De Maizière: Breiterer Ansatz bei Piratenbekämpfung

Politisches Mandat der EU gefordert Dienstag, 31. Januar 2012 Piraten treiben vor allem vor der somalischen Küste im Indischen Ozean ihr Unwesen. Foto: US Navy Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat von der Europäischen Union einen breiteren Ansatz zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika gefordert. "Neben das militärische Mandat für 'Atalanta' muss ein politisches Mandat der EU treten zur Bekämpfung der Ursachen von Piraterie", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag". Piraterie sei eine Straftat. Zur Strafverfolgung gehöre, dass die Hintermänner aufgespürt und verfolgt würden. Man müsse über die Sperrung von Konten reden und die Beschlagnahme von Vermögen. Zudem müsse den Menschen an der somalischen Küste wirtschaftlich geholfen werden. "Das alles findet zu wenig oder gar nicht statt", kritisierte de Maizière. Zu Brüsseler Überlegungen, die EU-Mission auszuweiten und Piraten auch am Strand zu bekämpfen, äußerte sich der Minister skeptisch. "Ich glaube nicht so richtig, dass dieser Ansatz, Piratenschiffe schon beim Beladen zu bekämpfen, das Problem entscheidend löst", sagte er. Es würden vielmehr Folgefragen aufgeworfen. "Ich bin sehr für - sagen wir mal - zivile Lösungen an Land. Aber ich bin skeptisch gegenüber militärischen Lösungen am Strand." Der Flotteneinsatz "Atalanta" soll die Seewege sichern, die für die humanitäre Versorgung der somalischen Bevölkerung durch das Welternährungsprogramm wichtig sind. Das größte Schiff der Deutschen Marine, die "Berlin", lief am Samstag vom Heimatstützpunkt Wilhelmshaven zum Anti-Piraten-Einsatz aus. Die 230-köpfige Besatzung soll am Horn von Afrika die Fregatte "Lübeck" ablösen. Die "Berlin" hat laut Marine ein Einsatzrettungszentrum zur medizinischen Versorgung mit den Möglichkeiten eines Kreiskrankenhauses an Bord. Mit dabei sind auch eine Facharztgruppe, ein Rechtsberater, Feldjäger und ein Dolmetscher sowie zwei Bordhubschrauber. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne