). „Die Umsetzung von vorgezogenen Teilmaßnahmen wie z.B. Gehölzarbeiten zur Baufeldfreimachung steht in direktem Zusammenhang mit der Finanzierung der Hauptbaumaßnahme. Auf vorgezogene Teilmaßnahmen müssen wir allein schon aus rechtlichen Gründen verzichten, solange deren Dringlichkeit nicht gegeben ist", erklärte heute Dr. Hans-Heinrich Witte, der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel. Die Dringlichkeit könnte sich erst wieder ergeben, wenn die derzeit laufende bundesweite Priorisierung von Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Finanzplanung für die Wasserstraßeninfrastruktur zu einer Durchfinanzierung des NOK-Ausbaus geführt habe, so Dr. Witte weiter. Dr. Witte rechnet allerdings nicht mehr damit, dass schon im nächsten Jahr Geld für den Beginn des Ausbaus der NOK-Oststrecke bereitgestellt wird. „Wir haben im Bereich des NOK neben der Oststrecke weitere Großprojekte wie den Bau einer neuen Schleusenkammer in Brunsbüttel, die Instandsetzung des Straßentunnels Rendsburg oder die Ersatzinvestitionen an den Eisenbahnbrücken zu planen und umzusetzen", erläuterte der Präsident der WSD Nord. Im Rahmen des Ausbaus der Oststrecke des NOK sollte nach den bisherigen Planungen mit den vorbereitenden Arbeiten noch im Dezember dieses Jahres begonnen werden. Da diese Arbeiten Voraussetzung für den eigentlichen Ausbau sind, war der Antrag auf Anordnung vorgezogener Teilmaßnahmen auch Gegenstand der erörterten Planfeststellungsunterlagen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau als Vorhabensträger hat den Antrag auf Erlass einer vorläufigen Anordnung für einen vorgezogenen Baustart mit Teilmaßnahmen nach Beratung mit der Planfeststellungsbehörde heute zurückgenommen. Mit dem eigentlichen Planfeststellungsbeschluss für die Oststrecke des NOK wird Mitte 2011 gerechnet. Die vorbereitenden Maßnahmen könnten dann Ende 2011 beginnen. a) Der Zeitplan für die neue Schleusenkammer in Brunsbüttel gerät ins Stocken. Sparkommissar Wolfgang Schäuble hat zu wenig Geld bewilligt. b)Kollisionen c)Weniger Platz, mehr Tempo auf dem Nord-Ostsee-Kanal d)Zeitungsartikel von 2006   Schleusenanlage marode Nord-Ostsee-Kanal Ausbau verzögert sich schon wieder 17. Dezember 2010 | 08:44 Uhr | Von kim SHZ Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals verzögert sich weiter. Andere Großprojekte rund um den Kanal haben zunächst noch Vorrang.Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals lässt noch auf sich warten. Foto: dpa Seit November ist klar, dass sich der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals  (NOK)  verzögert, weil Weser- und Elbvertiefung Vorrang bekommen. Eigentlich sollte nach den bisherigen Planungen noch im Dezember mit den vorbereitenden Arbeiten zur Begradigung der Oststrecke des Kanals zwischen Kiel und Königsförde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) begonnen werden. Doch auch daraus wird jetzt nichts. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau  zog  gestern den Antrag für einen vorgezogenen Baustart mit Teilmaßnahmen zurück. "Gehölzarbeiten zur Baufeldfreimachung stehen in direktem Zusammenhang mit der Finanzierung der Hauptbaumaßnahme. Auf vorgezogene Teilmaßnahmen müssen wir allein schon aus rechtlichen Gründen verzichten, solange deren Dringlichkeit nicht gegeben ist", erklärte Hans-Heinrich Witte, Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel. Die Dringlichkeit könnte sich erst wieder ergeben, wenn die derzeit laufenden bundesweiten Verhandlungen  über die Rangfolge von Investitionsmaßnahmen Fortschritte machten.  Konkret:  Abgeholzt wird erst, wenn die Gelder  für  die Begradigung der NOK-Oststrecke in Sicht sind. Witte rechnet allerdings nicht mehr damit, dass schon im nächsten Jahr Mittel für den Beginn des Ausbaus bereitgestellt werden. Großprojekte wie der Bau einer neuen Schleusenkammer in Brunsbüttel, die Instandsetzung des Straßentunnels Rendsburg oder die Ersatzinvestitionen an den Eisenbahnbrücken  hätten bei begrenztem Haushalt zum Substanzerhalt der Wasserstraße Vorrang vor Ausbaumaßnahmen. Mit dem eigentlichen Planfeststellungsbeschluss für die Oststrecke des NOK wird Mitte 2011 gerechnet. Die vorbereitenden Maßnahmen können laut Witte  Ende 2011 beginnen. Für die Begradigung der Oststrecke wird  mit einer Bauzeit von fünf Jahren gerechnet. Dann wäre sie nicht wie geplant 2014, sondern frühestens 2017 fertig. Der Zeitplan für die neue Schleusenkammer in Brunsbüttel gerät ins Stocken. Sparkommissar Wolfgang Schäuble hat zu wenig Geld bewilligt. Norbert Brackmann, CDU, WK 10 (Lauenburg/Stormarn-Süd) Eigentlich sollten die Tiefbauarbeiten für die neue Schleusenkammer in Brunsbüttel zügig beginnen. Denn das 280-Millionen-Euro-Projekt ist nach Ansicht von Hans-Heinrich Witte, Chef der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, "ein Meilenstein in der Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals". Doch nun gerät der Zeitplan offenbar ins Stocken, weil der Bund nicht ausreichend Geld zur Verfügung stellt. Im Haushaltsplan von Finanzminister und Sparkommissar Wolfgang Schäuble (CDU) sind für 2011 nur zehn Millionen Euro bereitgestellt - viel zu wenig, um die dringend benötigte fünfte Schleusenkammer am Westeingang des Nord-Ostsee-Kanals zügig für den zunehmenden Schiffsverkehr auf der künstlichen Wasserstraße fit zu machen. Konkurrenz aus Rotterdam "Verkehrsminister Jost de Jager macht in Berlin bereits Druck", hieß es gestern im Kieler Wirtschaftsministerium. Der Versuch, den Kanalausbau und den Schleusenbau auf eine längere Zeitschiene zu setzen,schade dem gesamten Norden, da dadurch auch die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens abhänge. Als Drehscheibe für den Handel mit Nord-Ost-Europa ist Hamburg darauf angewiesen, dass Schiffe ohne lange Wartezeiten an den Schleusen den Kanal passieren  können. Ansonsten - so die Furcht von Experten - wandern Reedereien mit ihren Riesen-Pötten zum niederländischen Konkurrenzhafen Rotterdam ab. Umgeladen auf kleinere Feederschiffe (Zubringerverkehre),geht die Fracht dann rund um Skagen. Hamburg und der Nord-Ostsee-Kanal - bislang die favorisierte Route für die Anbindung Skandinaviens, Russlands, der baltischen Staaten und Polens - blieben so außen vor.Seit der Jahrtausendwende hat der Schiffsverkehr auf dem Kanal um 45 Prozent zugenommen, das Ladungsaufkommen - bedingt durch größere Schiffe - sogar um 150 Prozent. Neben dem Schleusenbau in Brunsbüttel ist deshalb auch einen Erweiterung der Durchfahrtsradien in den Kanalkurven geplant, um großen Schiffen die Passage zu erleichtern. Kostenpunkt: 130 Millionen Euro. Ob auch die Mittel für diese Maßnahme im Rahmen der Haushaltskonsolidierung "gestreckt" werden, ist zur Zeit noch völlig unklar. http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html Fernseh eingeben und Schleswig Schleswig Holstein Magazin 20.11.10 Brücken des Kiel Kanals 2011 mehr Schiffe erwartet Rendsburg Lotse im Kanal: "Mein Traumberuf" 28. Dezember 2010 | 04:30 Uhr | Von Tobias Fligge Seine Karriere begann Martin Finnberg als Schiffsmechaniker. Heute führt er als Lotse Schiffe durch den Nord-Ostsee-Kanal. Ein Job, der viel Maßarbeit und Erfahrung erfordert. Vergrößern 1von2 Martin Finnberg. Foto: tfl Langsam zieht sie über seinen Kopf hinweg, die Rendsburger Hochbrücke. Martin Finnberg schenkt ihr nur wenig Beachtung. Konzentriert schaut er voraus, wirft einen kurzen Blick auf das Radar, wo der Nord-Ostsee-Kanal als gelber Streifen dargestellt wird. Er justiert den Hebel für die Geschwindigkeit so, dass das ungeschulte Auge es gar nicht bemerkt - Maßarbeit. Das Vibrieren des Bodens, der Tische, des Kaffees in seinem Becher gibt einen schwachen Eindruck von der Kraft, die das 155 Meter lange rote Schiff mit dem Namen "Containerships VIII" durch die Landschaft schiebt. Martin Finnberg ist Lotse - ein Traumberuf, wie er sagt. Mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde fährt das Schiff durch den Kanal. Finnberg ist über die Lotsenstation Rüsterbergen bei Kanalkilometer 55 in Schülp zugestiegen. Ein orangefarbenes Lotsenboot hatte ihn zur Leiter am Schiffsrumpf gebracht. Drei Stunden braucht er bei diesem Tempo, um die Container zur Schleuse in Kiel-Holtenau zu lotsen. Der Seemann ist Mitglied der Lotsenbrüderschaft NOK 2. Sie teilt sich mit der Lotsenbrüderschaft NOK 1 den Kanal. An den Rüsterbergen wechseln die Lotsen sich ab. Martin Finnberg ist einer von 1000 Lotsen deutschlandweit. Überall da, wo sich der Schiffsverkehr in engen Fahrwassern ballt, sind die Experten gesetzlich vorgeschrieben. Gerade der Kanal ist ein kompliziertes Gewässer. Es gelten verschärfte Vorschriften, die die Besatzung eines weltweit operierenden Schiffes nicht beherrschen kann. Nebelfahrten sind besonders schwierig "Der Kanal ist sehr eng, deshalb müssen wir viel manövrieren", sagt Finnberg. Besonders schwierig wird es bei Nebelfahrten. "Das erfordert höchste Konzentration. Weder der Kanal noch die Verkehrssignale sind dann zu sehen." An solchen Tagen muss sich der Lotse komplett auf den Funk und das Radar verlassen, "blind fahren", sagt er. Über den Funk wird auch geregelt, wann sich welches Schiff an welchen Stellen treffen kann. Die schwierigste, weil engste Stelle ist nahe der Levensauer Hochbrücke bei Kiel. Während Finnberg und zwei Kanalsteuerer aus Brunsbüttel an Bord sind, kann die Besatzung entspannen. Nur der Kapitän des Schiffes sitzt über den Papieren, an seiner Pfeife ziehend. "Die meisten nutzen unseren Service für eine Pause und gehen schlafen", sagt Finnberg. 35 Prozent weniger Aufträge während der Wirtschaftskrise Die Lotsen arbeiten freiberuflich. Und das mit allen positiven und negativen Konsequenzen: "Der Lotse verdient pro Schiff. Während der Wirtschaftskrise hatten wir von einem auf den anderen Monat 35 Prozent weniger Aufträge." Inzwischen habe sich der Markt zwar erholt, den Stand der Boomjahre 2006 bis 2008 aber noch nicht wieder erreicht. Auch kurzfristige Faktoren beeinflussen die Auftragslage. "Wenn schlechtes Wetter die Fahrt entlang der Küsten erschwert oder die Treibstoffpreise steigen, nutzen die Kapitäne vermehrt den Kanal", erklärt Finnberg. Flexibilität und Einsatzbereitschaft sind im Lotsenwesen Grundvoraussetzung. Dennoch und gerade deshalb kann sich Finnberg kaum eine bessere Arbeit vorstellen: "Es ist der Traum eines jeden Seemanns: Der Lotse kann Schiffe manövrieren, hat mit internationalen Besatzungen zu tun, aber am Ende eines Arbeitstages schläft er zu Hause bei seiner Familie." Karriere begann als Schiffsmechaniker Seine Karriere begann Finnberg als Schiffsmechaniker. 14 Jahre ist er als Kapitän zur See gefahren - eine Voraussetzung um Lotse zu werden. Lange Zeit ist er für die Reederei Hamburg Süd gefahren. Der Indische Ozean und das Mittelmeer sind die einzigen Gewässer, die er bisher noch nicht gesehen hat. Inzwischen dämmert es. Die Umrisse der Schleuse kommen in Sicht. Die "Containerships VIII" fährt am nächsten Tag weiter nach Klaipeda in Litauen, Helsinki und schließlich St. Petersburg. Martin Finnberg fährt nach Plön zu seiner Familie. Nachdem der 160 Meter lange Frachter "Ruiloba" am Mittwoch mit der roten Nase seines Bugs gegen das Stahltor gekracht war, sind die Spuren der Kollision deutlich zu sehen. Das 45 Meter lange Tor, das auf Schienen zur Seitegefahren wird, ist vollkommen verzogen und in der Mitte eingedellt. Schienen sind beschädigt. Mit einer dramatischen Rettungsaktion hatte die Besatzung des spanischen Frachters noch mit Leinen versucht, das offensichtlich zu schnell fahrende Schiff vor der Schleuse irgendwie zu stoppen.Doch die Seile rissen ."Dieses Mal lief es nicht ganz so schlimm ab" Durch die Kollision war eine der nur zwei Schleusenkammern für die großen Tanker und Containerschiffe zunächst gesperrt. Bis zu 110 Schiffe verlassen hier pro Tag normalerweise durch das Nadelöhr die Ostsee in Richtung Kanal. Die Schleusehat deshalb eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Statt dicker Pötte bestimmten nun gelbbehelmte Handwerker, Statiker und Techniker das Bild in Kiel-Holtenau. Ohrenbetäubendes Gehämmer zeugtevon der Dringlichkeit der Reparaturmaßnahmen. Die maßgefertigten riesigen Stahltore der Schleuse stammen noch aus der Kaiserzeit und sind nicht ohne weiteres zu ersetzen.Der Stückpreis für ein Tor: Zehn Millionen Euro. "Dieses Mal lief es nicht ganz so schlimm ab wie beim letzten Mal", sagt Hans-Heinrich Koch vom Wasser- und Schifffahrtsamt mit ironischem Ton. Der Sachschaden soll "nur" 200 000 Euro betragen."Wir können uns das nicht erklären, fünf Jahre passierte nichts und  jetzt gleich mehrere Havarien in einem Jahr", sagte Hans-Heinrich Koch. Für den Notfall stehen gewöhnlich zwei Ersatztore nahe der Schleuseam Kanalrand im Wasser. Zuletzt musste im August ein Tor nach einer Schiffskollision erneuert werden, der Schaden betrug eine halbe Million Euro.Ende Dezember 2006 hatten gleich zwei Schiffe binnen einer Woche die Schleusentore demoliert. Holzfrachter in Brunsbüttel rammt Schleusentor Der Tanker "Bow Sirius" war damals auf seiner Jungfernfahrt mit zu viel Tempo in die Schleuse eingefahren. Während am Schiff nur Lack abplatzte und eine Delle entstand, wurde das 1000 Tonnen schwere Tor in der Mitte zerrissen. Das andere Tor der Schleusenkammer war zu dem Zeitpunkt gerade erst ausgetauscht worden: Der Tanker "Edward" hatte es wenige Tage zuvor gerammt. Tanker und Containerschiffe konnten den Kanal für einige Tage nicht passieren. Der Gesamtschadenbetrug 1,5 bis 2 Millionen Euro. 50 Tonnen Stahl mussten erneuert werden. Während in Kiel-Holtenau fieberhaft an der Behebung der Schäden gearbeitet wurde, setzte sich die Pannenserie an der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals, an der Elbmündung bei Brunsbüttel, fort. Ein angetrunkener Kapitän rammte mit seinem Holzfrachter dort ebenfalls ein Schleusentor. Das unter kambodschanischer Flagge fahrende Schiff war auf dem Weg von Wismar nach Rosyth in Großbritannien. Dem Kapitän wurde die Weiterfahrt untersagt. Der Schaden an der Schleuse war so gering, dass der Betrieb nicht eingestellt werden musste.   Schiff rammt Schleuse: 200 000 Euro Schaden KIEL - In Kiel-Holtenau hat zum vierten Mal binnen eines Jahres ein Containerschiff bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ein Schleusentor gerammt. Die Besatzung der 160 Meter langen "Ruiloba" habe noch versucht, das Schiff mit Leinen zu stoppen, so die Wasserschutzpolizei. Dabei rissen die Seile. Der Sachschaden soll 200 000 Euro betragen.Während fieberhaft an der Behebung der Schäden gearbeitet wurde, setzte sich die Pannenserie an der anderen Seite des NOK, an der Elbmündung bei Brunsbüttel, fort. Ein angetrunkener Kapitän rammte mit seinem Holzfrachter dort ebenfalls ein Schleusentor. Daher kam es gestern im NOK zu Staus.dpa erschienen am 9. November 2007 im Hamburger Abendblatt Weniger Platz, mehr Tempo auf dem Nord-Ostsee-Kanal Kiel / sh:z - Bis Ende September haben 32 193 Schiffe den Nord-Ostsee-Kanal befahren. Das sind 6,1 Prozent mehr, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Und sie werden größer.Die Bruttoraumzahl (BRZ) wuchs innerhalb dieser Zeit um 18 Prozent.Es ist also eng auf dem Kanal. Trotzdem soll künftig alles schneller gehen. "Erweiterung der Begegnungsmöglichkeiten", nennt das die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel. Im Klartext: Schiffe, die früher nicht aneinander vorbeifahrendurften, müssen nun nicht mehr unbedingt stoppen und in einer der 16 Weichenstationen auf den Gegenverkehr warten. Der Vorteil: Zeitgewinn. "Wir wollen, dass der Kanal für Reeder attraktiv bleibt", erklärt Dietmar Seidel, Nautiker bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion. Ein Beispiel für die neuen Regeln sind Containerfrachter wie sie die Hamburger Sietas Werft baut. Sie waren bisher in dieVerkehrsgruppe5 eingestuft. Auf dem Kanal gilt acht alsmaximale Begegnungszahl. Kommen sich also zwei Schiffeder Gruppe5 entgegen, muss eines in die Weiche fahren.Jetzt wurden die Kriterien geändert. Schiffe der Gruppe4dürfen 50 Zentimeter breiter sein. Davon profitieren die Containerfrachter. Sie rutschten eine Klasse tiefer, womit sich ein Ausweichen nun erübrigt. Aber bleibt der Verkehr auf dem Kanal auch sicher, wenn große Pötte dicht aneinander vorbeirauschen? Nautiker Dietmar Seidel: "Wir konnten die Erleichterungen umsetzen, weil es ein neues Verkehrssicherungssystemgibt und Schiffe heute viel genauer manövrieren können." 14 Millionen Euro hat der Bund in das neue Leitsystem investiert. Ein Transponder auf den Schiffen funkt im Sekundentakt über Ultrakurzwelle Daten über Kurs, Geschwindigkeit und Größe anfünf Empfangsstationen entlang des Kanals. Ein Zentralrechner in Brunsbüttel errechnet daraus ein Verkehrsdiagramm, das die Positionen und die Geschwindigkeit aller Schiffe anzeigt. Und:Die gelockerten Regeln gelten nur in den ausgebauten Teilen des Kanals, an denen der Wasserspiegel 162 Meter breit ist. Doch das letzte Wort haben immer noch die Lotsen. Michael Hartmann (52), , Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I: "Wenn Sicht und Wetter schlecht sind, kann der Lotse immer noch empfehlen, dass besser eine Weiche angefahren wird." Grundsätzlich begrüßen die 200 Lotsen am Kanal aber die neuen Regeln. Michael Hartmann: "Wir hatten täglich 30 bis 40 Schiffe, die in die Weichen fahren mussten. Es kam zu Staus in einem unvertretbaren Maße. Schiffe mussten stoppen, bis zu anderthalb Stunden warten. In diesen Stausentstehen neue Gefahren. Schiffe sind Richtung Ufer getrieben, haben Dalben beschädigt oder den Abstand zum Vordermann nicht eingehalten. Deshalb kann man sagen, dass fließender Verkehr der sicherere Verkehr ist."Eine Sache diskutieren die Lotsen aber: Die Tatsache, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 7,90 Metern sich begegnen dürfen.Bisher waren es nur 7 Meter.  "Das ist schon ein Quantensprung", erklärt Michael Hartmann. "Da fehlen uns die Erfahrungen, was die Entstehung von Strömungen zwischen den Rümpfen angeht." Eckard Gehm Und immer schön  an das Einlaufsignal für Sportboote ein weiss denken,  nur dann ist Einfahrt für Sportler , alle anderen Signale dienen nur der Berufsschifffahrt ; außer Rot , das gilt für alle.   alten Schleusen können jetzt in BRB 125 m  22 m und über ,90 m Elbewasserstand auch durchgehend 6,50 m Tfg, schleusen, wenn eine neue Schleuse a.B. ist sind hier auch 4 Festmacher AS. http://www.dwd.de/de/WundK/W-aktuell/seewetter/Seewetter.htm Copyright © 2008-2010 by NOK21 | Design by Marcus Dau | CMS Redaxo
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne