Einsatzfahrt mit dem Seenotrettungsboot „Gillis Gullbransson“. Seenotretter 25 Jahre in Brunsbüttel

Einsatzfahrt mit dem Seenotrettungsboot „Gillis Gullbransson“.
Seenotretter 25 Jahre in Brunsbüttel
Jährlich zirka 30 Rettungseinsätze auf der Elbe zwischen Glückstadt und der Schleusenstadt/Ehrenamtliche Helfer jederzeit willkommen
brunsbüttel
Im Einsatz für Schiffbrüchige Seenotretter seit 25 Jahren in Brunsbüttel stationiert / Mitglieder der ersten Stunde ausgezeichnet Brunsbüttel Zehn Männer der ersten Stunde, die vor 25 Jahren zu den Gründern des Stützpunktes Brunsbüttel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gehörten und der DGzRS bis heute die Treue halten, sind in einer Festveranstaltung im Restaurant Yachthafen mit der Jubiläumsnadel in Gold ausgezeichnet worden. Die Ehrungen nahmen der aus Bremen angereiste Geschäftsführer der Seenotretter, Kapitän Udo Helge Fox, sowie der Chef des Brunsbütteler Stützpunktes, Vormann Jürgen Grimsmann, vor. Grimsmann begrüßte unter den Teilnehmern nicht nur die Mitglieder der Brunsbütteler Freiwilligen-Station, sondern auch Bürgermeister Stefan Mohrdieck und eine Abordnung der Brunsbütteler Feuerwehr mit Wehrführer Bernd Meier an der Spitze. Der Vormann dankte den Jubilaren für ihre langjährige Mitgliedschaft sowie für die ehrenamtlich geleistete Arbeit. In den zurückliegenden 25 Jahren hat der DGzRS-Stützpunkt Brunsbüttel rund 2000 Kontroll- und etwa 1000 Übungsfahrten mit dem Rettungsschiff – aktuell die „Gillis Gullbransson“ – gefahren und sich zu 600 Übungsabenden getroffen. Bei der Ehrung der Gründungsmitglieder lobte Geschäftsführer Fox das ehrenamtliche Engagement der Brunsbütteler Seenotretter. Die Arbeit der Seenotretter werde nicht leichter, aber sie funktioniere, weil man sich auf das Standbein der Freiwilligen verlassen könne. „Ohne sie würde das Ganze nicht zu leisten sein“, betonte Fox. Die Gründung des Stützpunktes hatte ihren Ursprung in einer Idee des damaligen Hafenkapitäns des Elbehafens, Horst Dietze aus St. Margarethen. Mit der goldenen Jubiläumsnadel der Seenotretter zeichneten Fox und Grimsmann die Gründungsmitglieder Ulrich Baaß, Wolfgang Buckow, Reimer Jens, Adolf Kruse, Peter Proemmel, Ewald Ritschel, Rolf Schwardt, Heinz Otto Stoffers, Jörg Willand und Elmar Zezulka aus. Bürgermeister Stefan Mohrdieck unterstrich die Bedeutung des DGzRS-Stützpunktes Brunsbüttel für den Standort an zwei wichtigen internationalen Wasserstraßen. Bemerkenswert sei die Tatsache, dass sich die Arbeit der Seenotretter zu fast hundert Prozent aus Spenden finanziere. Gleichwohl hatte es sich der Verwaltungschef nicht nehmen lassen, für die Brunsbütteler Seenotretter einen randvoll gefüllten Präsentkorb als Geschenk der Schleusenstadt mitzubringen. Wehrführer Bernd Meier schloss sich mit einem Kasten Brunsbütteler Pralinen an. Er enthielt aber nicht nur schokoladige Leckereien, sondern auch ein Geldgeschenk für die Bordkasse der Seenotretter. Meier verwies auf gemeinsame Aufgaben von Feuerwehr und Seenotrettern und erinnerte daran, dass die Feuerwehr im vergangenen Jahr das Jubiläum „25 Jahre Schiffsbrandbekämpfung“ habe begehen können. Die Zusammenarbeit mit der DGzRS habe man in Einsätzen und Übungen immer wieder unter Beweis gestellt. Beide Organisationen seien dafür ausgebildet, mit der von der Stadt, dem Land und dem Bund bereitgestellten Technik Seeleuten in Not zu helfen. Der gesellige Teil des Festabends begann mit einem gemeinsamen Essen. Danach blieb noch lange Gelegenheit, Erinnerungen an die 25 DGzRS-Jahre auszutauschen. Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kann im Jahr 2015 ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Wesentlich jünger ist der Stützpunkt Brunsbüttel der Seenotretter, der in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann. „Das wollen wir am Freitag, 11. Mai, mit unseren Mitgliedern und geladenen Gästen feiern“, kündigte Jürgen Grimsmann an. Der 49-jährige Chemikant bei der Brunsbütteler Sasol ist seit 1999 Mitglied und seit sechs Jahren Chef der ausschließlich aus ehrenamtlichen Kräften bestehenden Rettungseinheit, der so genannte Vormann. „Die Bezeichnung stammt noch aus der Zeit der Ruderrettungsboote, auf denen der Vormann am Ruder saß“, erläutert Grimsmann.
Jürgen Grimsmann ist seit sechs Jahren Vormann der Brunsbütteler Seenotretter.
„Wir sind 20 Mitglieder, davon 15 Aktive“, berichtet der Vormann. Zehn von ihnen sind seit der Gründung vor 25 Jahren dabei. Sie sollen auf dem Jubiläums-Festakt am Freitagabend im Brunsbütteler Yachthafen-Restaurant in besonderer Weise geehrt werden. Gegenwärtig sind die DGzRS-Aktiven in Brunsbüttel ohne Schiff. Ihr Seenotrettungsboot „Gillis Gullbransson“ wird zurzeit auf der Werft in Bremen turnusmäßig überholt. „Wir rechnen damit, dass unser Schiff in wenigen Tagen wieder zurück kommt“, ist Vormann Jürgen Grimsmann zuversichtlich. „Wir sind eine reine Freiwilligen-Station“, so Grimsmann weiter. Interessenten können in die Arbeit hineinschnuppern und werden, wenn sie sich zur Mitgliedschaft entschließen, in Lehrgängen an der SAR-Schule in Neustadt/Holstein ausgebildet. „Sie müssen kein Kapitänspatent haben“, nimmt Jürgen Grimsmann eine eventuelle Scheu. Bei der Ausbildung wird das entsprechende Rüstzeug vermittelt: Sportbootführerschein, Kenntnisse in der Menschenführung sowie das Seefunkzeugnis. Wichtig sei vor allem ein Interesse an seemännischer Arbeit. „Jeder findet bei uns seinen Platz in der Crew“, verspricht Grimsmann. Im November 1986 war auf Initiative des damaligen DGzRS-Geschäftsführers Kapitän Uwe Klein sowie des Vorstandsmitgliedes des Nautischen Vereins Brunsbüttel und des Hafenkapitäns im Elbehafen, Horst Dietze, zur Gründungsversammlung einer neuen Rettungsstation eingeladen worden. Die freiwilligen Rettungsmänner wählten Nautiker Kurt Schulz zum 1. Vormann der Station Brunsbüttel. Das erste Seenotrettungsboot (SRB), die sieben Meter lange „Doortje“, traf im Mai 1987 nach der Überführung von Bremen auf der Station Brunsbüttel ein, so dass endlich die praktische Arbeit der Seenotretter anlaufen konnte. Bereits ein Jahr später erhielt die Station Brunsbüttel einen Neubau der zweiten SRB-Generation zur Erprobung. Das Schiff wurde am 23. Juni 1988 auf den Namen „Marie Luise Rendte“ getauft. Nach dem Tod von Vormann Kurt Schulz im März 1996 trat Alfons Lückheide die Nachfolge als Vormann der Station an. Nach dessen frühem Tode übernahm Reimer Jens die Station im Mai 2001. Er übte die Tätigkeit des Vormannes bis Mai 2006 aus. Aus beruflichen Gründen übergab er die Station dem jetzigen Vormann Jürgen Grimsmann. Mit dem SRB „Gillis Gullbransson“, das seit Sommer 1998 den Dienst hier versieht, werden pro Jahr zirka 30 Rettungseinsätze auf der Elbe zwischen Glückstadt und Brunsbüttel sowie bis nach Otterndorf auf dem gegenüberliegenden Elbufer gefahren. Bei Notfällen ist auch die Unterstützung bei Einsätzen bis Stade und Cuxhaven möglich. Die Rettungswache der Brunsbütteler Seenotretter wurde bis 2009 auf dem Gelände des Wasser- und Schifffahrtsamtes betrieben. „Wir mussten diesen Standort wegen der Deicherhöhungsarbeiten räumen“, erzählt Vormann Jürgen Grimsmann. Seit drei Jahren haben sie auf einem von der Stadt Brunsbüttel zur Verfügung gestellten Grundstück an der Schillerstraße ihren neuen Bürocontainer aufgestellt.
Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau
    seenotretter_lockte_viele_besucher Seenotretter lockte viele Besucher Zum Hafenfest des „Schippervereens“ machte die „Gillis Gulbransson“ in Wewelsfleth fest Wewelsfleth Der idyllische Lösch- und Ladeplatz am Sportboothafen und ehemaligen Fähranleger der Gemeinde Wewelsfleth wurde am Sonnabend zu einer bunten Festmeile. Der 1978 gegründete „Schippervereen Wewelsfleth“ hatte zu seinem traditionellen Hafenfest eingeladen. Rund um die Fischerhütten waren ein Festzelt, ein überdachtes Terrassencafé, ein Grillstand, eine Räucherhütte mit laufend frischem Räucherfisch und Bratfisch frisch aus der Pfanne sowie mehrere Spielstände aufgebaut, unter anderem mit Glücksrad und einem Nagelbrett. Der vom Vorsitzenden Peter Thoms (50) geführte „Schippervereen“ zählt rund hundert Mitglieder. Zum Vereinsregister gehören zwar nur etwa zehn Motor- und Segelboote, aber im Mittelpunkt des Vereinslebens stehen die regelmäßigen Treffen mit vielerlei Fachsimpeln über das Leben auf und am Wasser. „Wir treffen uns jeden Donnerstag um 19 Uhr in unserer Fischerhütte zu Gesprächen und Geselligkeit“, sagt Thoms und lädt weitere interessierte Mitglieder herzlich ein. Das Hafenfest begann am Sonnabendnachmittag mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen im Festzelt. Zur gleichen Zeit machte im Sportboothafen das Seenotrettungsschiff „Gillis Gullbransson“ fest. Der zum Stützpunkt Brunsbüttel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gehörende Seenotretter wird von freiwilligen Rettern gefahren. „Die Mindestbesatzung besteht aus drei Mann“, erzählt Matthias Dreeßen aus Brunsbüttel. Der 33-Jährige war gemeinsam mit seinen Kameraden Thomas Molthan (17), Heinz Otto Stoffers (61), Elmar Zezulka (72) und Jörg Willand (68) sowie dem Hospitant Wolfgang Rohwedder (59) aus St. Margarethen, der sich für die DGzRS-Arbeit interessiert, nach Wewelsfleth gekommen, um „ihr“ Schiff    
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne