Die Mitarbeiter des Bauhofes der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bangen um ihre Arbeitsplätze. Grund: Das Verkehrsministerium erwägt, Reparaturen und Wartungen an Privatunternehmen zu vergeben. Seite 15

schleswig   In Berlin haben Sie von den Verhältnissen vor Ort 0 Ahnung, sie kämpfen als Minister entschlossen für Ihre Ortsumgehung im bayrischen Heimatort, aber internationales praktisches Denken geht Ihnen völlig ab. Sie sollten sich ein Beispiel an Herrn Scholz oder Herrn Kahrs nehmen, die rationaler und internationaler denken können. Schleswig-Holsteinische Landeszeitung Donnerstag, 17. März 2011 Bangen Rendsburg Die Mitarbeiter des Bauhofes der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bangen um ihre Arbeitsplätze. Grund: Das Verkehrsministerium erwägt, Reparaturen und Wartungen an Privatunternehmen zu vergeben. Seite 15 Große Sorge um die Arbeitsplätze Wasser- und Schifffahrtsamt als Vergabebehörde – wird der Bauhof am Kanal überflüssig? Rendsburg Viele Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Rendsburg bangen um ihre Arbeitsplätze. Grund dafür ist die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung von einer Ausführungs- zu einer Vergabebehörde umzubauen. Das bedeutet nach Ansicht von verdi-Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks unter anderem eine Gefahr für den Bauhof am Nord-Ostsee-Kanal, im Volksmund immer noch Werft Saatsee genannt. Die Überlegungen sind nachvollziehbar: Rund 160 Wasserbauer, Maschinenbauer, Schiffsbauer, Tischler, Elektriker, Schlosser und Nachrichtentechniker kümmern sich hier unter anderem um Wartung und Reparatur von Fähren einschließlich der Schwebefähre, Signal- und Radaranlagen und den Tunnels. „Werden die Aufträge künftig an private Unternehmen vergeben, ist zu befürchten, dass der Bauhof in Rendsburg abgewickelt werden soll“, sagte Ute Dirks. Diese Einschätzung teilten offenbar auch die Mitarbeiter während einer Betriebsversammlung, auf der sie ihren Sorgen, aber auch ihrem Ärger über den Verkehrsminister Luft machten. Dabei spielte auch die Verunsicherung eine große Rolle – es wurde zwar bekannt, dass der Haushaltsausschuss im April erste Entscheidungen treffen werde, ansonsten aber gab es kaum weitere Informationen. Für Ute Dirks liegt das auch an der Tatsache, dass die Personalräte nicht in die Beratungen eingebunden sind, obwohl dies von zuständigen Staatssekretär versprochen worden sei. Die Gewerkschaftsfrau sorgt sich allerdings nicht nur um die Arbeitsplätze der Kollegen auf dem Bauhof. „Wenn man über Privatisierungen nachdenkt, muss man auch die Themen Qualität und Sicherheit im Auge behalten. Der sichere und reibungslose Betrieb einer Wasserstraße ist nur mit qualifiziertem Personal zu gewährleisten, auf das jederzeit zugegriffen werden kann.“ Ob nach einer Privatisierung die Flexibilität erhalten werden könne, auf Notsituationen wie Havarien zu reagieren, sei zu bezweifeln. „Lassen Sie die Mitarbeiter nicht im Regen stehen“, appellierte verdi-Vertrauensmann Jochen Storm an den Minister. Die Gewerkschaft beschäftigt sich dennoch bereits mit dem schlimmsten Fall. Ute Dirks: „Sollte die Entscheidung gegen den Rendsburger Bauhof der WSA fallen, fordern wir eine Tarifvereinbarung mit einen sozialverträglichen Abbau – ähnlich wie bei der Bundeswehr.“ Gero Trittmaack
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne